Lokalsport | 05.10.2020

SG Eintracht Mendig/Bell setzt sich bei der SG Schneifel Auw mit 3:0 (0:0) durch

Ein nahezu perfekter Tagesausflug

Im Pokal geht es am Mittwoch gegen Ahrweiler

Auf die Spieler der SG Eintracht Mendig/Bell (von links Florian Schlich, Niklas Heinemann, Manuel Oster, Milan Rawert und André Marx) warten anstrengende Tage: In der zweiten Runde des Rheinlandpokals geht es am Mittwoch gegen den Ahrweiler BC, am Sonntag in der Meisterschaft gegen die SG 99 Andernach. Foto: SK

Auw/Mendig. Tabellenführer SG Hochwald Zerf und die punktgleiche SG Eintracht Mendig/Bell (beide 16 Zähler) marschieren in der Fußball-Rheinlandliga weiter im Gleichschritt. Nachdem sich der Spitzenreiter am Samstag bei der SG Malberg souverän mit 3:1 (2:0) durchgesetzt hatte, zog das Team von Spielertrainer Kodai Stalph mit einem 3:0 (0:0)-Erfolg bei der SG Schneifel Auw nur zwei Stunden später nach. Am nächsten Wochenende erwartet Zerf den Aufsteiger FC Metternich (Samstag, 10. Oktober, 15 Uhr), die Vulkanstädter empfangen an der Brauerstraße zum brisanten Derby die SG 99 Andernach (Sonntag, 11. Oktober, 14.30 Uhr), die sich überraschend auf Rang drei vorgearbeitet hat und mit 13 Zählern sogar in Schlagdistanz liegt. Vorher muss sich die SG Eintracht Mendig/Bell noch in der zweiten Runde des Rheinlandpokals beweisen: Am Mittwoch, 7. Oktober, 19.30 Uhr, stellt sich Ligakonkurrent Ahrweiler BC in Mendig vor.

„Vor dem Anpfiff hätte ich ein Unentschieden unterschrieben, nach der Partie aber nicht mehr“, bilanzierte Bernd Brück, neben Frank Schmitz einer der beiden Sportlichen Leiter bei der SG Eintracht Mendig/Bell. „In der ersten Halbzeit war es ein typisches 0:0-Spiel. Im zweiten Abschnitt wurden wir aber von Minute zu Minute stärker. Wir haben den Gegner eingeschnürt und verdient gewonnen, auch wenn unsere Tore vergleichsweise spät gefallen sind.“

Das Team von Spielertrainer Stalph hatte zunächst offensichtlich größere Probleme mit dem Geläuf, den Spielern unterliefen viele technische Fehler, was auch dem frühen Pressing der Gastgeber geschuldet war. „Die Verantwortlichen hatten im Vorfeld zwar alles getan und das Gelände in einen vernünftigen Zustand gebracht, es war aber kein Bundesliga-Rasen. Uns sind viele Bälle versprungen“, so Brück, der den Rasenplatz in Auw bei Prüm nach eineinhalb Stunden Fahrzeit erreicht hatte.

Die SG Auw war anfangs feldüberlegen, musste aber nach 25 Minuten einen herben Rückschlag verkraften: Fabian Reusch verdrehte sich das Knie und wurde mit einem Notarztwagen ins Krankenhaus gebracht. Diesen Schockzustand bei den Hausherren hätten die Gäste in der siebenminütigen Nachspielzeit von Hälfte eins beinahe ausgenutzt: Ein Tor von Pascal Zimmer wurde wegen einer Abseitsposition aberkannt (45. + 2), Leander Mombaur scheiterte am glänzend reagierenden Auwer Schlussmann Dennis Koziol (45. + 6).

14 Minuten vor Schluss hatte Mombaur, der möglicherweise den kurzfristig erkrankten Julian Schäfer ersetzte, aber das bessere Ende für sich. Nach einem Foul an Marcel Berg ließ der Schiedsrichter Vorteil laufen, der junge Stürmer schnappte sich den Ball, umkurvte Torhüter Koziol und „traf aus spitzem Winkel wie ein alter Hase ins kurze Eck“, freute sich Brück. Bei einem Fernschuss von Florian Schlich (57.) und einem Freistoß von Niklas Heinemann (67.) hatte Koziol den Rückstand noch verhindern können.

Anschließend hatten die Gäste leichtes Spiel. André Marx mit einem 18-Meter-Schuss in den Winkel (84.), den „kein Torwart dieser Welt gehalten hätte“, so Brück, sowie Niklas Heinemann mit einem in der zweiten Minute der Nachspielzeit verwandelten Foulelfmeter (Marx war von Torhüter Koziol zu Fall gebracht worden) machten den Deckel drauf. Die Rückfahrt geriet für den Sportlichen Leiter zu einer Reise ins Ungewisse, das Navigationsgerät hatte eine Baustelle nicht so recht auf dem Schirm. Erst nach langen zwei Stunden erreichte Brück die Heimat. Das änderte allerdings nichts an seinem Resümee: „Es war ein nahezu perfekter Tagesausflug.“

SG Schneifel Auw: Dennis Koziol, Johannes Sigl, Fabian Reusch (25. Jan Leiendecker), Klaus Hamper, Nicolas Görres (75. Jan Pidde), Tim Baur (75. Christian Ludwig Babendererde), Andreas Nellessen (64. Leon Baur), Jan Merkes, Michael Zeimmes, Alexander Zapp, Jonas Weberskirch.

SG Eintracht Mendig/Bell: Robin Rohr, Milan Rawert, Florian Schlich, Pascal Zimmer, Kodai Stalph, Manuel Oster, Björn Gilles, Niklas Heinemann, André Marx, Marcel Berg, Leander Mombaur (86. Tim Montermann).

Schiedsrichter: Arndt Collmann (Welschbillig).

Zuschauer: 200.

Tore: 0:1 Leander Mombaur (76.), 0:2 André Marx (84.), 0:3 Niklas Heinemann (90. + 2, Foulelfmeter).

Auf die Spieler der SG Eintracht Mendig/Bell (von links Florian Schlich, Niklas Heinemann, Manuel Oster, Milan Rawert und André Marx) warten anstrengende Tage: In der zweiten Runde des Rheinlandpokals geht es am Mittwoch gegen den Ahrweiler BC, am Sonntag in der Meisterschaft gegen die SG 99 Andernach. Foto: SK

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