Wettkampfgemeinschaft Metternich/Rübenach/Boden, Rheinland-Pfalz-Liga im Ringen
Das Unentschieden war ein gefühlter Sieg
Glückliche Punkteteilung in Friesenheim – Marlon Schaefer machte am Ende alles richtig
Friesenheim. Der Kampf beim KSC Friesenheim begann schon unter der Woche. Weitere verletzungs- und krankheitsbedingte Ausfälle nahmen den Verantwortlichen jeglichen Spielraum für Aufstellungsvariationen, so mussten sogar zwei Gewichtsklassen unbesetzt bleiben. Unter diesen Bedingungen glaubte kaum einer an eine reelle Chance. Die Gastgeber konnten ihrerseits die 57 Kiloklasse nicht besetzen, somit gingen die ersten vier Zähler auf die WKG-Seite. Im Schwergewicht stand Kevin Kreutz ein ebenbürtiger Gegner gegenüber. Lediglich eine Wertung fiel im gesamten Kampfverlauf, die dem Heimringer Marcin Cichon einen knappen 2:0-Punktsieg bescherte. Markus Peifer stellte sich erneut in den Dienst der Mannschaft und hielt auch lange gegen den 13 Kilo schwereren Fathih Kes den Kampf offen. Nach einem eigenen Wurf nutzte Kes seine Gewichtsvorteile, übertrug Peifer und schulterte ihn.
Im Kampf zwischen Muhammed Ahmet Kes und Marvin Schönbild ging es hin und her. Beide Ringer schenkten sich nichts. Unter dem Jubel der Mannschaft und der mitgereisten Anhänger schulterte Schönbild beim Stand von 8:8 seinen Widersacher. In der Freistilbegegnung bis 86 Kilogramm geriet Philipp Dieterle schnell in Rückstand. Ruhig wartete er auf einen Fehler von Rahmatullah Taheri. In der nächsten Situation im Bodenkampf konnte ihn Dieterle abklemmen und nach heftiger Gegenwehr schultern. Jetzt merkten alle, dass da noch was drin war.
Frederik Brandt fand gegen Ioannis Tsormpatzoglou keine Mittel. Der Friesenheimer war im Stand stabil und punktete seinerseits am Boden. Am Ende musste sich Brandt mit 0:11 geschlagen geben. Nachdem die beiden kampflosen Gewichtsklassen jeweils mit vier Punkten für die Hausherren gewertet wurden, stand es vorm letzten Kampf 16:12 für die Gastgeber. Marlon Schaefer musste nun eine „Vier“ holen, um das Unentschieden klarzumachen. Von der Ecke gut eingestellt, machte Schaefer auch alles richtig und beförderte seinen Gegner Muhammed-Ünal Yilmaz nach 90 Sekunden mit einen sehenswürdigen Kopf-Hüftschwung auf die Schultern. Das Unentschieden war ein gefühlter Sieg und wurde dementsprechend gefeiert.
