Lokalsport | 09.05.2016, 08:28 Uhr

Im August kommt es bei der deutschen Frauenfußballnationalmannschaft zum Neuanfang

Ettringer Markus Högner wird Co-Trainer

Steffi Jones wird nach den olympischen Sommerspielen Nationaltrainerin Silvia Neid beerben

Jetzt heißt es: Daumen hoch und drücken für viele Titel mit der deutschen Nationalmannschaft: Der gebürtige Ettringer Markus Högner wird Co-Trainer der deutschen Frauenfußballnationalmannschaft.
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Region. Im August kommt es bei der deutschen Frauenfußballnationalmannschaft zum Neuanfang. Steffi Jones wird nach den olympischen Sommerspielen Nationaltrainerin Silvia Neid beerben. Nun stellte Jones ihre künftigen Assistenten für diese Aufgabe vor. Neben Verena Hagedorn wird der gebürtige Ettringer Markus Högner der Nationaltrainerin zur Seite stehen. Högner und Jones kennen sich bereits seit vielen Jahren. 2007 erwarben beide gemeinsam die Fußballlehrerlizenz. „Steffi ist ein absoluter Teamplayer mit einer tollen Ausstrahlung, die den deutschen Frauenfußball seit Jahrzehnten als Spielerin sowie als Funktionärin geprägt hat. Sie wird auch als Trainerin ihre Spuren hinterlassen. Ich bin ihr sehr dankbar, dass sie mir diese Möglichkeit eröffnet hat. Mein Ziel ist es, dass ich einen verlässlichen, zielstrebigen und professionellen Job abliefere. Dann hoffe ich natürlich, dass wir Erfolg haben werden und Titel gewinnen“, freut sich Högner auf seine neue Aufgabe bei der Nationalmannschaft.

Bei TuS Mayen als „Linksfuß“ durchgestartet

Seine ersten fußballerischen Schritte ging Markus Högner beim TuS Mayen, wo er besonders als Linksfuß positiv in den Fokus rückte. Auch heute hat Högner seinen Heimatverein stets im Blick. „Im Zeitalter des Internets verfolge ich selbstverständlich die Ergebnisse und Entwicklungen meiner ehemaligen Vereine. Ich bin in Ettringen geboren und habe dann zwanzig Jahre in Mayen gelebt. Bis vor zwei Jahren habe ich mich auch um meine Großmutter gekümmert und dadurch die Beziehung zur Heimat immer aufrechterhalten. Nach ihrem Tod hat das nun aber etwas nachgelassen.“

1988 wechselte Högner zu Alemannia Aachen und spielte für Aachen auch in der zweiten Bundesliga. Auch seine Trainerlaufbahn begann bei den Junioren der Alemannen. Sowohl die U16 als auch die U19 trainierte Högner, bevor er das Traineramt bei der zweiten Mannschaft des FC Schalke 04 übernahm. „Jede Station in meiner Spieler-, als auch Trainerkarriere hat mich rückblickend geprägt. Ganz besonders in Erinnerung bleiben mein erster Trainer Wilfried Blasweiler, bei dem ich damals beim TuS Mayen angefangen habe. Er hat uns mit Leidenschaft und großer Menschlichkeit trainiert. Ebenso Wolfgang Roßmann, mit dem wir Rheinlandmeister geworden sind und wir uns für die deutsche A-Jugend Meisterschaft qualifizierten, das war sehr hart und für damalige Verhältnisse sehr professionell. Als Trainerkollegen haben mich besonders Nobert Elgert, der mich damals nach Schalke zur U23 geholt hat, sowie Frank Schäfer vom 1. FC Köln inspiriert,“ so Högner über seine bisherigen Stationen.

Aber auch im Frauenfußball kann Högner seine Erfahrung aufweisen. Bereits seit 2010 trainiert Markus Högner die Frauenmannschaft der SG Essen-Schönebeck. „Es war eine tolle Zeit in Essen und wir haben in den letzten Jahren eine Menge aufgebaut und erreicht. Eines unserer Erfolgsgeheimnisse war auf alle Fälle, dass es darum ging, den Verein und die Spielerinnen zu entwickeln und nie um persönliche Eitelkeiten. Ich habe großen Respekt vor Willi Wissing, dem Manager der SGS, der es immer wieder geschafft hat mit bescheidenen Mitteln viel zu erreichen. Die SGS Essen hat ein klares Konzept. Der Verein, das Ruhrgebiet und die vielen tollen Menschen sind mir sehr ans Herz gewachsen. Aber jetzt ist die Zeit reif den nächsten Schritt zu gehen“, so Högner zu seinem Abschied aus Essen.

Bei der Nationalmannschaft gibt es eine besondere Herausforderung wie Markus Högner erklärt. „Ich bin jetzt seit dreizehn Jahren nahezu ununterbrochen Vereinstrainer und fast tagtäglich mit einer Mannschaft zusammen. Eine Mannschaft zu entwickeln, obwohl man nicht ständig zusammen trainiert stellt schon eine Herausforderung dar. Darüber hinaus ist es aber eine große Ehre für mich mit den besten Spielerinnen Deutschlands zusammen arbeiten zu können.“

Aus der beschaulichen Eifel in die große Fußballwelt, dieser Schritt ist Markus Högner gelungen und nun heißt es Daumendrücken für viele Titel mit der deutschen Nationalmannschaft.

Aus der beschaulichen Eifel in die große Fußballwelt, dieser Schritt ist Markus Högner gelungen.SGS Essen

Aus der beschaulichen Eifel in die große Fußballwelt, dieser Schritt ist Markus Högner gelungen. Fotos: SGS Essen Foto: WAZ FotoPool

Jetzt heißt es: Daumen hoch und drücken für viele Titel mit der deutschen Nationalmannschaft: Der gebürtige Ettringer Markus Högner wird Co-Trainer der deutschen Frauenfußballnationalmannschaft. Foto: Michael Gehrmann

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