Fußball-Bezirksliga Mitte
Das Derby hat keinen Verlierer verdient
Spvgg Cochem – SG Liebshausen 2:3 (2:3)
Cochem. In der Fußball-Bezirksliga Mitte kassierte die Spvgg Cochem eine 2:3 (2:2)-Heimniederlage gegen die SG-Liebshausen/Mörschbach/Argenthal. Für die Hunsrücker war es die Revanche für die 2:3-Hinspielniederlage, für die Cochemer war es die fünfte Niederlage im sechsten Spiel nach der Winterpause.
Nervenkitzel, Schock und Jubel – die 110 Zuschauer sahen ein echtes Derby mit zahlreichen Höhepunkten.
Den Anfang machte Schiedsrichter Lars Sonnen aus Wallenborn, der dachte, dass die Partie am Ostermontag über die Bühne gehen würde und nicht am Ostersonntag. Nachdem er benachrichtigt wurde, eilte er schnellstens aus der Eifel an die Mosel. Deshalb begann die Partie mit 70-minütiger Verspätung. Zuvor der erste Schock bei den Gästen: Beim Warmmachen zeigte sich, dass der verletzte Stammtorhüter Leon Roth nicht einsatzfähig war. Aufgrund fehlender Alternativen stellte sich Mittelfeldspieler Dominik Kunz in den Kasten.
Und es ging sofort los. Einen Schuss des Cochmer Rachad Adamou (3.) stoppte SG-Verteidiger Marvin Schulzki auf der Linie – der am Boden liegende Adamou (3.) setzte nach und netzte den Ball über ein vermeintliches Handspiel zur 1:0-Führung ins Netz. Als die aufkommende Aufregung verflogen war, stand Aushilfstorhüter Kunz im Mittelpunkt, als er einen Schuss von Adamou (12.) mit einer Glanzparade entschärfte. Eine Minute später glich der Liebshausener Erik Miltz (13,) zum 1:1 aus. In der 31. Minute foulte der SG-Akteur Stevenson Dörr den Cochemer Julian Schmitz elfmeterreif. Wer annahm, dass dies der Führungstreffer für die Einheimischen wäre, der wurde enttäuscht. Der gefoulte Schmitz trat selbst an und scheiterte am glänzend agierende Kunz. „Unglaublich, das war die Initial-Zündung für uns“, unterstrich SG-Trainer Sven Stoffel und er konnte sich kurze Zeit später freuen. Der Ex-Chochemer Michael Schlicht (36., 38.) brachte per Doppelpack seine Mannschaft mit 3:1 in Führung. Aber es war noch nicht Halbzeit, den der Spvgg-Angreifer Müllen (44.) verkürzte nach Querpass von Schmitz zum 2:3-Pausenstand. In der zweiten Halbzeit ging es bedeutend ruhiger zu und hier entwickelte sich der Aushilfskeeper Kunz zum besten Spieler seiner Mannschaft, der mehrere Einschussmöglichkeiten der Moselaner parierte. „Kleinigkeiten haben gegen einen starken Gegner gefehlt“, analysierte Nikolai Foroutan und fuhr fort: „Liebshausen hat mehr Durchschlagskraft und auch die Qualität die Chancen einfach wegzumachen.“ Er hatte auf jeden Fall bei seiner Mannschaft eine Fortsetzung des beim 0:0 in Oberzissen begonnenen positiven Trends gesehen. „Das spürt auch die Mannschaft, das nehmen wir in die nächsten Spielen mit“.
Spvgg Cochem: Sesterhenn, Johann, Heidger, Johann (76. Ritter), Müllen, Schmitt, Schmitz, Röser, Adamou (63. Nicolay), Bertram (86. Siderenko), Eberhardt.
SG Liebshausen: Kunz, Kauer, Praß, Peifer, Römer, Schlicht (90.+2 Volkweis), Krenn, Schulzki, Dörr (70. Liesenfeld), Vogt, Milz.
Schiedsrichter: Lars Jakob Sonnen (Wallenborn).
Zuschauer: 110.
Torfolge: 1:0 Moussa Adamou (3.), 1:1 Erik Milz (13.), 1:2, 1:3 Michel Schlicht (36., 38.), 2:3 Fabian Müllen (44.).
Besonderes Vorkommnis: SG-Torwart Dominik Kunz hält Foulelfmeter von Julian Schmitz (31., Cochem).
Vorschau: Am kommenden Samstag ist die Spvgg Cochem um 17.30 Uhr bei der SG Maifeld/Elztal zu Gast.
LS
