Lokalsport | 20.09.2019

DTM-Rennen 15 und 16 gingen in entscheidende Phase der Meisterschaft

„Das Heimrennen ist immer etwas Besonderes!“

Mike Rockenfeller stoppte ein technischer Defekt im ersten Rennen, im zweiten belegte der Neuwieder Rang 7

Mike Rockenfeller kurz vor dem Startim Gespräch mit Teamchef Ernst Moser von Audi Sport Team Phoenix.

Nürburgring. Die DTM-Rennen 15 und 16 gingen auf der verkürzten Variante der Nürburgring-Grand-Prix-Strecke in die entscheidende Phase der Meisterschaft. Eine Entscheidung im Titelkampf konnte fallen zugunsten von Rene Rast, denn der gewann auch in der letzten Saison an gleicher Stelle beide Läufe. Nur der Schweizer Nico Müller und der Fürther Marco Wittmann hätten fast noch gefährlich werden können in der Punkte-Tabelle.

Zum Heimrennen sagte Mike Rockenfeller: „Natürlich wollen wir ein gutes Ergebnis beim Heimrennen einfahren, doch die Strecke ist sehr abwechslungsreich und flüssig mit langsameren Abschnitten und Geraden sowie schnellen Kurven. Ein besonderes Charakteristikum der Strecke sind die großen Höhenunterschiede. In Turn 1 nach der schnellen Start-Ziel-Geraden werden unsere über 600-PS-starken Autos stark abgebremst – wie gesagt, eine schwierige Strecke. Auch die Reifen und das Set-Up werden hier eine große Rolle spielen. Das Set-Up muss einerseits dafür sorgen, damit die Reifen nicht vorzeitig abbauen, eine optimale Arbeitstemperatur zu erreichen. Wir wollen hier ein gutes Wochenende hinlegen, realistisch gesehen ist alles drin, das hat der Freitag schon in den freien Trainings gezeigt. Das ist ein erster Hinweis dafür, dass mein Audi RS 5 funktioniert. Insofern hoffe ich, dass wir ebenfalls ein gutes Ergebnis abliefern. Das Heimrennen ist immer etwas Besonderes, das Wetter soll auch mitspielen und auch die vielen Fans, die erwartet werden, werden uns unterstützen. Für mich in der Meisterschaft sieht es ja auch noch gut aus, denn mein Ziel ist es, in die Top 3 der Meisterschaft zu kommen. Trotz Heimrennen habe ich hier keine Vorteile, denn ich fahre hier auch nicht öfter als die anderen DTM-Jungs.“

Nun, die beiden Freitagstrainings wurden von Mike Rockenfeller und Rene Rast, dem Meisterschaftsführenden, bestimmt; einmal lag Rockenfeller ganz vorn und einmal der Mindener Rast. Im ersten Qualifying zu Rennen eins bestimmte Rene Rast auf Audi das Tempo und holte die Pole vor Bruno Spengler auf BMW und Nico Müller auf Audi. Mike Rockenfeller als vierter zeigte an, dass mit ihm beim Heimrennen zu rechnen sein würde. Zwischen Rast und Rockenfeller lagen im Quali nur winzige 266 Hundertstelsekunden.

Das 15. Rennen der Saison über die Distanz von 55 Minuten plus einer Runde wurde vom Polemann Rene Rast bestimmt. Nach dem Start konnte er seine Spitzenposition behalten. In Runde 16 kam er zum Pflichtboxenstopp, um neue Reifen aufziehen zu lassen. Er baute kontinuierlich seinen Vorsprung aus und gewann mit 10,7 Sekunden Vorsprung vor Bruno Spengler und Marco Wittmann.

Guter Start, super Rennen

Aber auch Mike Rockenfeller fuhr ein super Rennen und hatte einen sehr guten Start. Mit der richtigen Reifenstrategie kam er dem führenden Rast immer näher und es sah so aus, dass er dem Führenden so richtig Druck machen könnte. Doch für das Superrennen und die grandiose Aufholjagd wurde der Neuwieder nicht belohnt, denn auf dem sicheren zweiten Rang liegend schlug der Defektteufel zu und Rockenfeller ließ seinen Boliden langsam ausrollen, irgendetwas am Ölkühler, ein Leck verursachte den Ausfall.

Dazu Rockenfeller: „Wir hatten beim Start gebrauchte Reifen vom Qualifying drauf, der Rene Rast hatte neue Reifen drauf. Nach dem Pflichtboxenstopp, bei dem ich neue Reifen aufs Auto bekam, wusste ich, der Rene hat die alten Pneus drauf, das ist die Chance für mich, Boden gutzumachen auf den Führenden. Ich war deutlich schneller und hätte das Ding hier am Ring gewinnen können. Doch dann hatte ich Ölverlust und musste das Auto ausrollen lassen. Schade, aber das ist Racing. Trotzdem bin ich für das zweite Rennen morgen sehr zuversichtlich, meine Jungs im Team geben alles und keiner kann was dafür, wenn die Technik versagt.“

Gute Ausgangsposition fürs zweite Rennen

Am Sonntag – es herrschte strahlender Sonnenschein wie die Tage vorher – zeigte Rockenfeller, dass er zu den schnellsten im 18 Piloten starken DTM-Feld gehört, denn mit Rang drei im zweiten Qualifying legte er eine gute Ausgangsposition fürs zweite Rennen. Schnellster war der Engländer Jamie Green auf Audi vor Rene Rast auf Audi und Rocky. Auch hier die Zeitabstände im Hundertstelbereich.

Das Rennen, ebenfalls über eine Renndauer von 55 Minuten plus einer Runde, wurde von Polemann Jamie Green und Rene Rast bestimmt. Aber auch Mike Rockenfeller kam nach gutem Start gut ins Rennen. Auf der 3,629 Kilometer langen Piste ging es mit Tempo 290 Km/h den Hatzenbachbogen runter zur Schikane, vor der hart abgebremst werden musste. Im Laufe des Rennens enteilte Rene Rast dem übrigen DTM-Feld, nur Green hielt das Tempo mit, doch der Abstand wurde kleiner zwischen den Beiden an der Spitze. Und Mike Rockenfeller lag an toller dritter Stelle.

Nach den Pflichtboxenstopps der beiden Rast und Green ging der Champion von 2013 sogar in Führung, nach 19 Runden führte der Neuwieder vor Jonathan Aberdein aus Südafrika und Marco Wittmann. Rockenfeller kommt zum Boxenstopp, um sich neue Reifen zu holen. Es ist gut die Hälfte des Rennens absolviert, 7,1 Sekunden ist eine gute Zeit für den Reifenwechsel und Rocky reiht sich als sechster wieder in das Rennen ein. Green führt mittlerweile das Rennen an, durch die noch vollzogenen Boxenstopps der Piloten ändern sich laufend die Positionen. 17 Minuten an Rennaction stehen noch an und Rockenfeller hat den guten Platz sechs inne.

Robin Frijns aus Holland kämpft gegen Rene Rast und geht an ihm vorbei, die Fans sind begeistert bei so einem tollen Überholmanöver. Jonathan Aberdein, Markenkollege von Rockenfeller, geht am Neuwieder kurz vor Schluss des Rennens vorbei, der auf Rang sieben zurückfällt. Die letzte Runde läuft und immer noch ist es spannend an der Spitze, denn Frijns greift den führenden Jamie Green an, kommt aber nicht vorbei, sodass Green als Erster durchs Ziel rast vor Frijns und Rast, der zum zweiten Mal in seiner Karriere DTM-Champion wird. Mike Rockenfeller wird am Ende siebter.

Falsche Strategie gewählt?

„Das Qualifying war sehr gut mit Platz drei. Im Rennen hatte ich einen guten Start und konnte mich somit in der Spitzengruppe festsetzen, mein Auto lief super. Der Nachteil war, dass die Reifen ziemlich stark eingebrochen sind, sprich abgebaut heben. Im

Nachhinein haben wir einfach die falsche Strategie gewählt, weil wir zu lange draußen geblieben sind und damit hinter die anderen Piloten gefallen sind, die schon früh im Rennen an die Box gekommen sind. Deswegen sind wir dann am Ende leider nur siebter geworden. Trotzdem habe ich hier wichtige Punkte geholt, denn mein Ziel muss jetzt sein, die Meisterschaftstabelle als dritter zu beenden“, so Rockenfeller.

In der aktuellen DTM-Tabelle rangiert der Neuwieder mit 145 Punkten auf dem vierten Gesamtrang. Führender und DTM-Champion 2019 ist der Mindener Rene Rast auf Audi RS 5 DTM mit 279 Zähler vor Nico Müller aus der Schweiz auf Audi mit 223 Punkten und BMW M4 Pilot Marco Wittmann mit 182 Zählern. Das DTM Finale findet auf dem Hockenheimring vom 2. bis 3. Oktober 2019 statt.

DEB

„Das Heimrennen ist immer etwas Besonderes!“

Im zweiten Rennen belegte der Neuwieder Rang 7. Fotos: DEB

Im zweiten Rennen belegte der Neuwieder Rang 7. Fotos: DEB

Mike Rockenfeller kurz vor dem Start im Gespräch mit Teamchef Ernst Moser von Audi Sport Team Phoenix.

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