SG Hocheifel gegen SG 99 Andernach II
Erste Auswärtsniederlage
Adenau. Die SG Hocheifel hat am vergangenen Freitag bei der SG 99 Andernach II eine bittere 0:1 (0:0)-Auswärtsniederlage hinnehmen müssen und hat dadurch zum ersten Mal in der laufenden Saison ein Spiel auf fremdem Platz verloren. Mit der mageren Ausbeute von nur zwei Punkten aus den vergangenen drei Spielen ist das Team von Trainer Tobias Weiler etwas ins Tabellenmittelfeld zurückgedrängt worden und rangiert nach zwölf Spieltagen auf dem sechsten Rang.
Auf dem Andernacher Kunstrasenplatz mussten die Kombinierten vom Nürburgring aufgrund der Ausfälle von Niklas Pauly, Lukas Knelke und Anh Nguyen auf drei essenzielle Stammspieler verzichten. Trotz dieser schwierigen Personalsituation zeigten sich die Gäste von Beginn an dominant und übernahmen weitestgehend die Spielkontrolle.
Gerade die zuletzt fehleranfällige Defensive machte einen stabileren Eindruck und ließ praktisch keinerlei Tormöglichkeiten für die Hausherren zu. Lediglich einmal musste SGH-Schlussmann Thomas Schmitz in der ersten Hälfte ernsthaft eingreifen, als er einen direkten Freistoß aus gefährlicher Position gekonnt entschärfte.
In der ersten Halbzeit wäre eine Führung verdient gewesen
Trotz der allgemeinen Überlegenheit und den deutlich höheren Ballbesitzanteilen taten sich die Weiler-Schützlinge in der neu formierten Offensive schwer, die diszipliniert auftretende Andernacher Abwehr zu knacken. Dennoch hatten sie in einigen Situationen die Führung auf dem Fuß, allerdings scheiterten Cedric Kötting, Moritz Hoffmann und Christoph Schumacher mit ihren Versuchen jeweils denkbar knapp. Daher mussten sich die Gäste zur Halbzeit mit dem Zwischenstand von 0:0 zufriedengeben, obwohl eine Führung alles andere als unverdient gewesen wäre.
Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff zur zweiten Hälfte folgte der Schock für die SGH: Mit ihrer ersten wirklich gefährlichen Offensivaktion aus dem laufenden Spiel heraus erzielten die Gastgeber in der 49. Minute das 1:0, welches den Spielverlauf ein Stück weit auf den Kopf stellte. Ein Mittelfeldspieler der SG Andernach durfte aus etwa 20 Metern unbedrängt aufs Tor schießen, wobei sein Versuch zunächst noch an den Pfosten klatschte. Der Abpraller fiel jedoch einem Andernacher Angreifer vor die Füße, der keine große Mühe hatte, den Ball per Direktabnahme im Tor unterzubringen. Durch das Gegentor waren die Gäste zunächst sichtlich verunsichert, und es schlichen sich nun wieder häufiger Fehlpässe und technische Mängel ein. Dadurch wurde das Spiel insgesamt etwas offener als noch im ersten Durchgang, wobei die SGH auch weiterhin Feldvorteile besaß. Allerdings blieben die Offensivbemühungen der Weiler-Schützlinge auch über weite Strecken der zweiten Hälfte zu harmlos, und es zeigte sich in dieser Phase sehr deutlich, wie schmerzhaft die Ausfälle wichtiger Offensivakteure für das Team waren.
Bis zuletzt gegen die Niederlage gestemmt
Mangelnde Einsatzbereitschaft konnte man der SGH indes nicht vorwerfen, denn die Gästeakteure stemmten sich vehement gegen die drohende Niederlage und riskierten in der Schlussphase alles, um zumindest einen Punkt mit nach Hause nehmen zu können. So hatte die SGH in den letzten zehn Minuten gleich drei große Gelegenheiten zum Ausgleich: Zunächst erwischte Innenverteidiger Hannes Schieler einen Kopfball aus aussichtsreicher Position nicht richtig, sodass der Ball am Tor vorbeiflog.
In der Nachspielzeit umdribbelte Luca Dederichs den gegnerischen Keeper, konnte den Ball im Anschluss aufgrund des zu spitzen Winkels nicht aufs Tor bringen. Die letzte Gelegenheit hatte der eingewechselte Fabian Merten, der im Strafraum zum Schuss kam, allerdings am herausragend reagierenden Andernacher Keeper scheiterte. Somit blieb es bis zum Schlusspfiff des absolut souverän agierenden Unparteiischen Jan Ulmer bei dem aus Gästesicht enorm bitteren 1:0 für die SG Andernach II.
Ergebnis entspricht nicht dem Spielverlauf
Alles in allem ist diese Niederlage für die SG Hocheifel als hochgradig unglücklich zu bezeichnen, denn das Team von Tobias Weiler war dem Gegner absolut ebenbürtig und hätte dementsprechend mindestens einen Punkt verdient gehabt. Nicht wenige Akteure der Gäste fragten sich, wie man ein solches Spiel verlieren konnte, denn das Ergebnis spiegelte den Spielverlauf in keiner Weise wider.
Vorwerfen muss man sich trotzdem, dass es viel zu selten gelungen ist, für Durchschlagskraft in der Offensive zu sorgen. Gleichzeitig hat man erneut zu viele Tormöglichkeiten vergeben, während der Gegner eine unglaubliche Effizienz an den Tag gelegt hat und mit einer seiner ganz wenigen ernst zu nehmenden Offensivaktionen den Siegtreffer erzielte.
Für das Spiel fehlten der SGH Niklas Pauly (Oberschenkelprobleme), Lukas Knelke und Anh Nguyen (beide berufsbedingt).
Für die SGH spielten: T. Schmitz – S. Schmitz, Schieler, Baur, Hoffmann (Merten/77.) – N. Jüngling (Prämaßing/68.), Weiler, Schumacher, Dederichs – Hertel, Kötting.
Ausblick
Die SG Hocheifel trifft am kommenden Freitag (10. November) um 19.30 Uhr zuhause auf die TuS Kottenheim. Die Partie findet in Reifferscheid statt, wo die SGH von nun an bis Ende März ihre Heimspiele austragen wird.
