Lokalsport | 21.03.2023

HSG Sinzig/Remagen/Ahrweiler

HSG wird vor eigenem Publikum Meister in der Verbandsliga

Die HSG hat regionale Handballgeschichte geschrieben. Quelle: HSG Sinzig/Remagen/Ahrweiler

Sinzig/Remagen/Ahrweiler. Die HSG schreibt regionale Handballgeschichte und steht ein Spieltag vor Saisonende auf dem ersten Tabellenplatz und kann dort auch nicht mehr verdrängt werden. Mit 27:3 Punkten und nun zwölf Siegen in Folge zeigt die HSG einen beeindruckenden Lauf und wurde im Laufe der Saison immer stärker.

Die HSG hatte sich fest vorgenommen zu Hause gegen die HSG Westerwald die zwei entscheidenden Punkte zu sichern, um einem Saisonfinale gegen den extrem heimstarken und hartnäckigen Verfolger aus Weibern zu entgehen und die Meisterschaft vor eigenem Publikum zu feiern. Mit einem deutlichen 33:25 war der Gast aus dem Westerwald am Ende ohne Chance, lag über die gesamte Spielzeit hinten. Die ersten zehn Spielminuten dominierte die HSG vollkommen, war agil in der Deckung und hatte zwei starke Torhüter hinten stehen. Aus einer schnellen ersten und zweiten Welle wurden einfache Tore gemacht und im gebundenen Angriff kam die HSG immer zu guten Lösungen. Beim 9:3 zog der Gast das erste Timeout und lief Gefahr völlig unter die Räder zu kommen. Der Gast hatte aber sichtlich etwas gegen eine frühe Meisterfeier und kam nun besser ins Spiel. Dennoch konnte die HSG sich weiter absetzen und in der 26. Spielminute zeigte die Anzeigetafel 20:12 an. Mit drei Toren in Folge konnte die HSG Westerwald das Halbzeitergebnis etwas korrigieren und der souverän leitende Unparteiische Christian Hilger schickte beide Teams beim Stand von 20:15 zum Pausentee. Die HSG Westerwald hatte den besseren Start und konnte in der 34. Spielminute auf 21:18 verkürzen. Tobias Ostgathe und Tom Weingärtner schraubten den Abstand wieder auf beruhigendere fünf Tore und in der 48. Spielminute war durch den Tempogegenstoß von Kevin Scholl beim 28:19 die Moral der Gäste gebrochen. Die HSG nahm nun das Tempo aus der Partie und spielte abgezockt die Restzeit runter. Am Ende war das Ergebnis mit einem 33:25 leistungsgerecht und die HSG ging feiernd mit den eigenen Fans zu den kühlen Getränken über. Trainer Daniel Enke war nach dem Spiel sichtlich zufrieden mit der Mannschaftsleistung: „Westerwald war heute hartnäckig, aber wir waren heute personell stark besetzt, hatten mehr Alternativen und im Angriff hatten wir den Gast gut im Griff. In der zweiten Halbzeit hatte unsere Angriffsleistung nicht die Qualität der ersten Halbzeit, was die 13 geworfenen Tore dokumentieren. In der Deckung haben wir aber nur zehn Tore zugelassen im zweiten Spielabschnitt. Dass wir am Ende der Saison erster werden hatte bei uns niemand erwartet! Wir haben erwartet, dass wir die Mannschaft im Herbst zurückziehen müssen. Wie es jetzt bei uns weitergeht, wird sich zeigen. Stand jetzt sind sie personell in der Rheinlandliga nicht konkurrenzfähig. Wir führen aktuell noch Gespräche und hoffen, dass sich der ein oder andere Spieler für uns entscheidet. Ich glaube schon, dass wir für Spieler auch ein attraktives Gesamtpaket sind und vor allem mit Spielzeit punkten können. Das werden wir erst alles intern einmal diskutieren. Erstmal genießen wir die Tabelle.“

Für die HSG spielten: Krupp, Ben Wafi (beide Tor), Rolser (1), Ostgathe (3), Orth, Kobusch, Vorst (6), D. Enke (7/4), T. Enke (6), Scholl (10), Weingärtner (2), Preß, Schnur.

Nächste Aufgabe: Samstag 25. März um 19.30 Uhr in Weibern gegen den TuS Weibern.

Die HSG hat regionale Handballgeschichte geschrieben. Quelle: HSG Sinzig/Remagen/Ahrweiler

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