SV Rot Weiß Queckenberg
Gute Werbung für den Amateur- und Kreisligafußball
SV Niederbachem III – SV Rot-Weiß Queckenberg 9:5
Rheinbach. Mit 15 Siegen in Folge und vier Punkten Vorsprung fuhren die Spitzenreiter des SV Rot Weiß Queckenberg vor Kurzem zu ihrem ärgsten Verfolger, dem SV Niederbachem III. Im Schlepptau wusste die Mannschaft eine stattliche Fankarawane, sodass sich an der Austraße bis 10.30 Uhr eine sehr ansehnliche Vertretung aus Rheinbach eingefunden hatte.
Was sich dann in den 98 Spielminuten inklusive Nachspielzeit auf dem satten Kunstgrün abspielte, war Werbung für den Amateur- und Kreisligafußball. Es gab 14 teilweise wunderschön herausgespielte Tore zu bestaunen, dazu jede Menge Temperament.
Einziger, jedoch aus rot-weißer Fansicht nicht unbedeutender Wermutstropfen war die Tatsache, dass die Treffer mit 9:5 (4:2) eindeutig zugunsten der Gastgeber verteilt waren. Aufgrund der spielerischen Vorteile und der in Teilen besseren individuellen Klasse des Gegners ging das Ergebnis schlussendlich auch vollkommen in Ordnung.
Nicht wach genug
Wenn man jedoch bedenkt, dass die Spieler von der Madbach dreimal die Haltbarkeit des Querbalkens prüften, dass ebenfalls dreimal der Torjubel nur deshalb im Halse stecken blieb, weil ein Niederbachemer Abwehrbein auf der Linie den sicher geglaubten Einschlag verhinderte, dann kommt man nicht umhin festzustellen, dass auch ein 9:9 durchaus möglich gewesen wäre. Aber an diesem Tag waren die Queckenberger über 90 Minuten nicht wach genug, um zählbares mit auf den Tempelberg am Eichener Weg zu entführen.
Zu häufig wurden die berühmten zweiten Bälle verloren, wurden Fehlpässe gespielt, wie man sie schon seit Monaten für immer verbannt geglaubt hatte. Und zu allem Überfluss durfte sich der Gastgeber vor allem im ersten Durchgang viermal für grobe Aussetzer bedanken, machte jeweils kurzen Prozess und ließ Claßen nicht einmal den Ansatz einer Abwehrchance.
Vorsprung spielerisch verwaltet
Mit einem tödlichen Doppelschlag unmittelbar nach Wiederanpfiff wurde der Spitzenreiter auch noch der letzten Hoffnung beraubt, und Niederbachem verwaltete den Vorsprung scheinbar spielerisch. Denn immer, wenn das Pflänzchen Hoffnung vermeintlich wieder genährt wurde, legte Niederbachem unerbittlich eine Schippe drauf.
Nach dem Abpfiff gab es für die Gäste nur ein Ziel: Die dritte Halbzeit gehört den Queckenbergern. Laut und kräftig hallten die Spitzenreiter-Rufe über den Platz, und danach galt der Dank den mitgereisten Fans neben dem Platz. Mit nicht enden wollenden La-Ola-Wellen und Rutschpartien in die Gästekurve bedankte man sich bei dem treuen Anhang, der abermals extrem verstärkt wurde durch die Müllersburschen der Zweiten Mannschaft. Der umtriebige Betreuerstab kleidete noch flugs alle in rote Aufstiegs-T-Shirts ein.
Letztes Heimspiel am 26. Mai
Am 26. Mai empfängt man zum letzten Heimspiel in dieser Saison den SV Wachtberg III ab 15 Uhr. Davor misst sich die Zweite Garde des RWQ bereits ab 12.30 Uhr mit dem SV Beuel 06 IV.
Torfolge: 1:0, 2:0, 3:0 (18., 21., 31.), 3:1 Ring (39.) 4:1 (44.), 4:2 Cipera (Elfmeter 45.), 5:2, 6:2 (51., 52.), 6:3 Cipera (53. Elfmeter), 7:3, 8:3 (62., 71.), 8:4 Ring (84.), 8:5 D. Bures (87.), 9:5 (90. +2).
Aufstellung: Claßen – Wappenschmidt, Uygur, Becker – Cipera, Klemm, Declair, D. Bures, S. Bures, Savas – Ring. Verstärkung: von Sturm, A. Watty, Jentsch. Eiserne Reserve: Erol, Jörger.
