Fußball-Bezirksliga Mitte, zehnter Spieltag
„Bei einem 5:0 ist das Ding zu, so bleibt es auf“
Spitzenreiter SV Eintracht Mendig setzte sich beim TuS Rheinböllen mit 4:2 (3:0) durch
Rheinböllen. Acht Siege, zwei Unentschieden, die Tabellenführung erfolgreich verteidigt, vier Punkte vor dem ersten Verfolger Rübenach: Durch das 4:2 (3:0) beim TuS Rheinböllen bleibt der SV Eintracht Mendig auch nach dem zehnten Spieltag das Maß der Dinge in der Fußball-Bezirksliga Mitte.
„In der ersten Halbzeit war es eine Partie auf ein Tor. Wir haben den Gegner hoch im Spielaufbau gestört und ihn dadurch verunsichert. Allerdings mussten wir zur Pause nicht mit 3:0, sondern problemlos mit 5:0 vorn liegen. Es waren keine Kann-Möglichkeiten, sondern Muss-Möglichkeiten. Zum wiederholten Mal sind wir fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen“, ärgerte sich der Mendiger Trainer Damir Mrkalj trotz der klaren 3:0-Führung nach den Treffern von Nikolas Groß (4.), Leonard Zerwas (28.) und nochmals Leonard Zerwas (45.). „Bei einem 5:0 ist das Ding zu, so bleibt es auf“, konnte Mrkalj die Schludrigkeiten kaum fassen.
Nach Wiederanpfiff stemmten sich die Hunsrücker mit allen Mitteln gegen die drohende Niederlage. Innerhalb von acht Minuten hatten die Hausherren durch Tim Flesch, der einen von Alexej Eberhardt verursachten Foulelfmeter verwandelte (54.), und durch einen abgefälschten 25-Meter-Freistoß von Gianni Castronovo auf 2:3 verkürzt. Torhüter Dominik Groß, unter der Woche aus Niederzissen verpflichtet, traf bei beiden Treffern keine Schuld. Da Stammtorhüter Robin Rohr nach seiner Roten Karte in der Partie gegen die SG Maifeld-Elztal für drei Spiele gesperrt wurde, dürfte Dominik Groß zumindest in den beiden nächsten Begegnungen zwischen den Pfosten stehen.
„Danach kippte das Spiel. Wenn du in Rheinböllen ein Tor fängst, wird es halt heiß und hitzig“, verdeutlichte Mrkalj. Erlöst wurde die Eintracht erst in der 77. Minute, Brice Braquin machte mit dem 4:2 den Deckel drauf. Trotz des Sieges fand Mrkalj ein Haar in der Suppe: „Mendig sollte nicht wieder den Fehler machen, selbst Probleme zu kreieren. Damit meine ich nicht die Mannschaft, bei der es momentan sehr gut läuft. Der Verein sollte einfach mal die Ruhe behalten. Das wäre für das Trainer-Duo und für die Spieler einfacher.“
TuS Rheinböllen: Leon Sonne, Yacin Sadani (46. Tjark Noel Klein), Matthias Pira, Luca Olbermann, Gianni Castronovo (88. Ricardo de Sousa), Nico Poszkaj, Julian Hohns, Tim Flesch, Fabio Aquila, Valentino Musa (90. Nevio Castronovo), Samir Sadani.
SV Eintracht Mendig: Dominik Groß, Milan Rawert, Kodai Stalph, Alexej Eberhardt (86. Michael Koch), Nikolas Groß, Carsten Thelen (72. Jamil Mohamed), Jacob Groß (25. Daniel Ley), Niklas Heinemann (90. + 5 Lars Assenmacher), Leonard Zerwas, Tim Montermann (69. Julian Groß), Brice Braquin.
Schiedsrichter: Manuel Mück (Koblenz).
Zuschauer: 100.
Torfolge: 0:1 Nikolas Groß (4.), 0:2 Leonard Zerwas (28.), 0:3 Brice Braquin (45.), 1:3 Tim Flesch (54., Foulelfmeter), 2:3 Gianni Castronovo (62.), 2:4 Brice Braquin (77.).
Besonderheit: Gelb-Rote Karte gegen Julian Groß (SV Eintracht Mendig, 90. + 7) wegen Foulspiels und einer Unsportlichkeit.
Nächste Aufgabe für den TuS Rheinböllen: am Sonntag, 20. Oktober, um 15 Uhr beim SV Anadolu Spor Koblenz.
Nächste Aufgabe für den SV Eintracht Mendig: am Sonntag, 20. Oktober, um 15 Uhr gegen den SV Untermosel Kobern.
