Fußball-Rheinlandliga, 25. Spieltag
Ein ganz starker Auftritt der Gäste
VfB Linz - TuS Oberwinter 0:3 (0:1)
Linz. Am 25. Spieltag der Fußball-Rheinlandliga feierte der TuS Oberwinter einen enorm wichtigen 3:0 (1:0)-Sieg beim Mitaufsteiger VfB Linz und hat engen Kontakt zu den Nichtabstiegsrängen gefunden. Zum VfB Linz hat Oberwinter bei einem Spiel weniger nur noch zwei Punkte Rückstand.
Auf dem Kaiserberg sahen die Zuschauer vom Anpfiff weg eine taktisch klug eingestellte und überlegene Elf der Gäste, die bereits in der zehnten Minute in Führung ging. Nach einem elfmeterreifen Foul des Linzers Samet Aslan im eigenen Strafraum entschied Schiedsrichter Ralf Volk aus Koblenz sofort auf Strafstoß, den TuS-Akteur Paul Gemein sicher zur 1:0-Führung verwandelte.
In der Folgezeit dominierten die Gäste die Szenerie gegen eine harmlose VfB-Elf. Der starke Linzer Torhüter Sebastian Seitz stand oft im Mittelpunkt. So verhinderte er nach einem Kopfball von Tim Palm (32.) und bei einer Eins-gegen-eins-Situation gegen Gemein (40.) einen höheren Rückstand. TuS-Torwart Benjamin Kauert verbrachte dagegen bis zum Pausenpfiff einen ruhigen Sonntagnachmittag.
Daran änderte sich auch nach Wiederanpfiff kaum etwas. Lediglich ein Distanzschuss des Linzers Benedikt Joch zwang Kauert zu einer Glanzparade, er verhinderte somit den möglichen Ausgleich. Ansonsten präsentierten sich die eigentlich spielstarken Gastgeber zu ideenlos und ließen auch die nötige Kampfkraft vermissen. In der Schlussphase besaß TuS-Trainer Tomas Lopez mit der Einwechslung von Thomas Enke und Björn Thünker ein sehr glückliches Händchen.
Als die Linzer alles nach vorn warfen, um noch den Ausgleich zu schaffen, waren es Enke (88.) und Thünker (90. + 3), die mit ihren Toren die eiskalten TuS-Konter zum 0:3-Endstand erfolgreich abschlossen.
„Unsere Taktik ist voll aufgegangen. Wir haben die Linzer schon früh attackiert. So mussten sie immer wieder auf lange Bälle zurückgreifen. Damit hatte unsere Defensivabteilung keine Probleme“, analysierte Lopez und lobte im gleichen Atemzug seine Schützlinge: „Es ziehen alle Spieler an einem Strang. Auch die Spieler, die nicht von Beginn auflaufen, geben auf dem Training und wenn sie spielen richtig Gas. Es freut mich besonders, dass zwei Einwechselspieler sich für diese Einstellung mit Toren selbst noch belohnt haben.“ Im Lager der Gastgeber war VfB-Trainer Paul Becker mächtig enttäuscht: „Mit dieser Einstellung kannst du in der Rheinlandliga kein Spiel gewinnen. Wir haben heute die Quittung dafür bekommen.“
TuS Oberwinter: Kauert, Irmgartz, Münch, Merken, Koll, Nuhn, Sonntag, Palm (72. Enke), Gemein, Jaber (90. Thünker), Ötztürk (87. Brötz).
Schiedsrichter: Ralf Volk (Koblenz).
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Paul Gemein (10., Foulelfmeter), 0:2 Thomas Enke (88.), 0:3 Björn Thünker (90+3).
Vorschau
Am Karsamstag, 31. März, wartet auf den TuS Oberwinter ein dicker Brocken, wenn der Tabellendritte TuS Koblenz II um 19 Uhr auf der Bandorfer Höhe zu Gast ist. Die Koblenzer Regionalliga-Reserve ist das stärkste Auswärtsteam der gesamten Liga und hat in 25 Begegnungen immerhin schon 52 Tore geschossen. Die Lopez-Schützlinge dürften sich in der Rolle des krassen Außenseiters aber wohlfühlen. LS
