Erster Rheinbacher Talente-Cup
D-Jugend räumte gleich fünf Pokale ab
Rheinbach. Die D1-Jugend der HSG Rheinbach-Wormersdorf hatte gleich fünf Mannschaften namhafter Handball-Vereine in die Halle Berliner Straße geladen: Die Gegner reisten aus Dormagen, Gummersbach, Königsdorf, Hiesfeld/Aldenrade und sogar aus Lemgo an. In der Eröffnungsansprache durch Handball-Abteilungsleiter Thomas Schlossbauer gemeinsam mit Dieter Huth, dem Vorsitzenden des TV Rheinbach, wurden die Teilnehmer zu fairen und spannenden Spielen ermuntert, was sich im Lauf des Tages auch bewahrheiten sollte. Zu sehen gab es D-Jugend-Handball auf hohem Niveau.
Der Ausrichter bekam es im Eröffnungsspiel mit der JSG Hiesfeld/Aldenrade (Kreismeister Region Dinslaken) zu tun. In der Anfangsphase konnte sich kein Team so recht absetzen, sodass die Rheinbacher mit einem variablen Angriffsspiel jedes Tor hart erarbeiten mussten. Zur Pause stand es 10:7 für die Grün-Weißen, woraufhin der Gast die Abwehr auf eine 3:2:1-Deckung umstellte, was wieder zum 12:13-Anschluss führte. Am Ende sorgte aber ein 4:0-Lauf für ein doch deutliches 17:12 der heimischen Mannschaft.
Als zweites Spiel des Tages folgte das Prestigeduell vom Mittelrhein: Bayer Dormagen spielte unentschieden gegen den VfL Gummersbach. Die Rheinbacher bestritten im Anschluss ihr Spiel gegen Handball Lemgo. In der Anfangsphase sehr motiviert, ließen sie anschließend die Zügel schleifen - doch am deutlichen 18:14-Erfolg änderte dies nichts. Nun nahm mit dem TuS Königsdorf auch die letzte Mannschaft teil, die gegen Bayer Dormagen antrat - und gewann mit 17:10.
Den Einzug ins Halbfinale der Gruppe A sicherte sich Handball Lemgo mit einem souveränen 19:12, in der Gruppe B konnte der VfL Gummersbach zwar lange gegen die Königsdorfer mithalten, verlor am Ende jedoch deutlich mit 13:22.
Im Halbfinale traf das Rheinbacher Team auf Bayer Dormagen: ein Duell auf Augenhöhe, bei dem sich Rheinbach am Ende nur knapp mit 16:13 durchsetzen konnte. Besonders Joel Castillo Buchner, Max Fürnkranz und Finn Schroven waren in diesem Spiel nicht zu stoppen. Auch das zweite Halbfinalspiel war bis zum Ende spannend: Handball Lemgo gewann mit 11:10 gegen den TuS Königsdorf.
Den Anfang bei den Platzierungsspielen machten Hiesfeld/Aldenrade und der VfL Gummersbach, wobei sich die Oberbergischen mit 10:8 durchsetzen konnten. Im Spiel um Platz drei stand es nach der regulären Spielzeit 17:17, sodass zwischen Königsdorf und Bayer Dormagen eine Entscheidung im Siebenmeter-Werfen getroffen werden musste. Hier hatten die Königsdorfer ein paar Nerven mehr und setzten sich ganz knapp durch.
Im Finale gab es erneut ein Wiedersehen des Gastgebers mit Handball Lemgo. Die Mannschaft von Trainer Tobias Swawoll ging motiviert in die Anfangsphase und setzte sich früh mit 6:2 ab. Spätestens beim 16:9 fünf Minuten vor Ende gab es in der Halle kein Halten mehr. Am Ende siegten die Rheinbacher aufgrund ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit mit 19:13 und durften zum ersten Mal den Rheinbacher Talente-Cup in den Händen halten. Während der Siegerehrung, bei der auch die DHB-Referatsleiterin für den Jugend-, Amateur- und Breitensport, Maria Jonas, anerkennende Worte sprach, wurde neben dem Mannschaftsresultat zudem eine „All-Star“-Mannschaft geehrt, die von allen sechs Trainern gewählt worden war. Aus Rheinbacher Sicht konnten vier der sieben Pokale errungen werden. Das All-Star-Team besteht aus: Moritz Czerwinski (TW, HSG Rheinbach-Wormersdorf), Till Förster (LA, Handball Lemgo), Lucas Rehfus (RL, TuS Königsdorf), Niklas Busse (RM, Handball Lemgo), Finn Schroven (RR, HSG Rheinbach-Wormersdorf), Max Fürnkranz (RA, HSG Rheinbach-Wormersdorf) und Jakob Kazimierski (KM, HSG Rheinbach-Wormersdorf). Zum Schluss gratulierte auch Stephan Moos, Regionaldirektor der KSK Köln in Rheinbach, als Sponsor der Veranstaltung. „Unsere Erstauflage des Talente-Cups bekam von allen Seiten viel Lob und Zuspruch, besonders Organisation und Catering wurden gelobt“, so das erste Resümee am Sonntagabend.
Für die HSG spielten: Moritz Czerwinski, Joel Castillo Buchner, Max Fürnkranz, Felix Krahforst, Mats Hoffstadt, Jakob Kazimierski, Florian Boehnert, Finn Schroven und Arne Michaelsen.
Beim Turnier wurde auch eine „All-Star“-Mannschaft gewählt.
