Lokalsport | 11.12.2019

2020er Reglement der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring

ILN sieht Verbesserungspotenzial

Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring begrüßt vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit den Organisatoren der VLN

Nürburg. Die Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring (ILN) reagiert teils zustimmend, teils ablehnend auf den Reglemententwurf der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN, demnächst: Nürburgring Langstrecken-Serie) für das Jahr 2020. „Die Organisatoren der VLN sind in vielen Punkten den Forderungen und Vorschlägen der ILN gefolgt. Der Austausch in den vergangenen Monaten war konstruktiv und vertrauensvoll. Dies sehen wir mit Freude und fühlen uns hierdurch in unserer Arbeit bestätigt“, betont der ILN-Vorsitzende Martin Rosorius. „In vielen Punkten sehen wir aber noch dringenden Handlungsbedarf.“

Aus technischer Sicht findet etwa die geplante Freigabe der Vorderachsbremse in der Produktionswagen-Division V nicht die Zustimmung der ILN. „Dies löst speziell bei den kleineren Teams eine leicht vermeidbare Kostenexplosion aus“, erläutert Rosorius. „Hier wäre es sinnvoll, allein die Bremskolben an Vorder- und Hinterachse freizustellen. So würde die Sicherheit profitieren, ohne dass Mehrausgaben für Material, Entwicklung und Tests entstehen.“

Kritisch steht die ILN auch dem Veranstaltungskalender für die kommende Saison gegenüber - wohlwissend, dass der Einfluss der VLN auf dieses Thema begrenzt ist. „Die ersten beiden Läufe am 21. März und 4. April finden zu früh statt, hier könnte ebenso wie beim Finale am 24. Oktober das Eifelwetter einen Strich durch die Rechnung machen - und ein Rennabbruch in der ersten Runde aufgrund von Schneefall wie beim zweiten VLN-Lauf 2019 darf sich nicht wiederholen. Hinzu kommt: VLN 3 am 18. April liegt genau eine Woche vor dem 24-Stunden-Qualifikationsrennen. Das ist für die meisten Teams nicht zu schaffen“, so Rosorius, der diesbezüglich noch das Gespräch mit VLN und Nürburgring suchen wird.

Positiv ist aus Sicht der ILN, die als Interessenvertretung der Teams und Teilnehmer der Rundstrecken-Rennserien auf der Nürburgring-Nordschleife fungiert, sicher der Verzicht auf Nenngelderhöhungen sowie die höhere Kundenfreundlichkeit der VLN-Organisation. Sie spiegelt sich zum Beispiel in der Berufung eines permanenten Rennsekretärs sowie in verbesserten Abläufen für das Abnahmeprozedere und die entschlackte Fahrerbesprechung wider - Änderungen, die unmittelbar auf Anregungen der ILN zurückgehen. Auch die Einführung einer Mindeststandzeit bei den Boxenstopps findet letztlich die Zustimmung der Fahrer- und Teamvertretung, da sie die seit Langem kritisierte Wettbewerbsverzerrung durch ungleich schnell fördernde Tanksäulenpumpen ausgleicht. „Bei diesem Punkt sind wir allerdings auf die konkrete Umsetzung gespannt“, so Martin Rosorius. „Eigentlich hätten wir uns an dieser Stelle eine technische Lösung gewünscht, denn die neue Regelung läuft dem Aspekt des Mannschaftssports zuwider: Jenen Teams, die sich bislang durch besonders schnelle Reifenwechsel einen Vorteil erarbeitet haben, wird diese Möglichkeit fortan genommen.“

Insgesamt fällt das Fazit der ILN daher positiv aus. Martin Rosorius: „Mit dem neuen Reglement ist ein erster Schritt in die richtige Richtung gemacht, auch wenn noch viel Arbeit vor uns liegt, um die VLN wirklich zukunftsfähig auszurichten.

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