SG Vordereifel Müllenbach – VfB Linz 3:1 (3:0)
Die Schuster-Elf schenkt dem Gegner drei Tore
Linz. Am elften Spieltag der Fußball-Rheinlandliga unterlag der VfB Linz beim Mitaufsteiger SG Vordereifel Müllenbach verdient mit 1:3 (0:3). Während die Gastgeber durch den Dreier ihre kurze Durststrecke beendeten und sich auf den dritten Tabellenplatz schoben, blieben die Kaiserberger auch im fünften Auswärtsspiel ohne Punktgewinn und nahmen Kontakt zu den Abstiegsplätzen auf.
Die lebhafte und abwechslungsreiche Partie war praktisch nach einer halben Stunde zugunsten der Platzherren entschieden. Zwei schwerwiegende Fehler von VfB-Keeper Clemens Möhring, ein Doppelpack von SG-Torjäger Lukas Mey (18., 30.) und ein Treffer von Julian Schmitz (20.) sowie eine harmlose VfB-Elf führten zur 3:0-Halbzeitführung der Einheimischen. Nach der Pause wehrten sich die Gäste vehement gegen die drohende Niederlage und verkürzten durch Linus Tücke (52.) auf 3:1. Nicht nur die 250 Zuschauer, sondern auch die Akteure auf und neben dem Platz waren sichtlich verwundert, als Schiedsrichter Dr. Marc Schiry dem VfB-Spielführer Niklas Klein (55.) wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit gegen den SGV-Akteur Schmitz die Rote Karte zeigte. „Ich verstehe die Welt nicht mehr“, zeigte sich Klein von der Fehlentscheidung des Unparteiischen schockiert. „Eine solche Fehlentscheidung habe ich noch nicht erlebt.“ Da die Diskussionen nicht enden wollten, wendete Schiry die neue Stopp-Regel an und setzte eine zehnminütige Unterbrechung an. Auch in Unterzahl dominierten die Schuster-Schützlinge anschließend den Spielverlauf, ein Treffer wollte aber nicht mehr fallen. Es fielen zwar keine Tore mehr, aber zwei Rote Karten wurden noch gezogen. Der SG-Torjäger Mey (76.) wegen einer Tätlichkeit und der Linzer Finn Schlebach (88.) wegen einer Notbremse wurden noch vorzeitig zum Duschen geschickt. „Wir haben Vordereifel die Tore geschenkt und dann ist das schon verdient, wenn du 0:3 hinten liegst“, suchte VfB-Coach Thomas Schuster nach dem Abpfiff nicht nach Ausreden und fuhr fort: „Der Bruch in unserem Spiel kam nach der überzogenen Karte, die gab die Situation einfach nicht her.“ Der SG-Coach Tobias Jakobs meinte nur: „Es war in der zweiten Halbzeit ein komisches Spiel.“
VfB Linz
Möhring, Klein, Becker, A. Siljkovic (83. Fiebiger), M. Silkovic, Krupp (63. Schlebach), Zlatkov, Moritz Rott, Tücke (90.+1 Sahlan), Juniku, Schopp.
Torfolge
1:0 Lukas Mey (18.), 2:0 Julian Schmitz (20.), 3:0 Mey (30.), 3:1 Linus Tücke (52.).
Besondere Vorkommnisse
Rote Karte gegen Niklas Klein (55., Linz) und Lukas Mey (76., Vordereifel) wegen einer Tätlichkeit; Rote Karte gegen Finn Schlebach (88., Linz) wegen einer Notbremse.
Vorschau
Am Sonntag, 20. Oktober, um 15 Uhr gastiert der Aufstiegsanwärter SG 2000 Mülheim-Kärlich auf dem Kaiserberg, der am letzten Spieltag gegen Aufsteiger SG Westerburg zuhause über ein enttäuschendes 1:1-Remis nicht hinauskam und die Tabellenführung an den SV RW Wittlich verlor.
Die Lage
Während sich die Gäste im Kampf um die Meisterschaft keine weiteren Punktverluste erlauben dürfen, können die Schuster-Schutzlinge zwar auf ihre Heimstärke bauen, benötigen aber ebenfalls dringend Punkte, um nicht noch tiefer in den Tabellenkeller zu rutschen.
