Lokalsport | 14.10.2015

Achter VLN-Lauf auf dem Nürburgring

Busch Audi gewinnt nach einer Zeitstrafe für den Mercedes AMG-GT3

Spannendes Langzeitrennen bei bestem Wetter sorgt für eine Überraschung

Mit einer neuen Saison-Bestmarke im Zeittraining und der schnellsten Rennrunde drückte der neue Mercedes-AMG GT3 dem Renngeschehen seinen Stempel auf.

Nürburgring. Selten standen in der Saison 2015 so viele hochklassige Fahrzeuge in der VLN Startaufstellung wie bei dem vor Kurzem ausgetragenen achten VLN-Lauf. Zusätzlich zu dem exzellenten Starterfeld mit über 20 siegfähigen Teams, hatte auch Petrus zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit mit Kaiserwetter für die perfekte Festtagsstimmung gesorgt. Was die zahlreichen Zuschauer in der Folge erleben konnten, war Rennaction vom aller feinsten.

Dreißig Minuten vor Rennende umrundeten die ersten drei in der Gesamtwertung, mit einem Abstand von weniger als zwei Sekunden, den 24,358 Kilometer langen Kurs. Dabei kämpften der Busch Audi R8 mit dem Mercedes AMG GT und dem Mercedes SLS von Black Falcon um jeden Meter. Allen voran war es aber, der zu diesem Zeitpunkt führende neue Mercedes-AMG GT3, der dem Renngeschehen bis dahin seinen Stempel aufdrückt hatte. Bereits im Zeittraining hatte Thomas Jäger aus München mit einer Rundenzeit von 8:01,881 Minuten die Pole-Position erobert und damit eine neue Saison-Bestmarke gesetzt. Auch in den verbleibenden letzten Runden spielte der Mercedes-AMG GT3, mit der schnellsten Rennrunde von 8:07.057 Minuten, also 180.038 km/h seine überlegene Leistung aus und setzte sich von den Verfolgern ab.

Geschwindigkeitsbeschränkung sorgt für Entscheidung

Dass am Ende dann aber dennoch die Zwillinge Dennis und Marc Busch, beide aus Bensheim, mit dem Audi R8 LMS ultra des Privatteams von Busch Racing, über das Werksteam von Mercedes triumphieren konnte, beruhte auf der so viel diskutierten Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Nordschleife. Jan Seyffarth aus Leimbach hatte mit dem Mercedes auf der Döttinger Höhe diese missachtet und war mit einer Zeitstrafe von 80 Sekunden belegt worden, wodurch er und seine Mitstreiter Thomas Jäger und Yelmer Buurman aus den Niederlanden auf den zweiten Platz abrutschten.

Auf Platz drei überquerten Jesse Krohn aus Finnland, Felipe Fernandes Laser aus Leipzig und Michela Cerruti aus Italien im BMW Z4 GT3 von Walkenhorst Motorsport die Ziellinie. Die Position vier belegten Uwe Alzen aus Betzdorf und Mike Stursberg aus Wermelskirchen im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von Haribo Racing, worauf der Porsche 911 GT3 R von Frikadelli-Racing mit Sabine Schmitz, Klaus Abbelen, beide aus Barweiler und Patrick Huisman aus den Niederlanden folgte. Das Fahrertrio im SLS AMG GT3 von Car Collection, Kenneth Heyer aus Viersen, Lance David Arnold aus Duisburg und Tim Scheerbarth aus Dormagen wurden Sechste.

Dahinter reihten sich auf Position sieben die Besatzung des Manthey Porsche mit Georg Weiss aus Monschau, Jochen Krumbach aus Eschweiler und Oliver Kainz aus Mayen ein. Gesamtrang acht ging an einen weiteren Porsche aus dem Hause Manthey, dessen Fahrer Christoph Breuer aus Nettersheim, Michael Christensen aus Dänemark und Matteo Cairoli aus Italien, sich im Kampf um den Klassensieg in der SP7 gegen den Black-Falcon-Porsche von Philipp Eng aus Österreich und „Gerwin“ aus den Niederlanden durchsetzen. Der Get-Speed-Porsche mit Adam Osieka aus Meuspath und Steve Jans aus Luxemburg komplettierte die Top 10, womit sich Get-Speed auch erstmals in dieser Saison den Sieg in der Porsche Cup Wertung sichern konnte.

Reifenschaden bremst Get-Speed-Porsche

Begünstigt wurde der Erfolg des Get-Speed-Porsche durch das Pech von Marc Hennerici aus Mayen und Christian Menzel aus Kelberg. Das RTR-Duo hatte sich bereits einen beachtlichen Vorsprung herausgefahren, als ein Reifenschaden sie einbremste. Trotz dieses Zeitverlustes überquerte der RTR Porsche eingangs der letzten Runde nur wenige tausendstel Sekunden hinter dem GetSpeed Renner die Ziellinie. Aufgrund der noch zur Verfügung stehenden Treibstoffmenge musste Hennerici aber auf einen finalen Angriff verzichten und den Kontrahenten ziehen lassen, womit er dem Team aus Adenau den elften Gesamtrang und die zweite Klassenposition sicherte.

Erfolgreich verlief der Start in das letzte Saisondrittel auch für das Team von Prosport-Performance aus Herschbroich, wo sich die Besatzungen der beiden eingesetzten Porsche Cayman jeweils in ihren Klassen eine Podiumsplatzierung einfahren konnten. Während Fidel Leib aus Wangen und Hamza Owega aus Köln in der Klasse der seriennahen Fahrzeuge bis 3500 ccm als zweite die Ziellinie überquerten, durften Jonas Carlsson aus Schweden, Max Koch aus Oberwiesenthal und Thomas Koll aus Meckenheim ihren Sieg in der Klasse SP6 bejubeln. Etwas weniger glücklich verlief das Rennen für Jörg Weidinger aus Schaftlach, Michael Schrey aus Wallenhorst und Uwe Ebertz aus Sinn-Fleisbach die mit dem Eifelblitz vom Kottenborner Team Scheid - Honert Motorsport um nur 0,6 Sekunden einen Platz auf der Siegertreppe verfehlten und als vierte das Rennen in der BMW M235i Racing CUP Wertung beendeten.

Pech erneut für das Team von Phoenix Racing aus Meuspath, die bereits den dritten Ausfall des Audi R8 LMS ultra in den zurückliegenden vier Rennen hinnehmen mussten.

Neben dem Mercedes erhielten die Fans am Freitag auch von Porsche einen ersten Ausblick auf die kommende Saison, wo der Zuffenhausener Sportwagenhersteller das neue GT3-Modell im Karbon-Look den Porsche Teams präsentierte. Am Rennen nahm der neue Bolide aber noch nicht teil, auf dessen Einsatz dürfen sich die Fans aber bereits beim nächsten Lauf am Samstag, 17. Oktober freuen.

Mit einer neuen Saison-Bestmarke im Zeittraining und der schnellsten Rennrunde drückte der neue Mercedes-AMG GT3 dem Renngeschehen seinen Stempel auf.
Mit einer Armada von 4 Porsche Boliden startete das Team von RTR aus Adenau in den 8. VLN-Lauf.

Mit einer Armada von 4 Porsche Boliden startete das Team von RTR aus Adenau in den 8. VLN-Lauf.

Mit einer neuen Saison-Bestmarke im Zeittraining und der schnellsten Rennrunde drückte der neue Mercedes-AMG GT3 dem Renngeschehen seinen Stempel auf.

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