Lokalsport | 19.05.2025

Fußball-Bezirksliga Mitte, 29. Spieltag

„Die Mannschaft hat mich zum Meister gemacht“

SV Eintracht Mendig steigt am Samstag auf dem Sofa in die Rheinlandliga auf und fegt am Sonntag den SSV Boppard mit 7:1 (4:0) vom Platz

In der neuen Saison in der Rheinlandliga heißen die Gegner nicht mehr SSV Boppard oder TuS Rheinböllen, sondern SG 99 Andernach, Ahrweiler BC oder SG Vordereifel.  Fotos: SK

Mendig. Vor zwei Jahren war die damalige SG Eintracht Mendig/Bell sang- und klanglos aus der Fußball-Rheinlandliga abgestiegen, nach zwei Jahren in der Bezirksliga Mitte kehrt sie als SV Eintracht Mendig wieder in das Oberhaus des Fußballverbands zurück. Die Sache hatte nur einen Haken: Die Mendiger kommen als Sofa-Meister daher. Durch den 3:2 (0:1)-Erfolg der Reserve des Ahrweiler BC am Samstag über den FV Rübenach stand der Aufstieg fest. Die kurzfristig anberaumte Feier im Clubheim an der Brauerstraße endete in den frühen Morgenstunden. Das hinderte den Meister aber nicht daran, Absteiger SSV Boppard am Sonntagnachmittag mit 7:1 (4:0) vom Platz zu fegen. Lediglich bei den offiziellen Feierlichkeiten ging es etwas weniger emotional zu.

„Wir sind das beste Team der Hinrunde und der Rückrunde, führen die Auswärts- und Heimtabelle an und sind zudem die fairste Mannschaft. Wir haben auf allen Ebenen die Superlative erreicht“, freute sich Trainer Damir Mrkalj, dem Tränen in den Augen standen. „Die Mannschaft hat mich zum Meister gemacht. Wir haben alles vorgegeben, sie sind uns gefolgt. Ich bin so stolz auf die Jungs, sie sind für mich wie eigene Söhne und vor allem gute Menschen.“

Nach der katastrophalen Rückrunde der Saison 2023/2024 (nach der Hinrunde lag die Eintracht auf Platz eins) sei der Kader nicht nur körperlich, sondern auch mental gebrochen gewesen. „Ich vergesse so etwas nicht so schnell. Vom ersten Tag an haben wir alle über die Belastungsgrenze hinaus gearbeitet und erst gegen Metternich die erste Niederlage erlitten“, blickte Mrkalj zurück. „Die Vorbereitung nach der Winterpause verlief ähnlich, acht Wochen lang wurde geschuftet. Ich wollte einen solchen Absturz nicht mehr erleben. Niemand hat sich über das hohe Niveau beschwert.“

Dass im Erfolg die meisten Fehler gemacht werden, ist für den Übungsleiter nichts Neues. „Wir wollen die jetzige Zeit genießen und keine falschen Versprechungen machen. Auch in der Rheinlandliga wollen wir einen Umbruch einleiten. Der Klassenverbleib ist nicht unbedingt Bedingung, alles muss sich aber weiterentwickeln“, so Mrkalj. „Vor allem wünsche ich mir mehr Zuschauer bei unseren Heimspielen. Das hat sich die Mannschaft verdient, sie ist quasi in Vorleistung getreten.“

SV Eintracht Mendig: Robin Rohr, Milan Rawert (31. Johannes Limbach, Pascal Zimmer, Alexej Eberhardt, Nikolas Groß (63. Michael Koch), Daniel Ley (28. Leonard Zerwas), Jamil Mohamed (58. Lars Assenmacher), Carsten Thelen, Tim Montermann (52. Julian Groß), Niklas Heinemann, Brice Braquin.

SSV Boppard: Julian Spöri, Jan Michelisz, Nikolas Block (82. Valentin Konter), Gabriel Petrovici, Cagdas Karabalci, Louis Männchen, Stefan Flettner, Marcus Würfel, Jan Simon, Philipp Dreckmann (82. Kai Dshoraew), Jonas Link.

Schiedsrichter: Vincent Hardt (Nassau).

Zuschauer: 200.

Torfolge: 1:0 Milan Rawert (2.), 2:0 Tim Montermann (28.), 3:0 Jan Michelisz (42, Eigentor), 4:0 Leonard Zerwas (44.), 5:0 Pascal Zimmer (51.), 5:1 Nikolas Block (53.), 6:1, 7:1 Johannes Limbach (55., 90.).

Letzte Aufgabe für den SV Eintracht Mendig: am Samstag, 24. Mai, um 17 Uhr beim TuS Oberwinter.

Letzte Aufgabe für den SSV Boppard: am Samstag, 24. Mai, um 17 Uhr gegen den SV Anadolu Spor Koblenz.

Die obligatorische Bierdusche sollte bald folgen.

Die obligatorische Bierdusche sollte bald folgen.

In der neuen Saison in der Rheinlandliga heißen die Gegner nicht mehr SSV Boppard oder TuS Rheinböllen, sondern SG 99 Andernach, Ahrweiler BC oder SG Vordereifel. Fotos: SK

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