Rhein-Nette krönt starke Saison mit Sieg in Ems
Ein grandioser Auswärtserfolg
Bad Ems. Was für ein Spiel. Was für ein Finale. Wer nach dem Sieg daheim gegen den Meister aus Irmenach dachte, die HSV würde die Saison „austrudeln“ lassen, der wurde eines besseren belehrt. In einem qualitativ hochwertigen Rheinlandligaspiel rangen die Vereinigten aus Andernach und Plaidt im letzten Saisonspiel unter dem Trainergespann Kobusch/Mohrs/Windhäuser den Heimprimus Bad Ems/Bannberscheid mit 27:28 (17:15) Toren nieder. Bereits vor der Begegnung war klar, dass die HSV die Saison mit einem Sieg auf dem dritten Platz beenden würde. Hinzu kam die Tatsache, dass die Spieler um Kapitän Peter Bieg ihren Trainern auch auswärts einen gebührenden Abschied bescheren wollten. Außerdem wollte die HSV die erste Mannschaft werden, welcher es gelingen sollte, aus Bad Ems Punkte mitzunehmen. Die größte Motivation kam aber vom Gegner selbst. „Ich habe den Spielern das Grußwort des Gastgebers zum heutigen Spiel vorgelesen. Dort waren ein paar unglücklich geschriebene Sätze enthalten. Unter anderem wurde auf unsere Niederlage in Welling verwiesen“, berichtete Trainer Jörn Kobusch nach dem Spiel. Die Partie entwickelte sich direkt zu einem offenen Schlagabtausch. Beide Mannschaften spielten mit sehenswerten Kombinationen klare Torchancen heraus, wodurch beide Torhüter in Halbzeit 1 wenig Bälle zu fassen bekamen. Die HSV hatte es dennoch dem eingewechselten Daniel Skerlak im Tor zu verdanken, dass der Pausenrückstand nur zwei Tore (17:15) betrug. Skerlak hielt kurz vor der Pause zwei Strafwürfe unter der Leitung des Klasse pfeifenden Gespanns Esdar/Vasek. Nach der Halbzeit ein anderes Bild aufseiten der Gäste vom Rhein. Die HSV zeigte wohl seine beste Defensivleistung auf fremdem Platz in dieser Saison und vernagelte mit einem überragend haltenden Michael Stitz das Tor. Vorne gelang es weiterhin, durch fließendes und druckvolles Offensivspiel Räume zu erarbeiten und die dadurch erspielten Chancen konsequent zu nutzen. Zudem verwandelte Raoul Gärtner eiskalt alle sechs Strafwürfe. Die HSV konnte so einen 21:19 Rückstand in ein 25:27 bis zur 58. Minute drehen. Bad Ems nahm die letzte Auszeit der Begegnung. Erneut war es Michael Stitz, welcher mit einer Doppelparade den Gegentreffer verhinderte. Im Gegenzug gelang Spielmacher Julian Wansorra der entscheidende Treffer zum 25:28 bei noch 50 Sekunde Restspielzeit per Kempatrick. Der Gastgeber versuchte nochmals, sich gegen die erste Heimniederlage zu stemmen, konnte aber nur noch auf 27:28 fünf Sekunden vor Schluss verkürzen. Spieler, Trainer und Zuschauer feierten diesen grandiosen Auswärtserfolg lautstark in der Halle. Jörn Kobusch sagte nach dem Spiel: „Stolzer könnte ein Trainerteam nicht auf seine Mannschaft sein. Was die Männer heute mit dieser dünnen Personaldecke gegen solch einen starken Gegner gezeigt hat, ist unbeschreiblich. Wir übergeben am Pfingstwochenende eine tolle Truppe!“ Für die HSV siegten: Stitz , Skerlak ; Reimer (3), Gärtner (7/6), Bieg P. (5), Bieg F. , Scholl, Music (1) Keip, Klein (1), Wansorra (3) , Mehlem (6), Daun (2).
