Lokalsport | 03.06.2017

TC Nierendorf richtet 3. Offene Westdeutschen Meisterschaften Schach-Tennis aus

Erneutes Patt in den Finalspielen

Die beiden Großmeister Andrey Orlov und Georgi Davidov teilen sich den Sieg

Die Teilnehmer an den 3. Westdeutschen Schach-Tennis-Meisterschaften mit Turnierorganisator Jürgen Kaster (r.) vom TC Grafschaft und Alina Adenäuer (l.) als Vertreterin des Hauptsponsors.  privat

Grafschaft. Am Vatertagswochenende fanden traditionell die „Offenen Westdeutschen Meisterschaften Schach-Tennis“ statt. Dieses Jahr eingerahmt von einem sehr interessanten Rahmenprogramm. Am Vorabend der 3. Westdeutschen Schach-Tennis-Meisterschaften (WDSTM) veranstaltete der TC Grafschaft ein Simultanspiel mit dem Schach-Großmeister Andrey Orlov (SV Gerresheim) und das Louis Gentil Event.

Sieben Stunden Tennis, fünf Stunden Schach – die Teilnehmer an der Westdeutschen Schach-Tennis-Meisterschaft wussten, was sie getan hatten. 16 Personen nahmen an der diesjährigen dritten Ausgabe des Kombiturniers teil, das Körper und Geist gleichermaßen fordert. Am Samstag wurde ein Tennis-Vorrundenturnier über sieben Runden absolviert, am Sonntagvormittag endete die Vorausscheidung in einem ebenfalls über sieben Runden ausgespielten Schnellschachturnier.

Letztlich hatten sich vier Teilnehmer für die Finalspiele qualifiziert, darunter mit 10,0:4,0 Punkten auch der Titelverteidiger Georgi Davidov aus Rotenburg/Fulda. Ebenfalls hervorragende Leistungen sowohl im Schach als auch im Tennis zeigten Schach-Großmeister Andrey Orlov vom SV Gerresheim (10,5) sowie zwei Spieler vom SC Diogenes Hamburg, Christian Kalla (10,0) und Kai Schoenwolff (9,0).

Alle vier Halbfinalisten hatten schon durch erfolgreiche Teilnahmen bei den Deutschen Meisterschaften in den vergangenen Jahren auf sich aufmerksam gemacht, die traditionell im Juli/August in Baden-Baden ausgetragen werden.

Schoenwolff und Davidov hatten die erste und zweite Auflage der „Westdeutschen“ bereits für sich entscheiden können. Mit Andrey Orlov war diesmal aber ein Schachgroßmeister in die Favoritenrolle geschlüpft.

Spannende Kombinations-Endspiele auf hohem Niveau waren also programmiert, wurde auch den Ehrengästen schnell klar. Dies waren bei den Finalspielen bei den Herren Ingo Derz (Vertreter der Gemeinde Grafschaft, gleichzeitig Träger der Schirmherrschaft), Dieter Kamptz (Tennisverband Rheinland), Karsten Loof (Schachverband Rheinland) und René Schell (Kreissparkasse Ahrweiler).

Den Zuschauern bot sich ein Novum, das den Charakter der Veranstaltung noch einmal besonders unterstrich: In allen Halbfinalkämpfen siegen die jeweiligen Kontrahenten jeweils einmal – entweder im Schach oder im Tennis. So musste in allen Fällen die Feinwertung entscheiden, bei der derjenige den Sieg davon trug, die in „seiner“ Sportart den klareren Sieg einfahren konnte.

Halbfinals

Zunächst endete das Halbfinale Orlov-Schoenwolff 1:1 und selbst nach Feinwertung unentschieden (12:12). Den Ausschlag für den Einzug ins Finale gab der höhere Punktestand in den Vorturnieren zugunsten von Orlov. Etwas eindeutiger das Ergebnis in der Paarung Davidov-Kalla: Während Kalla das Schachspiel auf dem großen Gartenschach nur knapp gewinnen konnte, fiel das Tennismatch klar zugunsten von Davidov aus (40:26).

Finalspiele

Im Finale um den Gesamtsieg wurde zunächst Schach gespielt. Großmeister Orlov gewann erwartungsgemäß die Partie und verbrauchte dazu nur eine Minute auf seiner Schachuhr: Sieg und zwölf Bonuspunkte.

Davidov (Tennis-LK 8) war also gefordert, im Tennis ebenfalls klar zu gewinnen. Guten Mutes ging er in das Match – und noch vor Ablauf der 30-minütigen Spielzeit gab ein sich tapfer wehrender Andrey Orlov das Spiel verloren: Sieg und ebenfalls zwölf Bonuspunkte für Davidov.

Das Reglement sah nur vor, beide zum Sieger der 3. Westdeutschen Schach-Tennis-Meisterschaften zu erklären. Damit wiederholte sich die Endspielsituation vom Vorjahr, als Davidov seinen Sieg mit Helmut Bürger (SC Toller Springer Polch) teilen musste.

Auch das Spiel um die Plätze 3 und 4 endete mit einem Patt: Schoenwolff und Kalla belegten beide den dritten Platz.

Simultanspiel

Am Vorabend der Meisterschaften veranstaltete der TC Grafschaft ein Simultanspiel mit dem Schach-Großmeister Andrey Orlov (SV Gerresheim). Orlov spielte an 21 Brettern, meist gegen Mitglieder des Veranstalters, aber auch gegen Meisterschaftsteilnehmer sowie Gäste aus umliegenden Vereinen.

Orlov gewann den Vergleichskampf mit 18,5:2,5. Dabei musste er eine Niederlage gegen den Lokalmatador Jürgen Kaster vom TC Grafschaft einstecken und sich auch gegen Kai Schoenwolff, SC Diogenes Hamburg, geschlagen geben.s Ein Remis konnte Peter Wahl aus Galgenen (Schweiz) erringen.

Besonders auffällig war das Spiel des erst zwölfjährigen Maurice Herzet aus Nierendorf. Er konnte seine Partie lange Zeit ausgeglichen gestalten, umschiffte alle Fallstricke, die der Großmeister ausgelegt hatte, und musste sich tatsächlich erst im Endspiel der strategischen Finesse seines übermächtigen Gegners geschlagen geben. Die Kiebitze waren sich einig: Da wächst ein großes Talent heran.

Louis Gentil Event

Am Samstagabend bot der international renommierte Opernstar und Entertainer Louis Gentil auf der Bühne im großen Festzelt mit seiner Tochter Alma und Vereinsmitglied Winni Gut (einem bekannten Studio- und Live-Gitarristen) ein vielfältiges Programm der absoluten Spitzenklasse dar. Die Künstler sorgen bis spät in die Nacht für beste Stimmung und lieferten ein tolles Programm ab. Die drei Vollblutmusiker präsentierten ihr umfangreiches Repertoire, von Rock, Pop und Country über Musicals bis hin zu klassischen Stücken.

So bunt ist Schach-Tennis: Gero Bongartz (SV Huchem-Stammeln) war der jüngste Teilnehmer und gewann den Jugendpreis. Schachgroßmeister Andrey Orlov (3. v. r.) und Georgi Davidov (3. v. l.) werden eingerahmt (v. l.) von Dieter Kamptz (Tennisverband Rheinland), Jürgen Kaster (TC Grafschaft), René Schell (KSK Ahrweiler) und Ingo Derz (Beigeordneter der Gemeinde Grafschaft) und Vertreter des Schirmherrn Michael Schneider.

So bunt ist Schach-Tennis: Gero Bongartz (SV Huchem-Stammeln) war der jüngste Teilnehmer und gewann den Jugendpreis. Schachgroßmeister Andrey Orlov (3. v. r.) und Georgi Davidov (3. v. l.) werden eingerahmt (v. l.) von Dieter Kamptz (Tennisverband Rheinland), Jürgen Kaster (TC Grafschaft), René Schell (KSK Ahrweiler) und Ingo Derz (Beigeordneter der Gemeinde Grafschaft) und Vertreter des Schirmherrn Michael Schneider.

Die Teilnehmer an den 3. Westdeutschen Schach-Tennis-Meisterschaften mit Turnierorganisator Jürgen Kaster (r.) vom TC Grafschaft und Alina Adenäuer (l.) als Vertreterin des Hauptsponsors. Fotos: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Oster-Anzeige
Doppelseite PR/Anzeigen
Tag der offenen Tür
Unterstützeranzeige
Unterstützeranzeige
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Empfohlene Artikel
Der MGC Bad Bodendorf startet vielversprechend in die neue Saison.  Foto:privat
14

Köln. Mit Spannung war der erste Spieltag der NBV Bezirksliga 4 erwartet worden – und er hielt, was er versprach. Auf der Betonbahn in Köln-Neubrück schickten fünf Vereine insgesamt 39 Spielerinnen und Spieler ins Rennen. Der MGC Bad Bodendorf zeigte dabei eine kämpferisch, aber durchwachsene Teamleistung und belegte am Ende Rang vier. Besonders zwei Akteure rückten ins Rampenlicht: Oliver Frings und der noch schulpflichtige Nachwuchsspieler Simon Weber.

Weiterlesen

Die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring sind in Sachen der Teilnehmerzahl traditionell das größte Rennen der Welt.
26

Nürburg. Der Wandel gehört bei den ADAC RAVENOL 24h Nürburgring zum Konzept. Schließlich passen die zuständigen Organisatoren beim ADAC Nordrhein das Reglement des Klassikers seit der Premiere im Jahr 1970 immer wieder an. So halten sie mit der technischen Entwicklung schritt, aber auch die Abläufe wurden immer wieder verbessert und die Sicherheit für alle Beteiligten erhöht. Wie attraktiv das Rennen auch bei seiner 54 Auflage ist, zeigt der Riesenandrang der Teams.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
300

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
112

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Rund um´s Haus
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Holz Loth-Entsorgung
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Anlagenmechaniker
Ostergruß
fit für`s Alter?
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Stellenanzeige mehrere Stellen
Anzeige KW 14
Ostergrußanzeige
Titelanzeige