Lokalsport | 10.07.2019

Mike Rockenfeller im ersten DTM Lauf durch technischen Defekt gestoppt

„Ich wusste, dass ich ein schnelles Auto habe“

Im zweiten Rennen landet Rockenfeller als Dritter auf dem Siegerpodest

Die Rennstrecke, mitten in der Metropole Nürnberg gelegen, hat es in sich, denn der Kurs am Dutzendteich ist fahrerisch sehr anspruchsvoll und der Asphalt mit vielen Bodenwellen versehen, die den 18 DTM Piloten und ihren über 610 PS starken Boliden alles abverlangte.Fotos: DEB

Nürnberg. Das erste Drittel in der populärsten Tourenwagenserie der Welt, die Deutsche Tourenwagen Masters, ist vorbei und mit dem Höhepunkt im „Fränkischen Monaco“, so wird der Norisring in Nürnberg genannt, fand die vierte DTM Veranstaltung 2019 statt. Die Rennstrecke, mitten in der Metropole Nürnberg gelegen, hat es in sich, denn der Kurs am Dutzendteich ist fahrerisch sehr anspruchsvoll und der Asphalt mit vielen Bodenwellen versehen, die den 18 DTM Piloten und ihren über 610 PS starken Boliden alles abverlangte.

„Auf schnelle Geraden folgen enge Kurven und Passagen, vor denen wir aus Tempo 280 runterbremsen müssen. Auch die Performance der Reifen ist hier ganz wichtig, durch das sogenannte „Bouncing“, sprich die Bodenwellen ,die bewirken, das ein unkontrolliertes auf- und abhüpfen des Autos stattfindet. Da muss alles fahrwerkmäßig stimmen. Trotzdem freue ich mich auf die Herausforderung Norisring und will natürlich endlich hier gewinnen“, so Rockenfeller.

Auf dem 2,3 km langen Stadtkurs ist es extrem wichtig, dass die 18 DTM Piloten ein ausgeglichenes Fahrzeug Setup haben.

Der Veranstalter meldete ein volles Haus, über 100000 DTM Fans sahen am Samstag das erste Qualfying zu Rennen eins. Zuvor am Freitag waren Mike Rockenfeller und sein Teamkollege Loic Duval, die für das Audi Sport Team Phoenix 2019 an den Start gehen, die schnellsten des gesamten DTM Feldes. Mit 46.527 Sekunden unterstrich der Neuwieder Rennfahrer mit der Tagesbestzeit im Freien Training, dass mit ihm zu rechnen sein würde, wenn es um den Sieg und die Podestplätze geht.

„Wir hatten im Freien Training zwei verschiedene Abstimmungen ausprobiert, nun müssen wir entscheiden, welche Variante die Bessere ist. Klar, die Strecke ist schwierig, aber bislang bin ich recht zufrieden.“

Im Qualifying holte der Schweizer Nico Müller die Pole, Mike Rockenfeller wurde achter, wurde aber mit seinem Teamkollegen in die letzte Startreihe versetzt. Warum? Dazu Rockenfeller: „Wir waren sehr schnell im ersten Quali, doch wir haben einen Fehler gemacht. Wir haben für die Bremsenkühlung die Haube aufgemacht, um Wasser nachzufüllen und das war nicht erlaubt. Dadurch wurden wir in die letzte Startreihe versetzt. Aber egal, da müssen wir jetzt das Beste draus machen im Rennen.“

Und Rockenfeller zeigte im ersten rennen seine fahrerische Klasse, kommt in Runde 1 zu seinem Pflichtboxenstopp um neue Reifen zu holen, um sich danach im weiteren Verlauf des Rennens Position um Position zu verbessern. In Runde 4 gab es eine Savetycarphase, die das Feld wieder eng zusammenbrachte. Nach dem Restart führt der Schweizer Nico Müller und Rockenfeller ist von ganz hinten schon bis auf Rang elf vorgefahren. Weitere Boxenstopps der Konkurrenz bringen den Neuwieder immer weiter nach vorn in der Gesamtposition, nur noch gut acht Sekunden ist der Rückstand auf den Führenden Müller. Und „Rocky“ beißt ins Lenkrad und fährt im Verlauf wieder ein Superrennen, bis auf Rang 6 und er will mehr. Doch plötzlich, nach 27 gefahrenen Runden, kommt der schnelle Mann aus Neuwied an die Box, das Auto wird in die Garage geschoben, leider das Aus. Was passiert war: „Im Rennen haben wir alles richtig gemacht, auch mit dem Pflichtstopp in der ersten Runde. Wir hatten eine Superpace mit dem Auto und ich war sauschnell auf dem Weg zum Podiumsplatz. Doch dann hatte ich keine Leistung mehr. Irgendwas ist da wohl kaputtgegangen, aber wir wissen nicht was. Natürlich bin ich enttäuscht, denn ein Platz auf dem Podest war heute drin.“

Und mit dem Podiumsplatz klappte es im zweiten Rennen am Sonntag. Von der ersten Starposizion startete der aktuelle DTM Leader Rene Rast ,der mit 46.146 Sekunden die schnellste Zeit fuhr. Mike Rockenfeller mit 46. 257 Sekunden sechster. Doch denkste, auch zum zweiten rennen wurde der Neuwieder nach hinten versetzt wegen Überschreitung der Geschwindigkeit beigeschwenkter Flagge, ja ,die DTM regeln sind schon hart. Doch Rocky kämpfte sich wieder nach vorne, so wie man ihn kennt. Um es kurz zu machen, das zweite Rennen gewann der Kanadier Bruno Spengler auf BMW M4 DTM vor Jamie Green im Audi RS 5 DTM und die Fans freuten sich über Rang drei für Mike Rockenfeller, der endlich für seine tolle Leistung hier in Nürnberg belohnt wurde.

Dazu Rockenfeller: „Bei uns gab es heute kein Reifenmanagement. Ich wollte nach vorne fahren und habe alles aus dem Auto und den reifen rausgeholt. Natürlich bauen die Reifen bei solch einer Dauerbelastung mal ab. Die Performance der Reifen war dennoch gut, sodass ich von Startplatz 11, auf den ich strafversetzt wurden war, noch bis auf Rang 3 fahren konnte. Darüber bin ich glücklich, dennoch hätte ich mir im ersten rennen ebenfalls einen Podiumsplatz gewünscht und wir waren ja auf dem Weg dorthin, aber die Technik macht das zunichte. So bin ich doch einigermaßen mit dem Wochenende hier auf dem Norisring zufrieden.“

Für das Team von Rockenfeller um Teamchef Ernst Moser gab es auch noch was zu feiern, denn die machten den schnellsten Boxenstopp des Wochenendes mit 38.822 Sekunden. Für den „Best Pit Stopp Award“ bedeutet das 25 Punkte in der offiziellen Boxencrew Meisterschaft.

In der DTM Tabelle führt Rene Rast auf Audi mit 127 Punkten, gefolgt von Nico Müller mit 102 Punkten und Philipp Eng auf BMW mit 101 Zählern. Mike Rockenfeller liegt mit 66 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz 2019.

DEB

Die Fans freuten sich über Rang drei für Mike Rockenfeller, der endlich für seine tolle Leistung in Nürnberg belohnt wurde.

Die Fans freuten sich über Rang drei für Mike Rockenfeller, der endlich für seine tolle Leistung in Nürnberg belohnt wurde. Foto: Audi Communications Motorsport

Für das Team von Rockenfeller um Teamchef Ernst Moser gab es was zu feiern, denn die machten den schnellsten Boxenstopp des Wochenendes mit 38.822 Sekunden.

Für das Team von Rockenfeller um Teamchef Ernst Moser gab es was zu feiern, denn die machten den schnellsten Boxenstopp des Wochenendes mit 38.822 Sekunden. Foto: Hoch Zwei / Juergen Tap

Die Rennstrecke, mitten in der Metropole Nürnberg gelegen, hat es in sich, denn der Kurs am Dutzendteich ist fahrerisch sehr anspruchsvoll und der Asphalt mit vielen Bodenwellen versehen, die den 18 DTM Piloten und ihren über 610 PS starken Boliden alles abverlangte.Fotos: DEB Foto: Hoch Zwei / Juergen Tap

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