Lokalsport | 30.10.2023

FV Engers und VfL Bochum: Die Freundschaft lebt

Coach Sascha Watzlawik übergibt Spende bei „Lichtblicke“-Gala

Zur Bochumer Reporter-Legende Günther Pohl unterhält Trainer Sascha Watzlawik mittlerweile auch privat eine freundschaftliche Verbindung. Quellen: FV Engers

Engers. „Bochum schenkt Hoffnung“: Mit einer großen Gala hat der VfL die „Aktion Lichtblicke“ unterstützt, die Kindern, deren Familien materiell, finanziell oder seelisch in Not geraten sind, Hoffnung geben will. Mittendrin: NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und FV Engers-Coach Sascha Watzlawik mit seiner Frau Angie.

Hintergrund ist - natürlich - die Freundschaft der beiden eigentlich ungleichen Vereine, die rund um das DFB-Pokalspiel vor drei Jahren entstanden ist. Watzlawik selbst hat diese auch privat weiter gepflegt, vor allem zu Bochums Reporter-Legende Günther Pohl. Und eben der hatte die Gala organisiert und damit am Ende mehr als 100.000 Euro für den guten Zweck eingesammelt.

„Ich war stellvertretend für den FV Engers da, und wir haben es uns natürlich auch nicht nehmen lassen, den VfL zu unterstützen, so wie sie es bei unserem Vereinsheim-Bau getan haben“, berichtet Watzlawik und macht deutlich, dass es ihn sehr freut, dass der Kontakt zwischen Rheinland und Ruhepott weiterhin besteht. „Das ist schon schön. Auf beiden Seiten wird an den anderen gedacht und man versucht immer, gemeinsam etwas zu machen. Deshalb bin ich natürlich sehr gern gern hingefahren. Es war ein toller Abend“, so der FVE-Coach.

FV Engers empfängt Walalgesheim

Zum Auftakt in die Rückrunde begrüßt der FV Engers am kommenden Samstag, 4. November, um 15:30 Uhr den SV Alemannia Waldalgesheim. Und die „Jungs vom Wasserturm“ gehen dabei zumindest auf dem Papier als klarer Favorit in die Partie. Denn die Gäste aus dem Kreis Mainz-Bingen sind als Vorletzter nach der Hinrunde in akuter Abstiegsnot. Zudem haben sie auch das Hinspiel gegen die Grün-Weißen auf heimischem Platz glatt mit 0:3 verloren.

Selbstläufer gibt es in dieser Oberliga-Runde allerdings nicht, wie der bisherige Saisonverlauf eindeutig gezeigt hat. So sieht auch Engers-Coach Sascha Watzlawik praktisch alle Teams bis auf die Top3 auf Augenhöhe. Und das hat seine Mannschaft erst am bislang letzten Spieltag bewiesen: Da entführten die „Jungs vom Wasserturm“ trotz des kurzfristigen Ausfalls von Top-Scorer Kevin Lahn einen hochverdienten Punkt vom Tabellenvierten, den bislang extrem heimstarken Gonsenheimern.

Und dabei hatte das Spiel für die Mainzer Vorstädter auch noch optimal begonnen: Schon nach sieben Minuten gingen sie in Führung. „Es war ein billiges Gegentor“, kontatierte Watzlawik. Seine Jungs hatten hoch pressen wollen, sich dann aber über die linke Seite übertölpeln lassen.

Was folgte, war die beste Phase der Engerser im Spiel. „Es war wie in den letzten Spielen: Die Mannschaft kommt wieder, die Mannschaft glaubt daran, die Mannschaft zerreißt sich“, zeigte sich der Trainer stolz auf die Moral seines Teams, das in dieser Druckphase zunächst zwei große Chancen ausließ, um dann in der 27. Minute zum Ausgleich zu kommen. Nach einem Standard flipperte das Leder über mehrere Füße, ehe ihm Manuel Simons schließlich die entscheidende Richtungänderung gab.

In einem hochklassigen Oberligaspiel machten dann nach der Pause zunächst die Gonsenheimer wieder viel Druck. Die finalen 20 Minuten gehörten jedoch klar den Engersern, die durch Goran Nnaric fast den entscheidenden Treffer erzielt hätten. „Leider haben sie noch irgendwie einen Fuß dazwischen bekommen“, ärgerte sich Watzlawik. Ähnlich knapp war es kurz vor Schluss, als Gabriel Müller nach einem tollen Spielzug abzog, aber nur die Latte traf. „Wir hätten den Sieg sogar verdient gehabt. Aber es war insgesamt ein sehr intensives Spiel, bei dem sich beide Teams nichts geschenkt haben. Unter dem Strich bin ich froh, dass wir hier etwas mitgenommen haben“, bilanzierte der Coach.

Die Engerser haben damit die Hinrunde bei einem Spiel Rückstand auf Platz 8 beendet. Was komfortabel klingt, kann allerdings schnell eng werden. Denn in der Oberliga droht ein Massenabstieg von bis zu acht Teams. Für diesen Fall wären die Engerser aktuell nur vier Punkte vor einem Abstiegsplatz entfernt. Für die Grün-Weißen spricht allerdings zusätzlich das Torverhältnis von +9.

Coach Sascha Watzlawik übergibt Spende bei „Lichtblicke“-Gala

Coach Sascha Watzlawik übergibt Spende bei „Lichtblicke“-Gala

Zur Bochumer Reporter-Legende Günther Pohl unterhält Trainer Sascha Watzlawik mittlerweile auch privat eine freundschaftliche Verbindung. Quellen: FV Engers

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