Handballzauber in Swisttal
Benefizspiel SGO gegen das Gold-Star-Team
Swisttal-Heimerzheim. Das war der absolute Höhepunkt des Jubiläumsjahres 100 Jahre TV Ollheim: Für die aktuellen und für viele ehemalige Handballer der Spielgemeinschaft Ollheim-Straßfeld ging sicher ein Lebenstraum in Erfüllung, einmal mit den ganz Großen auf dem Spielfeld zu stehen. Und für die Fans und die vielen Anhänger der großen Handballfamilie war es ein ganz besonderes Event, die Ausnahmesportler des Gold-Star-Teams live spielen, man muss wohl sagen zaubern zu sehen.
Große Namen - großartige Spieler
Mit Namen wie Stefen Kretschmar, Christian Schwarzer, der Torwartlegende „der Hexer“ alias Andreas Thiel oder Jan Olaf Immel und dem ersten deutschen Welthandballer Daniel Stephan (1998) standen einige der Besten aus Deutschlands erfolgreicher Handballzeit in der Halle am Höhenring auf dem Spielfeld. Der einzige Wermutstropfen war die kurzfristige Absage von Heiner Brand, der sowohl als Spieler sowie auch als Trainer die Weltmeisterkrone erringen konnte.
Das Ergebnis 28:43 war Nebensache
Die Sporthalle war bis auf den letzten Platz gefüllt, „Wir hätten locker mehr als 1000 Karten verkaufen können“, schmunzelte Markus Rademacher, Pressesprecher der SGO, der sich auch auf einen Einsatz freute. Für alle Spieler hatte die SGO eigens Jubiläumstrikots fertigen lassen mit der Aufschrift „100 Jahre SGO“. Schon bei der Vorstellung der Mannschaften brandete der Beifall auf, und als die Schiedsrichter Klaus Alderath und Ralf Zimmermann die Partie anpfiffen, begann der Spaß. Den ersten Wurf von Stefan Kretschmar konnte Torwart Sascha Hostnik noch mit einer Glanzparade halten, aber dann zogen die ehemaligen Profis schnell auf 4:0 davon. Umso größer war der Jubel, als dann Thomas Knorr das erste Tor für die SGO erzielte. Doch trotz des Hallenlogos „SGO Let’s go - Eurer 8. Mann“ geriet die SGO immer mehr in Rückstand Gegen die Schnelligkeit, Wurfkraft und Wurfgenauigkeit der ehemaligen Weltklassespieler, auch wenn einige schon in die Jahre gekommen sind, war kein Kraut gewachsen. Aber das Ergebnis von 28:43 war sowieso zweitrangig, ging es doch neben dem Spaß um einen guten Zweck.
Der Erlös wird gespendet
Der Erlös des Tages und das Antrittsgeld des Gold-Star-Teams spendeten beide Mannschaften dem Deutschen Kinderhospizverein und für das Spendenkonto „Familie Falkenberg“. „Wir sind uns bewusst, dass es uns ehr gut geht“, so Christian Schwarzer nach dem Spiel, „da wollen wir auch etwas zurückgeben an Menschen, die insbesondere gesundheitlich große Probleme haben, daher nehmen wir vier- bis fünfmal im Jahr so eine Einladung zu einem Benefizspiel an.“ Vor dem „Spiel des Jahres“ der SGO spielten die SGO-Damen gegen die „Vulkan-Ladies“ aus dem kleinen Eifeldorf Weibern, die im Juni d. J. in die Bundesliga aufgestiegen sind. Das Spiel endete 16:39.
RFW
