Lokalsport | 27.09.2017

Sportkegler Münstermaifeld

Erste Mannschaft bewahrt kühlen Kopf

Betretene Gesichter bei der Abschlussbesprechung nach dem Spiel: Die Einzelergebnisse und der Spielverlauf waren zum Teil wenig erfreulich.SK Münstermaifeld

Münstermaifeld. Zum zweiten Heimspiel der noch jungen Bundesliga-Saison empfingen die Sportkegler Münstermaifeld die Gäste der SK Heiligenhaus. Den Verlauf dieses Spiels konnte keiner der beteiligten Akteure und Verantwortlichen so erahnen, denn unmittelbar vor Beginn des Spiels gab es eine Änderung auf zwei Bahnen, die die angesetzte Schiedsrichterin regelkonform veranlasste. Auf den Bahnen eins und drei mussten jeweils die Vorderhölzer ersetzt werden. Damit hatte niemand gerechnet, aber an beiden Standplatten der Vorderhölzer waren Mängel bei der Bahnabnahme festgestellt worden. Gäste wie Gastgeber mussten dies erst mal verdauen, denn schon bei den Probewürfen zum ersten Block blieben Bilder stehen, die die Ergebnisse in den Keller rissen.

Nun hieß es, kühlen Kopf zu bewahren und sich nicht emotional aus der Konzentration reißen zu lassen. Dies gelang über den gesamten Spielverlauf Bernd Göbel am besten. Gemeinsam mit Patrick Pauly legten beide trotz des „ätzenden“ Kegelfalls eine ordentliche Zahl vor. Göbel erspielte mit 855 Holz die unantastbare Höchstzahl an diesem Tag, gefolgt von Pauly mit 828 Holz, der die zweithöchste Zahl erreichen konnte. Die Gäste konnten mit Robin Holler und Alexander Ratzko mit 761 und 764 Holz nicht dagegenhalten.

Im zweiten Block waren die Vorzeichen bezüglich des Kegelfalls keinesfalls besser. Rainer Stoffels war nicht wiederzuerkennen und zeigte, dass auch die Heimmannschaft sicherlich keinen Vorteil aus den ausgetauschten Vorderhölzern ziehen konnte. Mit 789 Holz erspielte er sich möglicherweise seinen eigenen „Negativrekord“, konnte aber Knut Martini (767 Holz) überspielen. Gerd Köhl hielt dagegen mit 816 Holz Matthias Simon mit ebenfalls 767 Holz auf Distanz. Vor dem letzten Block ein beruhigender Vorsprung von 229 Holz für die SKM.

Alfred Mitscher und Mike Killadt hatten sicherlich vor ihrem Start im Schlussblock ein flaues Gefühl in der Magengegend, denn der Kegelfall auf den beiden Bahnen schien unberechenbar. Auch sie hatten zu kämpfen und schlossen den Block mit verhältnismäßig geringen Zahlen ab: Mitscher erreichte 777 Holz, Killadt 767 Holz. Auf der Gegenseite erreichte Marcel Grote 763 Holz. Kerim Demirbag behielt bei den Gästen die Nerven und konnte mit 807 Holz überzeugen.

Unterm Strich ein klarer, deutlicher 3:0-Sieg der SK Münstermaifeld bei 4832:4629 Holz (52:26 Hilfspunkte). Aber der Schein trügt: Das Ergebnis musste - aufgrund des ungewöhnlichen Kegelfalles - hart erkämpft werden, beide Mannschaften waren gefordert. Auch für die Zuschauer war das sicherlich keine leichte Kost.

Im Anschluss an das Spiel der ersten Mannschaft empfing die Reserve die Gäste des CfK GW 65 Rösrath. Beide Mannschaften rieben sich in Beobachtung des Spiels zuvor verwundert die Augen ob des „bedauernswerten“ Kegelfalls. CfK GW 65 Rösrath gehört nach Meinung der Insider mit zu den Aufstiegskandidaten zur Bundesliga. Die Rösrather Spieler stellen eine kompakte Mannschaft und sind sicherlich mit dem Gedanken nach Münstermaifeld gereist, einen Zähler oder mehrere Pünktchen bei der Heimreise im Gepäck zu haben. Beide Mannschaften sind auf den Münstermaifelder Bahnen locker in der Lage, Zahlen deutlich über 800 zu spielen, aber auch hier sollte sich der Austausch der beiden Vorderhölzer bemerkbar machen.

Im Startblock trafen auf Münstermaifelder Seite Rainer Michels und Thorsten Ragge auf Michael Stippe und Friedhelm Kohlhoff. Michels und Stippe lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das Michels am Ende mit 778:777 Holz für sich entscheiden konnte. Ragge konnte mit 772 Holz seinem Kontrahenten Friedhelm Kohlhoff (756 Holz) etwas deutlicher überspielen. Es zeigte sich, dass die Partie eine „enge Kiste“ zu werden schien - bei gerade einmal 38 Holz Differenz zwischen beiden Mannschaften nach dem ersten Block.

Die 800-Holz-Marke war auch im zweiten Block in weiter Ferne: Matthias Schneider mühte sich zu 746 Holz und unterlag damit Jan Demetrio mit 765 Holz. Christian Jung konnte allerdings mit 786 Holz seinem Gegenspieler Ralf Hennes (726 Holz) wichtige „Hölzchen“ entführen und somit den Vorsprung mit gerade mal 58 Holz halten.

Alles offen vor dem Schlussblock, den Manfred Stuch und Frank Trarbach gegen Thomas Habeth und Thomas Zimmermann bildeten. Stuch erspielte 765 Holz, musste aber anerkennen, dass Habeth gerade auf der letzten Bahn die Gasse gefunden zu haben schien und durch eine Serie mit den letzten Würfen auf 789 Holz, gleichzeitig die höchste Holzzahl in der Begegnung, davonzog. Zwar konnte Trarbach mit 775 Holz seinen Gegenüber Thomas Zimmermann mit 721 Holz halten, doch der begehrte Zusatzpunkt ging aufgrund der Holzzahl von Habeth verdient an die Gäste.

Wenn der Kegelfall auch in dieser Partie den Spaßfaktor einbremste, so ist die zweite Garnitur über das Endergebnis von 2:1 bei 4622:4534 Holz (44:34 Hilfspunkte) nicht unzufrieden. „Hätte uns jemand vor dem Spiel dieses Ergebnis angeboten, so hätten wir das sicherlich unterschrieben. Gegen Rösrath haben wir zwei Punkte hinzugewonnen“, so das Schlussresümee von Münstermaifelder Seite. Trotz des ungewöhnlichen Kegelfalls zeigten sich die Gäste stets fair und emotional gefestigt.

Weiteres Ergebnis: Westerwälder Kegler II - SK Münstermaifeld III 2962:2873 Holz (2:1, 20:16).

Vorschau

Samstag, 30. September, 13 Uhr: SK Münstermaifeld - KSC Landsweiler. 16.30 Uhr: SK Münstermaifeld II - KSG Köllerbach. Die dritte Mannschaft ist spielfrei. Weitere Infos unter www.sk-muenstermaifeld.de.

Christian Jung war der beste Akteur der Reserve an diesem Tag.

Christian Jung war der beste Akteur der Reserve an diesem Tag.

Betretene Gesichter bei der Abschlussbesprechung nach dem Spiel: Die Einzelergebnisse und der Spielverlauf waren zum Teil wenig erfreulich.Fotos: SK Münstermaifeld

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