SV Eintracht Mendig - Abteilung Tischtennis
Den Favorit ins Wanken gebracht
Mendig. Den Spielern der Eintracht stand in der 1. Rheinlandliga als bereits so gut wie feststehender Absteiger der schwere Gang zum Tabellenzweiten SG Lahnbrück-Fachbach bevor. Aber anstatt sich die erwartet hohe Niederlage schicksalsergeben abzuholen, hielten die Mendiger erstaunlich erfolgreich dagegen. Das Doppel Daniel Dechert/Patrick Assenmacher siegte deutlich mit 3:0, während sich Henrik Euteneuer/Jonathan Bogolowsky unglücklich im Entscheidungssatz (13:11) geschlagen geben musste. Euteneuer und Dechert zeigten sich im Spitzenpaarkreuz (beide 3:0-Sieger) überlegen, so dass die Mendiger zum Erstaunen aller zwischenzeitlich sogar mit 3:2 in Führung gingen. Dann aber bekamen die Gastgeber einen Lauf und gewannen sechs Einzel in Folge. Erneut im Pech musste Dechert seinem Gegner erst nach dem fünften Satz gratulieren. Als alles schon verloren schien, bäumten sich die Vulkanstädter noch einmal auf und konnten nach Erfolgen von Bogolowsky, Assenmacher (im Fünften mit 15:13) und Dr. Claus Court auf 6:8 herankommen. Letztlich hatten die Gäste aber die 9:6-Niederlage zu akzeptieren, boten aber für einen Absteiger eine überraschend beherzte Leistung, bei der der krasse Unterschied in der Tabellensituation so nicht erkennbar war.
Freud und Leid beim Reserveteam
Bei der Pokalbegegnung der in der 1. Bezirksliga spielenden Zweitvertretung Mendigs mit dem wahrscheinlichen Aufsteiger aus der 2. Bezirksliga, dem TuWi Adenau, konnten sich die Mendiger endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis erkämpfen. Mirko Heuft, Niklas Kohlhaas und Max Seul erwiesen sich in teils engen Partien als überlegen und konnten mit einem 4:2-Erfolg die Heimreise antreten.
Im Halbfinale trifft das Team nun auf den TTC Karla.
Anders waren die Karten im folgenden Meisterschaftsspiel gemischt. Da die Mendiger Heimspielhalle wegen der Landtagswahlen gesperrt war, wich man nach Andernach aus. Dort empfingen die bereits als Absteiger feststehenden Mendiger den Tabellenprimus, die TTG Torney/Engers. Offenbar durch den Pokalsieg positiv motiviert, trumpften die Absteiger unverkrampft und sensationell gut auf. Allerdings nicht von Anfang an, denn alle drei Doppel holten sich die Torneyer. Bei den Einzeln dann aber bewiesen sie, dass sie spielerisch in dieser Liga durchaus mithalten können. Im Spitzenpaarkreuz konnten die Überflieger dieser Spielklasse, Carmelo Campailla und Heiko Ziolkowski, von Mirko Heuft und Steven Schneider jeweils im Entscheidungssatz bezwungen werden. Da auch Niklas Kohlhaas und Jiraphat Bunsong nach heißem Kampf siegten, ging die Runde der Überkreuzvergleiche mit 4:2 an die Mendiger. Bei den Direktvergleichen konnten die an diesem Tag in Bestform auftrumpfenden Heuft und Kohlhaas ihre Erfolge wiederholen und auch Luca Briesch, Ersatzmann für den erkrankten Dieter Uenzen, holte einen Punkt. So zeigten sich die Außenseiter aus Mendig dem Favoriten bei den Einzeln mit 7:5 überlegen. Dass es dennoch nicht zu einem Punktgewinn reichte, lag an dem desaströsen Abschneiden der Doppel, die die Gäste mit 4:0 dominierten. Die Niederlage mit 7:9 zeigt die wahren Leistungsmöglichkeiten von Mendigs Reservisten, die aber wiederum für ihren Einsatz nicht belohnt wurden.
Achtungserfolg blieb aus
Mendigs 3. Herrenmannschaft trat in der 2. Bezirksliga am vergangenen Freitag beim Tabellenvorletzten TTC Karla II an. Als leidgeprüfter und ungewollter Träger der Roten Laterne hofften die Mendiger endlich auf einen Punktegewinn. Schließlich hatten sie in der Herbstrunde die bisher einzigen Zähler beim 9:7 gegen eben diesen Gegner holen können. Beide Teams boten das Beste auf, was zur Verfügung stand und es entwickelte sich eine muntere Partie. Aber die Felle schwammen den Vulkanstädtern schnell davon. Schon die Eröffnungsdoppel gingen an die Gastgeber und auch die ersten Einzel sahen Karla im Vorteil. Erst beim Zwischenstand von 5:0 gelangen Andy Weingart und Stefan Hilger die ersten Punktgewinne. Zu größeren Hoffnungen gab es im Weiteren aber keinen Anlass, denn nur noch Volker Scheider konnte auf Mendiger Seite als Sieger vom TT-Tisch gehen. So endete die Partie der beiden Absteiger mit einem in dieser Höhe nicht zu erwartenden 9:3 für die Gastgeber. Am Kampfeswillen hatte es der Eintracht nicht gefehlt, aber um in dieser Spielklasse zu bestehen, hätte mehr in Trainingsbereitschaft und -zeit investiert werden müssen. Trotz der zahlreichen Niederlagen ist nach wie vor Kameradschaft und Lockerheit im Team zu verspüren. Und eine positive Stimmung ist wichtig für den zukünftigen Zusammenhalt des Absteigers.
Siegreiche Woche der Vierten
Zuerst stand das Pokalviertelfinale in der Herren-D-Klasse auf dem Wettkampfkalender. Wie kürzlich in der Meisterschaft, stand erneut der SV Hatzenport-Löf III als Gegner in der Halle. Auch diesmal verbuchten die Mendiger mit Hans Roth, Albert Munk und Martin Wranik einen klaren Sieg (4:1) und zogen damit in das Pokalhalbfinale ein. Am folgenden Donnerstag lief das Team dann in der 3. Kreisklasse beim Tabellenletzten SV Kail II auf. Die favorisierte Eintracht brachte diese Pflichtübung erwartungsgemäß mit Erfolg hinter sich und trat mit einem deutlichen 8:2-Ergebnis die Heimreise an. Grundlage waren die Punktgewinne beider Doppel. Je zwei Einzelerfolge errangen Roth und Wranik, während Munk und Michael Schreiber je einmal punkten konnten. Damit liegen die Mendiger beim Rennen um die Medaillenplätze nach wie vor gut im Rennen.
