Lokalsport | 01.06.2016

ADAC Zurich 24h-Rennen

Black Falcon siegt beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring

Der siegreiche Black Falcon Mercedes ANG GT3. -BURG-

Nürburg. Im dem wohl packendsten Finale seit Austragung des 24-Stunden-Rennen haben sich die Lokalmatadore von Black Falcon den Sieg bei der 44. Ausgabe des Langstreckenklassikers auf der Nürburgring-Nordschleife gesichert. Nur 5,7 Sekunden trennten das Mercedes-Siegerauto von Bernd Schneider, Adam Christodoulou, Manuel Metzger und Maro Engel vom zweitplatzierten Markenkollegen. Der typengleiche Mercedes ANG GT3 wurde pilotiert von Christian Hohenadel, Christian Vietoris, Marco Seefried und Renger van der Zande.

Dritter wurden die Piloten des Haribo Mercedes ANG GT3 Uwe Alzen, Lance David Arnold, Maximilian Götz und Jan Seyffarth. Mit Rang vier komplettierte das zweite Black Falcon Auto, in dem sich Maro Engel gemeinsam mit Hubert Haupt, Yelmer Buurman und Dirk Müller am Steuer abwechselten, die Mercedes-Festspiele auf dem Ring.

Mercedes gelang damit vor 185.000 Zuschauern am gesamten Wochenende (Do.-So.) das beste Ergebnis eines Herstellers beim 24h-Marathon seit dem sechsfachen Sieg von BMW im Jahr 1998.

Auf Rang fünf folgte mit dem BMW M6 GT3 das erste Fahrzeug, dessen Kühlerhaube nicht von einem Stern geziert wurde. Schlussfahrer Dirk Werner überquerte nach 133 Runden mit einer Runde weniger als die Sieger die Ziellinie. Zuvor hatte er sich mit Alexander Sims, Philipp Eng und Maxime Martin am Steuer des ROWE BMW abgewechselt. Auf Position sechs folgte mit dem ZAKSPEED Mercedes-AMG GT3 das nächste Auto der Sternemarke. Pilotiert wurde der Niederzissener Bolide von Kenneth Heyer, Sebastian Asch, Luca Ludwig und Daniel Keilwitz. Mit Bentley (Platz 7), Audi (Platz 8) und Porsche (Platz 9) schafften es ingesamt fünf verschiedene Hersteller in die Top 10.

Maro Engel überholte in der letzten Runde den HTP-Mercedes

Erst in der letzten Runde war das 24h-Rennen 2016 entschieden worden, als Maro Engel mit dem Black-Falcon-Mercedes, den bis dahin führenden HTP-Mercedes in einem für Gesprächsstoff sorgenden Manöver überholte.

„Ich bin besser aus der Dunlop-Kehre herausgekommen, kam auch besser durch das Schumacher-S und war dicht hinten dran“, beschreibt Engel die Entstehung der Situation. „Ich denke das war Christian auch bewusst. Er hatte die Möglichkeit, die Innenbahn dicht zu machen, hat das aber nicht gemacht und ist nach rechts gefahren“, so Engel.

Rennen wurde wegen Hagelschauer unterbrochen

Das 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife schrieb sicherlich schon viele Geschichten, doch in diesem Jahr kam eine neu dazu. Schon 45 Minuten nach dem Start setzte eine so heftige Hagelschauer in den Streckenabschnitten vom Schwedenkreuz bis zum Metzgesfeld ein, das die Rennleitung das Rennen mit der Roten Flagge unterbrechen musste. Ingesamt 22 Autos wurden im Bereich der Aremberg-Kurve Opfer dieser Wetterkapriolen. Fahrzeuge auf Slicks schafften es nicht einmal mehr, den Berg von der Fuchsröhre zum Adenauer-Forst hinaufzukommen. Die Unterbrechung dauerte genau drei Stunden. Um 19:20 Uhr starteten die Fahrzeuge erneut in die Einführungsrunde. Wonach das Rennen von weiteren Wetterkapriolen verschont blieb.

Für die Teams aus der Region lagen Glück und Pech dicht beieinander

Das erfolgreichste Team des 24h-Marathons dürfte zweifelsohne das in Meuspath beheimatete Team von Black Falcon gewesen sein. Neben dem Gesamtsieg heimsten die Piloten der schwarzen Falken noch insgesamt drei weitere Klassensiege in der V6, SP7 und SP9 ein. In der nach der SP9 mit 13 Fahrzeugen am zweitstärksten besetzten Cup 5 Klasse lieferte die Besatzung des BMW M235i Racing Cup von Scheid-Honert Motorsport eine starke Leistung ab. Das Fahrertrio des Eifelblitz Rudi Adams, Thomas Jäger und Max Partl sicherten sich auf der Marathondistanz den zweiten Klassenrang und die 27. Gesamtposition.

Zu den Teams, die mit gemischten Gefühlen das Rennen beendeten zählte, sowohl das Adenauer-RTR Team als auch Frikadelli Racing aus Barweiler.

Die Besatzung des H&R Porsche Cayman GT4 CS mit Moritz Gusenbauer, Hans Holmlund, Tommy Graberg und Scott Marshall konnte für die RTR-Mannschaft souverän, mit fünf Runden Vorsprung den Klassensieg auf dem Eifelkurs in der Cup 3 Klasse einfahren und einen 28. Platz im Gesamtklassement belegen. Der zweite RTR-Porsche 911 GT3 Cup mit den Fahrern Alex Autumn, Airgee, Milan Kodidek und Andrea Perlini sah dagegen auf Grund eines Unfalls die Zielflagge nicht.

Ähnlich erging es auch dem Team von Frikadelli Racing. Nachdem der Porsche 911 GT3 R von Klaus Abbelen, Sabine Schmitz, Patrick Huisman und Norbert Siedler durch technische Probleme bereits früh aus der Spitzengruppe heraus gefallen war, musste man nach einem Unfall das Auto in den frühen Morgenstunden endgültig abstellen. Das zweite Auto des Teams überstand das Rennen durch die „Grüne Hölle“ ohne nennenswerte Zwischenfälle, sodass John Shoffner, Janine Hill, Arno Klasen und Duncan Huisman das Ziel auf Rang zwei in der Klasse SP7 und Rang 19 in der Gesamtwertung erreichten.

Noch schlimmer erwischte es Manthey Racing, das von sechs eingesetzten Porsche Fahrzeugen nur drei ins Ziel brachte. Neben einem Kundenauto fiel auch einer der beiden von Manthey betreuten Werks-Porsche einer Kollision zum Opfer. Das zweite Top-Auto musste mit einem technischen Defekt 5 Stunden Rennende die Segel streichen. Da dürfte auch der Klassensieg in der mit 3 Fahrzeugen besetzten Klasse SP-X und die Platzierungen 13 und 15 in der SP9 nicht den Erwartungen des sonst so erfolgsgewöhnten Eifelteams entsprochen haben.

Eintäuschendes Rennen auch für das in der VLN schon zweimal siegreiche Team von Phoenix Racing, wo beide werksunterstützten Audi R8 LMS nach Unfällen auf der Strecke blieben.

Bei der Siegerehrung in zurückliegenden Jahren verkündete der ADAC Nordrhein den Veranstaltungstermin des 24h-Rennens für die kommende Saison. Dieser steht, aber wie Rennleiter Walter Hornung mitteilte, zurzeit leider noch nicht fest. Man hofft aber, dass man diesen im Laufe des Monats Juni festlegen kann.

BURG

Positionskämpfe schon in der ersten Kurve nach dem Start zur 44. Auflage des ADAC Zurich 24h-Rennens 2016.

Positionskämpfe schon in der ersten Kurve nach dem Start zur 44. Auflage des ADAC Zurich 24h-Rennens 2016.

Vier Starts – vier Klassensiege. Der Porsche Cayman GT4 CS von RTR war auch beim 24h-Rennen nicht zuschlagen.

Vier Starts – vier Klassensiege. Der Porsche Cayman GT4 CS von RTR war auch beim 24h-Rennen nicht zuschlagen. Foto: Peter Burggraf / PeBuMedia

Der siegreiche Black Falcon Mercedes ANG GT3. Fotos: -BURG-

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