39. DMV-Münsterlandpokal am Nürburgring
Ford gewinnt nach über 23 Jahren wieder
Nebelschleier sorgten für Verzögerungen
Nürburgring. Der 39. DMV-Münsterlandpokal markierte den Abschluss der diesjährigen Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring. Traditionell ist das Saisonfinale als Schinkenrennen bekannt, bekommt doch jeder Klassensieger neben dem Pokal einen „Westfälischen Schinken“ überreicht. Nach dem sich beim 9. VLN Lauf Rolf Derscheid (Much) und Michael Flehmer (Overath) bereits die Fahrerwertung der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring gesichert hatten, richtete sich beim letzten Wertungslauf das Augenmerk vieler Zuschauer wieder auf den Kampf um den Gesamtsieg. Besonders im Bereich der GP-Strecke dürfte es beim Start allerdings so manchem Fan auf den oberen Tribünenrängen schwergefallen sein, seinen Favoriten im Feld der 165 gestarteten Rennboliden auszumachen. Denn wieder einmal hatten sich die Höhenlagen der Nürburgringregion in einen Nebelschleier gehüllt. Bei immer dichter werdendem Nebel entschloss sich die Rennleitung aufgrund der Sichtbeeinträchtigung, nach rund 24 Minuten den Lauf mit der roten Flagge zu unterbrechen. Die ersten Runden, die vor der Rennunterbrechung absolviert wurden, wurden für das spätere Rennergebnis nicht berücksichtigt. Und so startete das Feld nach einer zweistündigen Unterbrechung gemäß des morgendlichen Trainingsergebnisses in ein, auf drei Stunden verkürztes Rennen.
Sieg für Alzen und Schwager
Den Sieg sicherten sich Jürgen Alzen (Kausen) und Dominik Schwager (München) im Ford GT3. Das Duo setzte sich in einer spannenden Schlussphase gegen Klaus Abbelen, Sabine Schmitz (beide Barweiler), Patrick Huisman (Niederlande) und Frank Stippler (Bad Münstereifel) im Porsche 911 GT3 R von Frikadelli-Racing durch. Auf dem dritten Rang folgten Otto Klohs (Ludwigshafen) und Frédéric Makowiecki (Frankreich) im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing. Mit diesem Sieg bescherten Alzen und Schwager Ford nach über 23 Jahren wieder einen Sieg in der VLN. Den letzten Erfolg der Kölner Marke konnten sich beim Grenzlandrennen 1990 Dieter Selzer (Dillingen) und Hermann Tilke (Aachen) im Ford Sierra Cosworth sichern. Zudem hat sich Alzen mit nun ingesamt 29 Gesamtsiegen alleine an die Spitze in der VLN-Statistik katapultiert. Zuvor hatte er sich Platz eins der ewigen Bestenliste mit Olaf Manthey (Meuspath) und dem schon verstorbenen Ulli Richter geteilt.
Weitere Erfolge
Auch für Frikadelli Racing (Barweiler) ging zum Abschluss mit dem zweiten Platz eine sehr erfolgreiche Saison zu Ende. Mit dieser Platzierung und den drei Gesamtsiegen bei den vorherigen Rennen, sicherte sich das Team aus Barweiler auch die VLN Speed Trophäe. Tolle Erfolge zum Saisonabschluss auch noch einmal für das Team von Black Falcon, die in der Klasse V6 für seriennahe Fahrzeuge mit ihren beiden Porsche Carrera die Plätze 1 und 2 belegten. Abgerundet wurde der Erfolg des Teams mit Rang 3 eines weiteren Porsche Carrera in der Klasse SP6. In dieser Klasse konnte sich auch das Team von Prosport Performance aus Herschbroich mit der zweiten Position ihres Porsche Cayman zum Saisonende noch einmal eine Podiumsplatzierung sichern. Mit vereinten Kräften gelang GetSpeed Performance in der Porsche CUP Klasse die Fahrt auf das Siegerpodest. In der letzten Runde rollten Adam Osieka (Meuspath), Christopher Mies (Heiligenhaus) und Steve Jans (Luxemburg) in der führenden Klassenposition auf der Döttinger Höhe mit ihrem Porsche aus. Das nachfolgende Fahrzeug des Teams schob den gestrandeten Boliden über die letzten Kilometer bis ins Ziel, was in der Ergebnisliste am Ende für den 3. Klassenrang reichte. Keine Podiumsplatzierung war hingegen beim letzten Lauf dem Team von RTR aus Adenau vergönnt. Gerne hätte man den Erfolg vom 9. Lauf in der Porsche CUP Klasse wiederholt. Aber nach dem Markus Palttala (Belgien) den 911-er auf Schlagdistanz zum späteren Klassensieger pilotiert hatte, übernahm Dennis Trebing (USA) das Fahrzeug. Ein Unfall in seinem Stint machte dann alle Träume auf ein Saison-Happy-End zu Nichte. Die beiden in der Klasse SP7 eingesetzten Porsche des Teams belegten die Positionen vier und sechs in der mit 14 Fahrzeugen besetzten Klasse. Nicht wie erhofft lief es auch für das Team von Scheid-Partl Motorsport. Max Partl und Jörg Weidinger mussten mit dem Eifelblitz nach einem Dreher, in der die Heckpartie ihres BMW M235i Racing stark beschädigt wurde, eine Reparaturpause einlegen, so dass es am Ende nur zum sechsten Rang in der Cup5-Klasse reichte. In der Gesamtwertung des Cup verpasste das Fahrerduo damit die Vizemeisterschaft und belegte den Bronze-Rang. Auch in der Teamwertung belegte Scheid-Partl Motorsport schlussendlich den dritten Rang. Besonders freuen durfte man sich im Team aber über den Sieg von Max Partl in der VLN Junior Trophäe.
Eine 30-minütige Zusammenfassung des Finalrennens zeigt der Sender Sport 1 am 1. November um 11 Uhr.
Der siegreiche Ford GT3 von Jürgen Alzen und Dominik Schwager.
