Lokalsport | 17.07.2024

LG Rhein-Wied

Erfolgreich in die Sommerferien

Über 100 Meter und 80 Meter Hürden führte Lina Schmidt das Feld von der Spitze weg an.  Foto: LG Rhein-Wied

Region. Die Sommerferien sind - abgesehen von Deutschen Meisterschaften - die meisterschaftsfreie Zeit, aber am letzten Wochenende vor den sechs schulfreien Wochen rief der Leichtathletik-Nachwuchs noch einmal alles ab, bevor es in die etwas wettkampfruhigere Zeit ging. Auf der Agenda stand diesmal die Landemeisterschaft der Altersklassen U16 und U20 im rheinhessischen Ingelheim. Die LG Rhein-Wied führt trotz mehrerer Ausfälle die Liste der erfolgreichsten Vereine beziehungsweise Startgemeinschaften an. 19 Medaillen (achtmal Gold, siebenmal Silber, viermal Gold) waren der Bestwert.

Lina Schmidt hat bereits bei den süddeutschen Meisterschaften in Koblenz vor kurzem aufgetrumpft. Deshalb zählte die W15-Athletin auch in Ingelheim auf der Sprintgeraden zu den Favoriten. Schmidt erfüllte diese Rolle mit Bravour. Über 100 Meter (12,64 Sekunden) und 80 Meter Hürden (11,85 Sekunden) führte sie das Feld von der Spitze weg an, und auch die siegreiche 4x100-Meter-Staffel brachte sie als Startläuferin in die Spur. Svea Weber, Lotta Meuter und Loreen Hamm vollbrachten das Meisterschaftswerk in einer Siegerzeit von 50,78 Sekunden.

Mit der gleichen Medaillenanzahl schnitt Eva-Fabienne Stein (W15) ab. Wie bekannt, hat sie ihre Stärken im Wurfbereich. Mit der drei Kilogramm schweren Kugel hätte Stein mit ihren fünf gültigen Versuchen an der Spitze gelegen. Ihr bester Stoß wurde mit 11,82 Metern gemessen. Auch im Speerwurf dominierte sie: Stein hatte knapp sechs Meter Vorsprung auf die Zweite. 35,76 Meter waren die Tagesbestweite. Im Diskuswurf gab’s für 23,79 Meter Silber. Gewissermaßen die Rolle als ihr Pendant in der U20 nahm Marie Böckmann ein, die neue Landesmeisterin im Kugelstoß (11,51 Meter) und Speerwurf (36,12 Meter). Im männlichen Bereich ging der einzige Rhein-Wieder Titel an Maro Tamke (M15). Er lief die 800 Meter in 2:20,33 Minuten. Zu einer weiteren Urkunde für den ersten Platz fehlten Elias Uffmann (M14) im Speerwurf 34 Zentimeter auf Lorenz Jüris. Uffmanns Weite betrug 33,89 Meter. U20-Vielstarterin Amelie Schmitt, die mit Geburtsjahrgang 2008 auch noch in der U18 starten könnte, kämpfte sich einmal zu Silber (33,05 Meter im Diskuswurf) sowie zweimal zu Bronze (1,56 Meter im Hochsprung und 10,86 Meter im Kugelstoß). Mit der jungen U20-Staffel über 4x100 Meter, aus der neben Schmitt auch Laura Köhler und Melina Schweitzok noch der U18 angehören, belegte das LG-Quartett mit Tiara Zinn Rang drei (53,80 Sekunden). Die jüngste Rhein-Wieder Medaillengewinnerin war Svea Weber. Über 80 Meter Hürden lag sie nach 12,41 Sekunden den Wimpernschlag von 0,01 Sekunde hinter Jonna Hastrich aus Kaiserslautern. Im Weitsprung gewann Weber mit 4,87 Metern Bronze. Einen konstanten Wettkampf mit fünf Dreisprung-Versuchen zwischen 9,93 und 10,20 Metern zeigte die zweitplatzierte Leonie Böckmann in der U20. Auch Laura Köhler (800 Meter, 2:30,73 Minuten) und Tiara Zinn (100 Meter Hürden, 17,73 Sekunden) mussten nur einer Gegnerin den Vortritt lassen.

Feriensportfest in Wetzlar

Eine Hand voll Rhein-Wieder Sprinter nahm in Wetzlar am Feriensportfest teil. Pascal Kirstges, der die 200 Meter mit Saisonbestleistung von 21,74 Sekunden gewann und bei seinem zweiten Platz über 100 Meter seine schnellste Zeit in diesen Jahr von 10,52 Sekunden egalisierte, konserviert seine Form auch nach den deutschen Meisterschaften. Florian Raadts (3., 10,69 Sekunden) und Reiko van Wees (8., 11,13) qualifizierten sich ebenfalls für das 100-Meter-Finale. Kira Roscher erreichte Rang zwei auf der kürzesten Strecke (12,57 Sekunden).

Nach ihrer langen Verletzungspause ist es für Viktoria Müller wichtig, bei regelmäßigen Wettkampfeinsätzen wieder Praxis zu sammeln. Diesmal startete sie im belgischen Kortrijk im Hürdensprint. Mit 14,12 Sekunden qualifizierte sich Müller für das Finale, in dem sie 13,73 Sekunden lief. Hier blies der Wind allerdings sehr stark von hinten (2,6 Meter pro Sekunden). Vivien Ließfeld absolvierte einen Siebenkampf im Rahmen der Hessenmeisterschaften in Darmstadt. Ohne eine Teilnahme am abschließenden 800-Meter-Lauf kam die süddeutsche Weitsprung-Meisterin der U23 auf 3790 Punkte.

U12-Mehrkampf-Sportfest

Mit einem U12-Mehrkampf-Sportfest verabschiedete die LG Rhein-Wied die U12 in die Ferien. Im Koblenzer Stadion Oberwerth gingen überwiegend Rhein-Wieder Nachwuchs-Athleten an den Start. Sie holten vier erste Plätze. Felix Trapp gewann den M11-Dreikampf mit 1196 Punkten, Rebekka Raillard war die beste W11-Dreikämpferin (1172 Punkte). Trapp, Mateo Tavano und Linus Caesar bei den Jungen (3317 Punkte) sowie Raillard, Lea Stoffels und Franziska Schönherr bei den Mädels (3285 Punkten) waren an den Siegen in den Mannschaftswertungen beteiligt.

Markus Paquée mit Konstanz

Mitten in der Vorbereitung auf die Senioren-Weltmeisterschaft in Schweden überraschte sich Markus Paquée selbst mit seiner Konstanz, die er bei schwül-warmen Temperaturen in Trebur im Speerwurf an den Tag legte. Im fünften Durchgang erzielte der M45-Senior eine Steigerung auf 53,71 Meter. Diese Weite bedeutet für Paquée sowohl eine erneute Saisonbestleistung und gleichzeitig eine bessere Leistung als im gesamten vergangenen Jahr. „In den nächsten vier Wochen gilt es noch einmal, die Kraft weiter auszubauen und die Technik bis zur WM zu verfeinern, um dort vielleicht noch einen draufzulegen“, erklärte Paquée. Zwei weitere starke Wurf-Senioren meldeten für das Sportfest in Selters (Taunus). Hier entschied Peter Busch den M75-Kugelstoß mit 10,57 Metern für sich, Sven Henniger wurde in der gleichen Disziplin in der M50 Zweiter (11,91 Meter).

Über 100 Meter und 80 Meter Hürden führte Lina Schmidt das Feld von der Spitze weg an. Foto: LG Rhein-Wied

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