VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring
Erneuter Sieg für Frikadelli Racing
Rennstall feierte dritten Erfolg im sechsten Rennen - Jens Klingmann (Schubert BMW) unterbot Achtminutenmarke
Nürburg. Klaus Abbelen, Sabine Schmitz und Patrick Huisman heißen die Sieger des sechsten Laufs zur VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Mit diesem Erfolg sicherte die Besatzung im Porsche 911 GT3 R dem Team von Frikadelli-Racing bereits den dritten Saisonsieg im sechsten Rennen. Nach fast vier Stunden Rennzeit und 27 Runden hatte das Trio einen Vorsprung von drei Minuten auf die Zweitplatzierten Jens Klingmann (Leimen), Max Sandritter (Raubling), Thomas Jäger und Dominik Baumann (beide Österreich) im BMW Z4 GT3 von BMW Sports Trophy Team Schubert. Auf Position drei folgten Michael Zehe (Flörsheim-Dalsheim) und Jan Seyffarth (Querfurt-Leimbach) mit einem Mercedes-Benz SLS AMG GT3. Als Vierter verpassten Ralf Oeverhaus (Osnabrück), Peter Posavac (Essen) und Henry Walkenhorst (Melle) mit dem Walkenhorst-BMW Z4 GT3 um 34 Sekunden das Podium. Komplettiert wurden die Top Fünf von Georg Weiss (Monschau), Oliver Kainz (Kottenheim), Michael Jacobs (Roetgen-Rott) und Jochen Krumbach (Eschweiler) im Wochenspiegel-Porsche vom Team Manthey Racing.
Bei strahlendem Sonnenschein und einer großen Zuschauerkulisse waren insgesamt 168 Fahrzeuge zum sechsten Lauf des Jahres gestartet. An der Spitze entwickelte sich nach den ersten Runden ein Zweikampf zwischen dem Frikadelli-Porsche und dem Schubert-BMW, bei dem die Führung mehrmals wechselte. In Runde zehn übernahm Frikadelli Racing dann die Führung und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Begünstigt wurde der Sieg aber auch durch das Pech der Besatzung des Schubert BMW, wo aufgrund einer losen Motorhaube Thomas Jäger einen zusätzlichen Boxenstopp einlegen musste. Zusätzlich missachtete Thomas Jäger noch in seinem Stint eine gelbe Flagge, was der Schubert Mannschaft noch eine zusätzliche Zeitstrafe von drei Minuten einbrachte.
Nach drei Siegen, davon zwei in Folge, war die Freude bei den Siegern natürlich groß. „Bis auf einen schleichenden Platten verlief unser Rennen problemlos, glücklicherweise ist dieses Problem erst in der letzten Runde meines Stints aufgetreten, da haben wir nicht viel Zeit verloren. Ohne die Strafe für den BMW wäre es sicherlich noch knapp geworden, aber so sind nun mal die Regeln“, freute sich nach dem Rennen Sabine Schmitz.
Magische Marke unterboten
Aber nicht die Sieger waren am Ende des Tages die Stars, sondern Jens Klingmann. Dem Piloten des Schubert BMW war es in der zweiten Rennrunde gelungen, die magische Marke von acht Minuten für eine Runde auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife zu unterbieten. Mit 7:59,045 Minuten stellte Jens Klingmann einen neuen VLN-Rundenrekord auf, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 183,049 km/h entspricht. Neben dem Gesamtsieg von Frikadelli Racing gab es für die im Umfeld des Nürburgring beheimateten Teams weitere acht Podiumsplatzierungen zu feiern.
Ebenso wie beim fünften Lauf sicherte sich auch die Besatzung des Porsche 991 von Pro Sport Performance in der Klasse SP6 den Sieg. Mit diesem Sieg verhalfen Moritz Kranz (Wimbach) und Marko Stipp (Herford) ihrem Teamkollegen Jörg Viebahn (Engelskirchen) zum Vorstoß auf den zweiten Rang in der Meisterschaftstabelle. In der Klasse SP10 schnitten die Fahrer des Teams aus Herschbroich, Thomas Koll (Hürth), Dominik Schöning (Wülfrath) und Adam Christodoulou (Großbritannien) im Porsche 911 GT3 Cup mit dem zweiten Rang ebenfalls erfolgreich ab.
Die bisherigen Tabellenzweiten Christopher Brück (Köln), Marc Gindorf (Monaco) und Frank Kräling (Winterberg) beendeten das Rennen nur als Klassenzweite und mussten sich in der SP7 dem Black Falcon Porsche 911 GT3 mit Tim Scheerbarth (Dormagen) und Andreas Weishaupt (Ulm) geschlagen geben. In der Klasse V6 für seriennahe Fahrzeuge stellte das Team von Black Falcon ebenfalls das Siegerfahrzeug. Ivan Jacoma, Manuel Metzger (beide Schweiz) und Christian Schmitz (Herresbach) hießen die Piloten, die dem Team aus Meuspath mit einem Porsche Carrera die Siegerlorbeeren einfuhren.
Im BMW M235i Racing Cup gelang nach einigen sieglosen Rennen der Besatzung des Eifelblitz Max Partl (Pyrbaum) und Jörg Weidinger (Happurg) erneut der Sprung auf die oberste Stufe des Podiums. Nachdem für die Tabellenführer in dieser Klasse bereits nach vier Runden durch einen Unfall das Rennen beendet war, konnte das Fahrerduo um Teamchef Johannes Scheid (Kottenborn) mit diesem Erfolg den Abstand zur Spitze auf 18 Punkte verringern.
In der Klasse V4 dominierten auch beim sechsten Lauf Michael Flehmer (Overath) und Rolf Derscheid (Much) das Geschehen. Mit ihrem sechsten Sieg im sechsten Rennen hat das Duo auch weiterhin mit einem Vorsprung von 2,51 Punkten auf den zweitplatzierten Jörg Viebahn die Tabellenführung inne. Hinter dem Mercedes-Benz C230 von AutoArena Motorsport konnten Michael Mönch (Adenau), Oliver Frisse (Rüthen) und Jan von Kiedrowski (Oldenburg) erfolgreich mit Rang drei das Klassenpodium komplettieren.
Noch in der Testphase befindet sich der von Manthey-Racing eingesetzte Porsche 911 GT3 Cup 991. Auch wenn das Rennen für Christian Menzel (Kelberg) und Wolfgang Kohler (Aldingen) nicht immer optimal verlief, verloren sie nur drei Runden auf die Spitze und konnten nach insgesamt 24 Runden als einzige Starter den Sieg in der Klasse SPX verbuchen.
Nach einem packenden Zweikampf um den Klassensieg beim fünften Lauf zwischen den beiden Porsche Boliden der Teams von GetSpeed Performance und raceunion Teichmann Racing vereitelte ein früher Getriebeschaden am RTR Porsche alle Hoffnung auf eine Wiederholung dieses spannenden Duells. Damit hatte die Mannschaft von GetSpeed Performance um Adam Osieka, Steve Jans und Christopher Mies in der Klasse der Porsche Carrera Cup Fahrzeuge freie Fahrt und siegte mit über einer Runde Vorsprung.
Am 23. August steht mit dem Opel sechs Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen dann der Saisonhöhepunkt der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring auf dem Programm.
Mit 7:59,045 Minuten stellte Jens Klingmann mit dem BMW Z4 GT3 von Team Schubert einen neuen VLN-Rundenrekord auf.
