Lokalsport | 03.04.2017

Fußball-Rheinlandliga: Erfolg der Vulkanstädter beim Tabellenfünften hätte am Ende sogar noch höher ausfallen können

„Fußball ist manchmal nicht erklärbar“

SG 2000 Mülheim-Kärlich - SG Eintracht Mendig/Bell 0:5 (0:1)

Malte Wedemeyer (links) und Niklas Heinemann (ganz rechts) stellten die Abwehr der SG 2000 Mülheim-Kärlich immer wieder vor Probleme.SK

Mülheim-Kärlich. Spiele gegen die Spitzenmannschaften der Fußball-Rheinlandliga scheinen der SG Eintracht Mendig/Bell zu liegen: Nach dem 1:0 (0:0) über den Tabellenzweiten SV Mehring behielten die Vulkanstädter am vergangenen Mittwoch auch beim Tabellenfünften SG 2000 Mülheim-Kärlich die Oberhand.

Und dieser an sich schon überraschende Erfolg fiel mit 5:0 (1:0) sogar sensationell hoch aus. Unglaublich, aber wahr: In der Schlussphase hätten die Gäste das Resultat sogar noch weiter in die Höhe schrauben können.

Treffer aberkannt

Die möglicherweise entscheidende Szene spielte sich nach etwa fünf Minuten ab, als ein Treffer von Daniel Aretz von Schiedsrichter Fabian Schneider (Grafschafter SV) zur Überraschung aller nicht gegeben wurde. Aretz hatte ein Missverständnis zwischen Torhüter Yannik Reinländer und Kapitän Florian Schlich ausgenutzt, nach Aussage des Unparteiischen mit dem Ausruf „Hey“ allerdings vorher für Irritationen gesorgt. „Von zehn Schiedsrichtern pfeift das ein halber“, räumte Mendigs Trainer Florian Stein später ein. „Da hat uns das Glück zur Seite gestanden, das Spiel kann auch ganz anders laufen.“

Praktisch im Gegenzug sorgte Rechtsverteidiger Marcel Berg nach Vorarbeit des überragenden Niklas Heinemann mit seinem schwächeren linken Fuß für die frühe Führung der Gäste (6.). Bereits vor der Pause hätten Lars Bohm, der am reaktionsschnellen Torhüter Jost Henning Becker scheiterte (19.), Damir Mrkalj (22.) und Matthias Strahl (29.) jeweils per Kopf nach einem Eckball sowie zweimal Niklas Heinemann (37., 45.) die Partie fast schon entscheiden müssen.

„Ich mache die Niederlage nicht an unserem nicht gegebenen Tor fest“, zeigte sich Patrick Wagner-Galda, der Trainer der SG 2000, als fairer Verlierer und suchte nicht nach Ausreden.

„Die SG Mendig/Bell war nach zwei Siegen hintereinander mit Rückenwind angereist und hat uns immer wieder vor Probleme gestellt. Wir haben kopflos gespielt und in den ersten 45 Minuten keinen Zweikampf und keinen Defensivkopfball gewonnen. Wenn ich ehrlich bin, dann hätten wir schon zur Pause mit 0:3 hinten liegen können.“

Das taten die Gastgeber exakt 20 Minuten später: Der eingewechselte Stephan Schikora schnürte in der 48. Minute mit einem sehenswerten Volleyschuss und in der 65. Minute mit einem Solo einen Doppelpack, die Messe war endgültig gelesen.

In der Schlussphase nutzten Takeru Iino (79.) und der ebenfalls eingewechselte Tobias Schumacher (85.) die Auflösungserscheinungen in der Abwehr der Grün-Weißen, die einem aufgescheuchten Hühnerhaufen glich, zu zwei weiteren Treffern. „Wir waren nach den Siegen in Schoden und zu Hause gegen Mehring im Fluss und haben uns hier förmlich in einen Rausch gespielt“, so Stein. „Fußball ist manchmal nicht erklärbar.“

Sein Kollege Wagner-Galda wollte den Kunstrasenplatz am Schulzentrum nur noch schnell verlassen: „Der Sieg geht auch in dieser Höhe in Ordnung. Ich hinterfrage mich selbst auch, aber die Spieler sollten ebenfalls darüber nachdenken, was sie heute hier abgeliefert haben.“

Statistik

SG 2000 Mülheim-Kärlich: Becker, Wans (46. Runkel), , Aretz, Wiersch, Lauer, Schneid, Wißfeld, Heyer (68. Simek), Dohmen (66. Kuhn), Mintgen, Scheu.

SG Eintracht Mendig/Bell: Reinländer, Berg, Bianco, Mrkalj, Schlich, Iino, Kostrewa, Strahl (82. To. Schumacher), Bohm (62. Gimnig), Wedemeyer (46. Schikora), N. Heinemann.

Schiedsrichter: Fabian Schneider (Grafschafter SV).

Zuschauer: 150.

Tore: 0:1 Marcel Berg (6.), 0:2, 0:3 Stephan Schikora (48., 65.), 0:4 Takeru Iino (79.), 0:5 Tobias Schumacher (83.).

Im Dunstkreis des Kühlturms: Für das ehemalige Atomkraftwerk hatten die Akteure der SG Eintracht Mendig/Bell in ihren orangefarbenen Trikots und die Spieler der SG 2000 Mülheim-Kärlich keine Blicke übrig.

Im Dunstkreis des Kühlturms: Für das ehemalige Atomkraftwerk hatten die Akteure der SG Eintracht Mendig/Bell in ihren orangefarbenen Trikots und die Spieler der SG 2000 Mülheim-Kärlich keine Blicke übrig.

Malte Wedemeyer (links) und Niklas Heinemann (ganz rechts) stellten die Abwehr der SG 2000 Mülheim-Kärlich immer wieder vor Probleme.Fotos: SK

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