Lokalsport | 06.07.2017

Der Neuwieder Heinz-Werner Lenz, Dreifacher Truckeuropameister, beendet seine Karriere

„Es war eine schöne Zeit, dafür danke ich meinen Fans“

Heinz-Werner steuerte den Truck mit der Nummer 36. Fotos: DEB

Nürburgring. Der Wettergott hatte in diesem Jahr leider kein Einsehen mit den 115.000 Truckrennfans, die sich das Motorsportspektakel 32. ADAC Truck Grand Prix in der Eifel nicht entgehen lassen wollten. Spannender Motorsport mit spektakulären Einlagen, tolle Countrymusik u.a. mit der deutschen Legende Tom Astor und dem neuesten Stern am Countryhimmel, Jessica Lynn aus dem amerikanischen Brooklyn. Für jeden war etwas dabei, und es wurde beste Laune versprüht ,trotz Regen und Kälte. Die Leute waren gut drauf und feierten bis tief in die Nacht. Der 32. ADAC Truck Grand Prix, ausgerichtet vom ADAC Mittelrhein in Koblenz war ein toller Erfolg. In den Rennen zur FIA Europameisterschaft starteten der dreifache Meister , der Abschleppunternehmer Heinz-Werner Lenz auf seinem rund 1000 PS starken Mercedes Boliden. Sein Sohn ;Sascha Lenz pilotierte den 1050 PS starken MAN Racingtruck. Außerdem im Feld der vierfache Champion Jochen Hahn, Norbert Kiss aus Ungarn und auch Antonio Albacite aus Spanien, alle mit Europameisterschaftgewinnen ausgestattet. Vier Rennen standen neben den Rennen des Mittelrhein Cups auf dem Truckraceprogramm. Etwas wehmütig wurde es den Fans schon im Vorfeld angesichts der Nachricht, dass Heinz-Werner Lenz seine erfolgreiche Karriere beenden würde. Es sollte sein letztes Rennen auf dem Nürburgring werden. Ein Grund sind die immensen Kosten. Dazu Lenz: „Allein ein konkurrenzfähiger Motor kostet 80.000 Euro. Ich bin dazu nicht mehr bereit, soviel Geld zu investieren. Ich hatte 26 wunderbare Jahre im Rennzirkus mit den drei Titeln. Ich hatte viel Spaß, speziell am Nürburgring, wo manchmal 200.000 Fans da waren und mir zujubelten, dafür danke ich euch allen. Klar ist Wehmut dabei und das Aufhören fällt mir nicht leicht, doch mein Sohn Sascha ist ja längst in meine Fußstapfen getreten und fährt Superrennen.“ Und der 59-Jährige kann immer noch Gas geben, denn mit Rang 14 im ersten Race über die Distanz von 13 Runden zeigte er mit dem unterlegenen Mercedes feinstes Truckracing und war zufrieden mit dem Resultat. Und in Race zwei gings noch besser mit dem am Ende guten Platz 11. „Ich bin zufrieden mit dem, was am Ring abgelaufen ist, und ich konnte so den Fans nochmals Spaß bereiten auf den vollbesetzten Tribünen. Die Technik ist heute so vorangeschritten, dass alles sehr teuer geworden ist. Es herrscht typisches Eifelwetter, und das kommt manchem Truckracer auch entgegen. Sohn Sascha Lenz hoffte auf das berüchtigte Eifelwetter, denn der 30- Jährige erhoffte sich so gute Platzierungen in der Europameisterschaft.“ Meine Saison ist sehr gut gestartet, beim letzten Rennen in Österreich sind wir aufs Podest gefahren, und wir waren megazufrieden mit dem Wochenende. Dann kam der Grand Prix in Misano in Italien. Wir hatten einige Kleinigkeiten am Auto verändert. So lief es dort ganz gut, nur in den zweiten Tagesrennen hat mich einer auf der Piste rumgedreht, konnte so kein besseres Ergebnis erreichen. Hier will ich so viele Punkte wie möglich holen, ist ja mein Heim Grand Prix, bloß keinen Unfall oder technischen Defekt“, so Sascha Lenz. In der sogenannten Super Pole sicherte sich der Junior den guten sechsten Platz. Das bedeutete auch, dass Lenz als sechster nicht mal eine Sekunde hinter dem Polesetter Jochen Hahn rangierte, also eine bärenstarke Leistung. In den ersten beiden Rennen um die Europameisterschaft auf der 3629 m langen Kurzanbindung der Nürburgring Grand Prix Strecke: Mit Platz 5 im ersten Umlauf und Platz 6 im zweiten Umlauf war der Junior auch ganz zufrieden am Samstag. Am Sonntag in Rennen drei gabs schon in der ersten Runde mit Antonio Albacete eine Berührung, die Sascha Lenz ziemlich ans Ende des Feldes zurückwarf. Doch er gab Gas und machte bis zum Rennende noch Plätze gut.“ Von der Schnelligkeit waren wir hier am Ring gut aufgestellt und deshalb hätte es schon besser für uns laufen können. Wir haben 15 Punkte erkämpft, wissen, dass unser Auto gut funktioniert für der Rest der Saison, doch ich hätte mir gewünscht, dass wir mehr Punkte geholt hätten. Zufrieden sind wir schon mit dem Weekend am Ring“, so der 30-jährige Sacha Lenz. Am Sonntag ging ab mittags auf der Piste nicht mehr. Was war passiert? Ein Pilot hatte die ganze Rennstrecke mit Öl „eingesaut“. Die Kräfte versuchten ihr Möglichstes, den rutschigen Untergrund zu entschärfen. Am Ende musste die Rennleitung passen und das letzte Rennen zur Europameisterschaft absagen. Trotzdem war der 32. Truck grand Prix auf dem Nürburgring ein Superspektakel für die Fans und wenn auch Lokalhero Heinz-Werner Lenz aktiv vom Rennzirkus zurücktritt, den werd man noch sehr oft beim TGP auf dem Ring sehen. DEB

‚Die Countrylegende Tom Astorsorgte für die musikalische Stimmung.

‚Die Countrylegende Tom Astor sorgte für die musikalische Stimmung.

Sascha Lenz sicherte sich einen guten sechsten Platz.

Sascha Lenz sicherte sich einen guten sechsten Platz.

Heinz-Werner Lenz fuhr ein letztes Malmit seinem Mercedes Truck.

Heinz-Werner Lenz fuhr ein letztes Mal mit seinem Mercedes Truck.

Der MAN Truck von Sascha Lenz hatte die Startnummer 30.

Der MAN Truck von Sascha Lenz hatte die Startnummer 30.

Heinz-Werner steuerte den Truck mit der Nummer 36. Fotos: DEB

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