Lokalsport | 13.02.2017

Handball der Turnerschaft Bendorf 1861/1890 e.V.

Derbysieger: Bassem geschlagen

Rheinlandliga: TSB I – TV Bassenheim 34:22 (17:11)

TSB-TorwartBjörn Boinski konnte sichbeim Spiel gegen Bassemauf sein starkes Teamverlassen.Foto: Privat

Bendorf. Das war eine klare Angelegenheit: Im Duell der beiden Handball-Rheinlandligisten aus dem Koblenzer Raum hat die Turnerschaft Bendorf den TV Bassenheim bei ihrem 34:22 (17:11)-Erfolg mit einer deutlichen Niederlage nach Hause geschickt. Dadurch hat das Team von Trainer Christoph Barthel, der in der kommenden Saison den HV Vallendar trainiert seinen zweiten Tabellenplatz (22:8 Punkte) vor der HSG Mertestdorf (21:7) verteidigt, während Bassenheim jetzt wieder ein negatives Punktekonto verzeichnet.

In der WRG-Arena zeigten die Hausherren von Beginn an, dass sie eben auch genau das sein wollten: Herr im Haus. Bassenheim konnte einen 0:2-Rückstand nach drei Minuten beim 2:2 noch egalisieren, doch dieses zwischenzeitliche Remis sollte das letzte knappe Resultat im weiteren Spielverlauf bleiben. Allerdings mussten die Gäste die Reise über den Rhein auch mit einem Miniaufgebot antreten, bei dem neben neun Feldspielern nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Thorsten Flöck neben Alexander Klapthor diesmal auch Volker Weyer das Tor hütete. Bassenheims Schlussleute bekamen dann nach dem 2:2 gegen die energisch aufs Tempo drückenden Rechtsrheinischen auch alle Hände voll zu tun. 6:2 hieß es dann auch bereits nach achteinhalb Minuten und diese Führung bauten die Gastgeber anschließend bis zur Pause noch auf sechs Tore aus. Insbesondere im Bendorfer Angriff, in dem sich vor allem Marco Lebernegg (12 Tore) in Szene setzte, lief es wie am Schnürchen.

Dennoch mussten sich die Bassenheimer zumindest in kämpferischer Hinsicht nichts nachsagen lassen, denn bis zur 43. Minute arbeiteten sie sich sogar nochmals auf 18:22 heran. Nach 45 Minuten und einem 19:22 aus TVB-Sicht war dann aber der Akku alle. Drei weitere Bendorfer Treffer zum 25:19 aus Sicht der Falken zogen den Gästen nun endgültig den Stecker. Die bisherige Gegenwehr der Gäste versandete allmählich und aus dem angestrebten achtbaren Resultat wurde doch noch ein Zwölfer-Päckchen, über das Bassenheims Trainer Michael Schröder meinte: „Bendorf war uns in allen Belangen überlegen und hat verdient gewonnen. Mit unserem Rumpfkader waren wir personell alternativlos. Trotzdem konnten wir ja bis zur 45. Minute den Rückstand mit vier Toren Differenz erträglich gestalten. Danach liefen wir aber auf dem Zahnfleisch und leisteten uns zu viele Ballverluste, die Bendorf zu einfachen Gegenstoßtoren nutzte. Das Spiel müssen wir jetzt schnell abhaken und nach vorne schauen.“ Auch Bendorfs Trainer Barthel wusste die Personalsituation des Gegners richtig einzuschätzen, denn er meinte nach der Partie. „Bassenheim war ersatzgeschwächt und so konnten wir mit Fabian Gerlach den einzigen torgefährlichen Rückraumspieler der Gäste mit einer Positionsverteidigung an die kurze Leine nehmen. Wir haben es bis Mitte der zweiten Hälfte ganz ordentlich gemacht, wenn auch teilweise zu hektisch, sodass Bassenheim bis auf vier Tore rankam. Aber nach einer Auszeit lief es dann flüssiger und schneller, sodass wir dann auch in dieser Höhe gewonnen haben.“

Es spielten für die TS Bendorf: Boinski, Kunz – Lebernegg (12/4), Schaub (5), Dreidoppel (4), Gutfrucht (4), Litzmann (4/2), Engler (2), Acar (1), Becher (1), Kersten (1), Barreteau und Mohrs.

TSB-Torwart Björn Boinski konnte sich beim Spiel gegen Bassem auf sein starkes Team verlassen. Foto: Privat

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