Lokalsport | 27.06.2016

Laufgemeinschaft Laacher See - Genussmarathon Vignoble d´Alsace

Der Genuss stand beim Ausflug ins Elsass im Vordergrund

Die Laufgemeinschaft waren als „Teufelsläufer aus der Eifel“ unterwegs

Ein Teil der „Teufelsläufer“ vor dem Start.privat

Molsheim/Frankreich. Vor Kurzem fuhr eine Gruppe der LG Laacher See und Mitglieder des LA TUS Mayen in das elsässischen Städtchen Molsheim in der Nähe von Straßburg, um am 12. Genussmarathon Vignoble d´Alsace teilzunehmen.

Die Stadt Molsheim ist berühmt für seine Automobile. Ettore Bugatti ist einer der Persönlichkeiten dieser Stadt. Noch heute werden die Bugattis hier gefertigt. Aber auch sonst hat dieses kleine Städtchen viel zu bieten. Landschaft und Natur, verschiedene Festungen und Straßburg sind nur wenige Kilometer entfernt. Am Vortag des Marathons besuchten die Sportler die Kaiser Wilhelm Festung in Mutzig. Diese wurde vor dem ersten Weltkrieg erbaut und galt zur damaligen Zeit als eine der modernsten Festungsanlagen der Welt.

Auf dem über 250 ha Größen Festungsgelände kann man mithilfe des Deutsch/Französischen Vereins „Fort de Mutzig“ einen Teil der Anlage besichtigen. In 2,5 Stunden wird man durch viele unterirdische Räume, Infanteriebunker, Bäckereien, Brunnenanlagen, Küchen, Räume mit riesigen Stromgeneratoren und auch einem neu restaurierten Lazarett geführt.

In den vergangenen 30 Jahren entwickelte der Verein die Feste nicht nur zu einem Tourismusmagneten, sondern machte aus ihr ein aktives Symbol für Frieden und Völkerverständigung. Abends war dann die Spätzleparty angesagt. Ab 18 Uhr gab es ein mehrgängiges Menü und guten Elsässer Wein satt. Die Nähe zu Deutschland machte sich auf der Party bemerkbar, viele deutschsprachige Partyhits wurden gespielt und auch von dem heimischen Publikum begeistert mitgesungen. Es ging das Gerücht, dass die letzten Gäste die Partyräume um 3 Uhr in der Früh verlassen haben. Die Mitglieder der Laufgemeinschaft waren frühzeitig wieder im Hotel, es war immerhin noch Fußball EM und am nächsten Morgen stand der Genussmarathon auf dem Programm.

Genussmarathon bedeutet, dass nicht nur der Sport im Vordergrund steht, sondern auch Spaß, Lachen, Freude, Verkleiden und in Gruppen gemeinsam laufen. Es gibt alle zwei bis drei km einen Verpflegungspunkt, an dem Elsässer Spezialitäten wie Fisch, Pasteten, Käse oder auch Süßspeisen und immer ein vom ortsansässigen Winzer gemachter Wein probiert werden. Dies alles gewürzt mit Musikdarbietungen oder anderen Überraschungen. Es ist ein großer Spaß, viele Teilnehmer sind mit einem Kostüm unterwegs, so auch die LG Gruppe, als die „Teufelsläufer aus der Eifel“. Für Klaus Jahnz begann der Lauf schon um 8 Uhr in der Früh. Er startete auf der Marathon Distanz über 42,2 km. Der Rest der Teufelsläufer ging um 10 Uhr im kleinem Weindorf Scharrachbergheim an den Start, für sie reichte es an elf Stationen Hering, Würstchen, Pastete oder Flammkuchen zu verspeisen. Es ging entlang des Flüsschens Mossig, durch die Weinberge zum nördlichsten Ort der Strecke nach Wangen, weiter über Stock und Stein, vorbei an vielen Reben bis zur Verpflegungsstelle Tränheim hoch oben zwischen den Rebstöcken. Dort gab es den Munsterkäs, er roch fast strenger als so mancher Läufer, lecker war er trotzdem mit einem kalten Glas Riesling. Klaus konnte uns an dieser Station endlich überholen, ohne viel zu essen machte er sich schnell auf die Strecke, um mit einer Gesamtzeit von 4:59:59 Std. ins Ziel zu kommen. Die anderen Läufer machten weiter mit dem Genuss, über Sulzbach und entlang des Breuschkanals nach Alvolsheim mit der Kirche Dompeter. Am letzten Weinstand, ca. 550 Meter vor dem Ziel, lockte eine Rockband die Läufer zum eiskalten Riesling Sekt und leckerem Lebkuchen zum Dessert des Laufmenüs. Dieser Einladung konnten die Teufelsläufer nicht widerstehen, es wurde nicht nur ein Glas getrunken und so geschah es, dass die beiden Walkerinnen, Elisabeth Waldorf und Christiane Münzel, leider keinen Sekt mehr bekamen. Die letzten Meter bis zum Ziel ging es leicht beflügelt hinab zum Marktplatz in Molsheim. Die Zielzeiten lagen zwischen 3:12:03 und 3:31:42 Std., aber das war ja nicht das Wichtigste. Die zwei Walkerinnen erreichten das Ziel noch vor dem Besenwagen (Voiture Balai) unter vier Stunden in einer Zeit von 3:59:30. Eigentlich sollten sie ja zu dritt sein. Bereits beim Frühstück meinte Jürgen Schlegel, dass er es heute noch mal angehen möchte. Schon vor dem Start in Scharrachbergheim scharrte er mit den Hufen und der Gaul ging mit ihm durch. Seine Mühe hat sich ausgezahlt und er erfuhr eine besondere Ehrung. In der Altersgruppe Veteranen 4 wurde er mit seinen 78 Jahren für den dritten Platz auf der Halbmarathonstrecke in 2:30:23 Std. ausgezeichnet. Er freute sich über einen großen Präsentkorb mit elsässischen Spezialitäten. Mit seinen Lauffreunden tanzte der Kölner und trank so manches Gläschen Wein bis zum Schluss der AfterRunParty. Den wunderschönen Tag ließen die Sportler bei einem leckeren Essen in einem einheimischen Lokal ausklingen.

Weitere Laufveranstaltungen

Auch Kurt Wölwer fuhr in das benachbarte Ausland und startete beim Luxemburger Marathon über die Halbmarathondistanz. Nach 2:15 Stunden erreichte er zufrieden das Ziel. Ein prima Rennen lief Dr. Parvis Torbati beim Stadtlauf in Gerolstein. Mit einer Zeit von 40:51 Min. über die 10 km Strecke belegte er den 3. Platz in seiner Altersklasse. „Es ist keine Bestzeitenstrecke, klar bei dem typischen Steigungsprofil der Eifel, aber die vier Innenstadtrunden waren ein schönes Training.

Bitte vormerken

Am Sonntag, 18. September findet der 41. Int. „Lauf Rund um den Laacher See“ mit 12. PSD Bank Cup statt. Start und Ziel auf dem Klosterparkplatz Maria Laach. Weitere Informationen und Anmeldung finden Interessierte unter www.lglaachersee.de. Für Rückfragen und weitere Informationen stehen Elisabeth Waldorf Tel. (01 71) 9 16 20 11 und Klaus Jahnz Tel. (01 75) 2 96 21 72) allen Interessierten zur Verfügung.

Pressemitteilung

Laufgemeinschaft Laacher See

Ein Teil der „Teufelsläufer“ vor dem Start.Foto: privat

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