Lokalsport | 18.10.2016

SC Niederzissen Tischtennis

Erster „Zweier“ für die erste Mannschaft

Ein klarer 9:3-Sieg in Remagen erzielt

Voller Körpereinsatz von Josef Vendel.privat

Niederzissen. Am vergangenen Freitag ging es für die erste Mannschaft der Tischtennisabteilung des SC Niederzissen gegen den Mitaufsteiger TTF Remagen. Hatten sich die beiden Mannschaften in der zurückliegenden Aufstiegssaison noch auf Augenhöhe mit Zweimaligem 8:8 duelliert und bis zum Schluss jeder auf einen Ausrutscher des anderen zur Sicherung des direkten Aufstiegsplatzes spekuliert, war es diesmal mit einem 9:3 für Niederzissen eine relativ klare Sache, auch darin begründet, dass Remagen nach dem Aufstieg ihre Nummern zwei und drei berufsbedingt verloren haben und Niederzissen erstmals ohne Ersatz in Bestbesetzung antreten konnte. Gewohnt stark ging es mit 3:0 aus den Doppeln. Während Ockenfels/Friedrich und Haselbauer/Didinger klare Dreisatzsiege hinlegten, hatten Vendel/Kowall gegen das Remagener Spitzendoppel Müller/Lenz in einem ausgeglichenen spannenden Match mit sehenswerten Ballwechseln im fünften Satz das bessere Ende für sich. Nach 7:3-Führung der beiden Niederzissenern im letzten Satz kamen die Remagener noch mal auf einen 7:7-Gleichstand heran. In der dann genommenen Auszeit konnten sich Vendel/Kowall wieder sammeln und die taktischen Empfehlungen von „Betreuer“ Tobias Mergler zum 11:8 Endstand umsetzen. Nun ging es in die Einzel. Jörn Ockenfels, der sein erstes Einzel gewohnheitsgemäß zur Kompensation seines hausbaubedingten Trainingsrückstands nutzt, tat sich gegen Guido Lenz schwerer als gedacht. Erst im vierten Satz nach drei Verlängerungssätzen verbuchte er mit 11:3 standesgemäß seinen Punkt. Seine Leistungsgrenze zeigte ihm im zweiten Einzel allerdings der Remagener Spitzenspieler Kevin Müller - einer der stärksten der Bezirksliga - mit dreimal 5:11, unterbrochen durch einen 11:9 Hoffnungsschimmer im dritten Satz für Ockenfels auf. Eine kleine Sensation hätte dagegen beinahe Dominik Friedrich gegen Kevin Müller geschafft, der diesen unerwartet in den fünften Satz zwang, dann aber doch Müller, der noch eine Schippe zulegen konnte, zum Sieg gratulieren musste. Das Match hatte wohl auch Substanz gekostet, denn im zweiten Einzel gegen Guido Lenz wurde bereits nach drei Sätzen, wenn auch zwei davon knapp, der Punkt auf Remagener Seite notiert. Dieser dritte Punkt sollte auch der letzte für Remagen sein, denn Josef Vendel, nach verletzungsbedingter längerer Auszeit wieder zurückgekehrt, behielt auf Niederzissener Seite in drei klaren Sätzen gegen Kleinschmager und drei aufgrund des Materialeinsatzes von Hans Frittmann unangenehmeren Sätzen eine weiße Weste und hatte mit seinen beiden Einzelsiegen sowie im Doppel mit Heiko Kowall den größten Anteil am Endresultat. Seine unangenehme (Schläger-)Seite zeigte Frittmann auch Sascha Haselbauer, der aber dann im vierten Satz mit 11:2 kurzen Prozess machte und seine positive Bilanz in der Saison weiter ausbaute.

Heiko Kowall, der jetzt wieder ins untere Paarkreuz rückte, konnte seine Wunden aus dem bisherigen Saisonverlauf lecken und gegen seinen Gegner Jürgen Dörr mit klarem Dreisatz-Sieg Selbstvertrauen tanken. Stephan Didinger hatte mit seiner ruhigen und sicheren Spielweise den Remagener Tobias Dörr klar in drei Sätzen im Griff und damit seinen Anteil am deutlichen 9:3-Erfolg der Niederzissener und dem ersten Zweipunkte-Erfolg für die Tabelle, aus deren „Niederungen“ man sich langsam herausspielen will.

Voller Körpereinsatz von Josef Vendel.Foto: privat

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