Lokalsport | 31.03.2016

LAF Sinzig - Volleyball Verbandsliga Nord Damen

Eine Spielzeit mit Lerneffekt

Nach vielen personellen Veränderungen konnte der Aufsteiger die Klasse nicht halten - Wiederaufstieg angepeilt

Sinzig. Als Aufsteiger starteten die LAF Damen im September in das Projekt Verbandsliga. Mit Sarah Rosauer, Chiara Thelen und Rilana Schnelzauer hatten die Sinziger drei wichtige Pfeiler aus der Aufstiegsmannschaft, die ersten Beiden durch Auslandsaufenthalte sowie Letztere aufgrund einer längeren Verletzungspause, verloren.

Hinzu kamen die Abgänge von Daniela und Anja Wenner, beide aus persönlichen Gründen sowie Natalie Haustein, die aus beruflichen Gründen nicht weiter am Spielbetrieb teilnehmen konnte. „Besonders geschmerzt hat natürlich der Abgang der Zuspielerin Sarah Rosauer“, so LAF-Trainer Merlin Hinsche. Ausgestattet mit einigen Neuzugängen, Julia Corinth, die nach einer Volleyballpause wieder in Sinzig auflief, und bereits Oberligaerfahrung mit der im Sommer 2015 abgemeldeten Sinziger Ersten im Gepäck hatte, Viviane Welsch und Lena Schäfer, die beide aus Remagen als Kreisligaaufsteiger nach Sinzig wechselten, Annalena Dinkelbach, die vom Lokalrivalen VC Sinzig zu den LAF wechselte, und Wioletta Soflinski, die vom Bezirksligisten TV Rheinbreitbach in die Barbarossastadt kam, und dem klar formulierten Ziel Klassenerhalt starteten die Sinziger in die Saison.

In den ersten Spielen wurden bereits die Unterschiede zur im März als Meister verlassenen Bezirksliga deutlich.

Vor allem in den Bereichen Aufschlag und Annahme war die junge Mannschaft in den ersten Partien deutlich überfordert, wodurch der erste Satzgewinn erst auswärts gegen den TV Ehrang gelang. Doch auch dieses Erfolgserlebnis ließ den sprich-wörtlichen Knoten nicht platzen. Es folgte ein Satzgewinn bei der zu dieser Zeit die Tabelle anführenden SSG Etzbach, der wiederum keine Punkte für die Tabelle einbrachte.

Zu Beginn der Rückrunde stellte Sinzigs Trainer das Spielsystem grundlegend um, allerdings ohne dass sich der gewünschte Erfolg einstellte.

„Wir haben einiges versucht und viel umgestellt, aber die Probleme bleiben die gleichen“, so LAF-Trainer Merlin Hinsche Anfang Februar vor dem so wichtigen Heimspiel gegen TV Ehrang und TV Bad Ems.

Erster Saisonsieg gegen Mitaufsteiger

Für diese beiden Spiele bot sich Melanie Deurer, bekannt aus Oberliga und höher, als Zuspielerin an und mit ihrer Hilfe gelang in einem Kampfspiel der erste Saisonsieg.

3:2 triumphierte die LAF gegen den Mitaufsteiger TV Bad Ems. Mit diesem Punktverlust war der Abstieg jedoch nur noch rechnerisch zu verhindern.

„Mit zwei Siegen gegen den ungeschlagenen Tabellenführer ist allerdings kaum zu rechnen“, so LAF-Libero Jennifer Fuchs enttäuscht nach dem Heimspieltag. In den folgenden drei Spielen übernahm Viviane Welsch zum ersten Mal im Alleingang das Zuspiel der Sinzigerinnen und machte ihre Sache mehr als gut.

„Ich war sehr überrascht, wie souverän sie das gemacht hat. Als hätte sie seit Monaten auf diese zusätzliche Verantwortung gewartet. Ein Riesenkompliment an sie“, zeigte sich der LAF-Trainer sehr zufrieden mit der erst 18-Jährigen.

Auch Maike-Gaußmann-Vollrath, im letzten Jahr noch Libero in der Oberligamannschaft, die das Team beim Auswärtsspiel in Bad Ems unterstütze, zeigte sich überrascht wie „gut das System nach zwei Spielen bereits verinnerlicht ist.

Durch weitere Verletzungen und urlaubsbedingte Ausfälle, musste am letzten Spieltag sowohl auf Marion Fast, die nach einer längeren Pause aufgrund der Geburt ihres Sohnes Maximilian erst wieder sporadisch ins Training eingestiegen war, als auch erneut auf Maike Gausmann-Vollrath zurückgegriffen werden. „Beide haben sofort zugesagt und uns bei dem Heimspiel gegen den Tabellenersten und -dritten tatkräftig und durchaus erfolgreich unterstützt.“

Der letzte Spieltag sollte sich zu einem Spiegelbild der gesamten Saison entwickeln. In zwei der insgesamt sieben gespielten Sätze hielt die Heimmannschaft mit und konnte der SSG Etzbach sogar einen Satz abringen.

„Jenny hat das super gemacht. Knapp 15 Punkte im Schnitt in den anderen 5 fünf gespielten Sätzen waren an diesem Tag, wie auch in der gesamten Saison, einfach zu wenig.

Da machen wir noch deutlich zu viele Eigenfehler“, resümierte die an diesem Tag verletzte Viviane Welsch.

Mission Wiederaufstieg

Für die nächste Saison hoffen die Barbarossastädter auf die Rückkehr einiger altgedienter Stammkräfte und wollen ab September die Mission Wiederaufstieg angehen.

„Der Sprung war für uns wohl doch zu groß, für viele war es die erste Saison Verbandsliga, nachdem sie in der Saison vorher zwei oder drei Ligen weiter unten gespielt hatten.

Wir haben uns wirklich gut verkauft, aber unsere Mittel waren begrenzt und in den Kernelementen der Liga, Aufschlag und Annahme, konnten wir immer nur phasenweise auf dem Niveau der meisten Gegner agieren. Gerade deshalb möchte ich nochmals auf den mannschaftlichen Zusammenhalt hinweisen, der trotz der Negativserie, wirklich herausragend war. In der letzten Abstiegssaison, 2012/13, damals auch Verbandsliga, haben viele Spielerinnen während der Saison die Mannschaft verlassen und am Ende der Saison stand sogar eine Auflösung im Raum. Obwohl wir uns am Anfang dieser Saison neu zusammengewürfelt haben, war das Mannschaftsgefüge von Beginn an sehr geschlossen. Ein großes Kompliment an die Mädels. Trotz der im Ergebnis schlechten Saison haben wir alle viel dazugelernt und werden uns weiter verbessern, um topfit in die nächste Saison zu gehen“, zeigt sich LAF-Trainer Merlin Hinsche zufrieden mit der mannschaftlichen Entwicklung seiner Schützlinge.

Für die LAF Sinzig agierten in der Saison 2015/16: Yvonne Besong, Julia Corinth, Annalena Dinkelbach, Henriette Deurer, Melanie Deurer, Marion Fast, Jennifer Fuchs, Maike Gausmann-Vollrath, Sabine Junk, Larissa Pauly, Tamara Rosauer, Rilana Schnelzauer, Lena Schäfer, Wioletta Soflinski und Viviane Welsch.

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