SG OASF/Barweiler
Derby gegen Müllenbach endet mit glücklichem Punktgewinn
SG OASF/Barweiler – DJK Müllenbach 1:1 (1:0)
Antweiler. Am Sonntagmittag stand in Antweiler das zweite Derby innerhalb von zwei Wochen auf dem Programm, als die SG OASF/Barweiler vor der stolzen Kulisse von 95 Zuschauern die bis dahin verlustpunktfreie DJK Müllenbach empfing. Mit 17 Spielern war der Kader der Heimmannschaft ungewohnt gut bestückt, sodass sie mit einem guten Gefühl in die Partie gehen konnte.
Bemerkenswerterweise konnten die Gastgeber wie schon in den letzten beiden Partien mit einem Blitzstart den Führungstreffer erzielen, und das in Folge eines mustergültigen Spielaufbaus gegen offensichtlich noch unsortierte Müllenbacher. Nach eigenem Torabstoß gelangte der Ball über Christian Lückenbach und Max Niggemann zu Peter Klein, der mit einem sehenswerten Diagonalpass Sturmpartner Luca Wald in Szene setzte. Dieser nutzte seinen gewaltigen Freiraum, um von der rechten Seite in den Strafraum zu ziehen und nach 63 Sekunden platziert einzuschieben. In der Folge bestimmten die um eine schnelle Antwort bemühten Gäste das Spiel, konnten sich allerdings gegen die erneut blendend aufgelegte und organisierte Oberahrtaler Defensive nur sehr wenige klare Chancen erspielen. Eine Ausnahme bildete ein satter Volleyschuss des Spielmachers Michael Daun, welchen Marcel Ley mit einer sensationellen Parade aus dem Winkel fischen konnte.
Ansonsten setzte Müllenbach in erster Linie auf lange Bälle in die Spitze und Standardsituationen, allerdings konnten fast alle Hereingaben durch die kopfballstarken Verteidiger der Hausherren entschärft werden. Gefährlicher wurde es auf der Gegenseite, als sich Peter Klein eine gute Gelegenheit zum 2:0 bot. In Folge eines Konters zog er von der linken Seite in den Strafraum, legte sich das Spielgerät dann aber minimal zu weit vor und konnte es somit nicht mehr am ihm entgegen stürzenden Torwart Felix Hens vorbeibringen.
In der zweiten Halbzeit ließen sich die Platzherren zu Beginn zum wiederholten Male an den eigenen Strafraum drängen, da sie offensichtlich noch teilweise mit den Gedanken in der Kabine waren. Als logische Folge boten sich der nun mit mehr Vehemenz angreifenden DJK kurz nach Wiederanpfiff zwei erstklassige Möglichkeiten zum Ausgleich.
In der ersten Szene gelangte eine Hereingabe von Stefan Emmerichs, allerdings bedingt durch einen Platzfehler, zu Daun, der freistehend aus kurzer Distanz über das Tor zielte. Kurz darauf verschaffte sich Felix Hens, der derzeit beste Torschütze der Liga, welcher ansonsten bei den OASF-Verteidigern nahezu komplett abgemeldet war, am rechten Fünfereck Platz, setzte den folgenden Abschluss aber meterweit am langen Eck vorbei. Dennoch wurde die Passivität der Heimmannschaft nach einer Stunde bestraft. Nach einer Flanke von Simon Schmitgen von der linken Außenbahn hatte die Abwehrkette ausnahmsweise einmal nicht die Lufthoheit inne, stattdessen stieg Daun in der Mitte hoch und brachte die Kugel mit einem sehenswerten Kopfball im langen Eck unter. Anschließend fand die SG OASF/Barweiler ihre Zweikampfstärke und die gute Organisation im Spiel gegen den Ball durch eine taktische Umstellung wieder und konnte den weiterhin mit vielen Flanken und Diagonalpässen operierenden Gegner größtenteils aus der gefährlichen Zone fernhalten. Ihrerseits versuchten die Gastgeber immer wieder Nadelstiche zu setzen. Tatsächlich ergaben sich vereinzelte Halbchancen durch Peter Klein und Denny Naumann, wirklich gefährlich wurde es bei diesen Angriffen allerdings nicht. Doch auch auf der Gegenseite geriet das Tor von Marcel Ley kaum noch in ernsthafte Bedrängnis, mit Ausnahme einer verunglückten Flanke von Daniel Lares, die sich auf die Latte senkte. Somit konnten sich die Gastgeber letztlich mit einem Punktgewinn für ihren leidenschaftlichen Kampf belohnen.
Fazit: Nach dem Traumstart mit dem frühen 1:0 entwickelte sich ein sehr intensiv, aber auch sehr fair geführtes Derby, in dem die DJK deutlich mehr Spielanteile besaß, sich aber in schöner Regelmäßigkeit am Defensivkonstrukt der Gastgeber die Zähne ausbiss, die bis auf die Viertelstunde nach der Pause den Gegner weitestgehend unter Kontrolle hatte und es verstand, die statistisch gesehen beste Offensive der Liga über weite Strecken in Schach zu halten.
Somit ist der Punktgewinn gemessen am Chancenverhältnis nicht einmal als unverdient zu bezeichnen. Mit acht Punkten aus sechs Spielen ist das erste Viertel der Saison als absolut gelungen zu bezeichnen, zumal es bisher fast ausschließlich gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte ging. In den folgenden Partien wird es nun darum gehen, den Vorsprung auf die Abstiegsplätze nach Möglichkeit auszubauen.
