Lokalsport | 11.08.2014

Gelungener 42. AvD-Oldtimer-Grand-Prix auf dem Nürburgring

Festival des historischen Motorsports zeigte lebendige Geschichte

Höhepunkt des Wochenendes war das Abendrennen der zweisitzigen Rennwagen und GTs bis 1960/61, das eine tolle Stimmung aufkommen ließ. privat

Nürburg. Der AvD-Oldtimer-Grand-Prix war auch bei seiner 42. Auflage ein Festival des historischen Motorsports. Rund 50.000 Zuschauer erlebten an den drei Veranstaltungstagen 14 Rennen und Gleichmäßigkeitsprüfungen, die in Umfang und Qualität einzigartig auf dem europäischen Kontinent waren. Am Start standen etwa die drei historischen Rundstreckenmeisterschaften des Automobil-Weltverbandes FIA, in der historische Formel-1-Fahrzeuge, Sport-Prototypen und die agilen Flitzer der Formel-Junior-Ära zu sehen waren.

Zum stimmungsvollen Höhepunkt des Wochenendes wurde das Abendrennen der zweisitzigen Rennwagen und GTs bis 1960/61: Das riesige Feld mit 47 historischen Fahrzeugen ließ Le-Mans-Feeling aufkommen, als in der Abenddämmerung die Scheinwerfer aufflammten. Standesgemäß wurden die bildschönen Rennwagen im Ziel mit einem Feuerwerk empfangen. Zu einem Höhepunkt wurden aber auch die Ehrenrunden, die das erste Weltmeisterfahrzeug von Michael Schumacher absolvierte. Der Benetton Ford B194-5 von 1994 war ein viel beachtetes Schaustück in dem an Höhepunkten nicht armen Fahrerlager. Informationen und Impressionen vom Rennwochenende gibt es im Internet auf der offiziellen Homepage unter www.avd-oldtimer-grand-prix.de.

Motorsporthistorie lebendig werden zu lassen – dieser Kerngedanke wurde am Veranstaltungswochenende bestens umgesetzt. Von den Vorkriegsrennwagen der „Vintage Sports Car Trophy“ bis zu den Formel-1-Boliden der 70er und frühen 80er Jahre reichte die historische Bandbreite in den Rennen. Im offenen Fahrerlager erlebten die Besucher das Geschehen noch einmal näher als in den vergangenen Jahren. „Wir haben in diesem Jahr neue Zelte für die Präsentation der Teilnehmerfelder verwendet, die noch offener für die Zuschauer waren“, erläutert Ludwig Fürst zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg, Präsident des Automobilclub von Deutschland (AvD). „So konnten wir ihnen das Geschehen noch näher bringen. Beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix kann man Motorsport von der Box bis auf die Strecke hautnah verfolgen. Dieses direkte Erlebnis ist etwas, was diese Veranstaltung einzigartig macht“.

Dass dieses Konzept aufging, bestätigten nicht nur die zahlreichen Besucher, sondern auch die Experten. So etwa einer der besonderen Ehrengäste: Norman Dewis, der ehemalige Cheftester von Jaguar, besuchte das Marken-Village der britischen Automobilschmiede aus Anlass des 60. Geburtstages des D-Type, den er mit entwickelt hatte. „Eine grandiose Veranstaltung“, fasste der 94-Jährige seine Eindrücke zusammen. „Ich war schon so oft hier und freue mich immer sehr, wenn ich kommen kann. Die Begeisterung - speziell für die Marke Jaguar - und das Wissen der Enthusiasten sind beachtlich. Ich mag die Atmosphäre sehr und genieße die Zeit.“

Die exzellenten Starterfelder, spannende Rennen und ein vielfältiges Programm auf und abseits der Strecke brachten dem AvD-Oldtimer-Grand-Prix auch in diesem Jahr viel Lob ein: „Wir sind sehr stolz darauf, dass unser Event international einen exzellenten Ruf besitzt“, fasste AvDPräsident Fürst zu Löwenstein zusammen. „Diesen zu erhalten und ihm weiterhin gerecht zu werden, ist unsere Mission, die wir in der Veranstaltergemeinschaft aus AvD, Histomobil GmbH, dem Club Historischer Renn- und Sportfahrzeuge Nürburgring und dem Hesse Motor Sports Club gemeinsam verfolgen“.

Rallye-Altmeister Walter Röhrl überragte im Regen

Spannender Motorsport wurde am Wochenende vom ersten Tag an geboten: Der AvD-Historic-Marathon auf der Nordschleife geriet durch die typische Eifelwitterung zu einer spektakulären Angelegenheit. Starkregen sorgte für höchste fahrerische Ansprüche und eine eineinhalbstündige Rennunterbrechung. Am besten meisterten Marcus von Oeynhausen und Frank Stippler die Herausforderung, die im Jaguar E-Type von 1962 ihren fünften Marathon-Sieg holten. Sie setzten sich nach einem spannenden Fight gegen Jason Wright und Michael Gans (Ford GT40) durch. Walter Röhrl lief mit Dr. Armin Zumtobel im Porsche 911 als Dritter im Ziel ein. Der zweifache Rallye-Weltmeister hatte zuvor bei einer sehenswerten Aufholjagd sein überragendes Fahrkönnen voll ausspielen können.

Röhrl war es auch, der am Samstag die Sieger eines anderen Marathons ehrte: In der Hospitality von Veranstaltungspartner TÜV Rheinland kürte er die Sieger der AvD Heldentour. Die viertägige Rundfahrt für historische Tourenwagen und GT in der Tradition der

„2.000 Kilometer durch Deutschland“ lief als Prolog in der Woche vor dem AvD-Oldtimer-Grand-Prix. In der sportlichen Wertung setzten sich Sebastian Lohmann und Stefan de Smidt in einem Porsche 911 T von 1971 durch.

Automobilhersteller zeigten einzigartige Schaustücke

Zu einem Motorsport-Fest wurde der AvD-Oldtimer-Grand-Prix auch dank der Beteiligung vieler Hersteller, Clubs und Industriepartner. So präsentierte BMW Group Classic vor den beiden BMW Rennen eine Reihe historischer Fahrzeuge in Aktion – darunter Tourenwagen aus der DTM, die von ehemaligen Piloten aus der Serie gefahren wurden, die in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag feiert. Opel zeigte „Legenden der Opel-Motorsportgeschichte“, zu denen auch das älteste Rennfahrzeug des Wochenendes gehörte: ein 10/12-PS-Rennwagen aus dem Jahr 1903. Porsche Classic zeigte auf einem 14.000 Quadratmeter großen Areal historische Modelle und zelebrierte 40 Jahre Porsche 911 Turbo.

Viele weitere Marken - wie etwa Alfa Romeo, Ferrari, McLaren und Maserati - waren werksseitig oder durch ihre Markenclubs vertreten und zeigten einzigartige Automobile aus ihrer Unternehmensgeschichte.

Viele Marken zeigten einzigartige Automobile aus ihrer Unternehmensgeschichte.

Viele Marken zeigten einzigartige Automobile aus ihrer Unternehmensgeschichte.

Höhepunkt des Wochenendes war das Abendrennen der zweisitzigen Rennwagen und GTs bis 1960/61, das eine tolle Stimmung aufkommen ließ. Fotos: privat

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