SpVgg 04/13 Burgbrohl, Abteilung Leichtathletik
Jetzt schon so stark wie im Sommer
Burgbrohl. Eins war im Vorfeld für die Burgbrohler Leichtathleten schon klar, die am Wochenende nach Ludwigshafen reisten, um sich mit den anderen Jugendlichen auf der Rheinland-Pfalz-Meisterschaft in der Halle zu messen: Sarah Gilles würde es notfalls richten.
Sie war denn auch für vier Disziplinen gemeldet und sammelte in drei Entscheidungen davon Medaillen. Im Hochsprung zeigte sie eine gefestigte Technik. Die übersprungenen 1,55 Meter lagen zwar weit unter ihrer Bestleistung, der sichere Anlauf lässt jedoch auf mehr in diesem Jahr hoffen. Sie errang damit Silber. Ebenfalls silberfarben war ihre Weisprungmedaille. Mit 5,42 Metern im letzten Versuch sprang sie nahezu so weit wie im vergangenen Sommer und musste sich nur knapp der Athletin Lena Brunnhübner geschlagen geben. Dass alle anderen 17 Athletinnen den Wettkampf mit Leistungen unter fünf Meter beendeten, zeigt die Stärke der Burgbrohler Mehrkämpferin.
Ihr erster 60-Meter-Hürdenlauf wurde mit 9,47 Sekunden gestoppt, was in etwa so gut zu werten ist wie ihre Topzeit aus der vergangenen Saison. Dafür gab es Bronze. Im Kugelstoßen kam Gilles dreimal über zehn Meter und ging mit schönen 10,77 Metern aus der Disziplin.
Bei den männlichen Jugendlichen gab es zwei Debütanten: Dennis van der Heusen aus Wehr und Johannes Pollitt aus Wassenach. Beide trainieren erst seit kurzer Zeit in der Leistungssportgruppe. So war der Sprintschritt von van der Heusen noch viel zu kurz, um in die Entscheidung mit einzugreifen. Mit dafür guten 7,87 Sekunden über 60 Meter verpasste er das Weiterkommen im Sprint um 16 Hundertstelsekunden. Für Pollitt war der Sprint lediglich ein Test. 8,08 Sekunden lautete seine Endzeit.
Er ging dafür in den 1500-Meter-Lauf. Hier war ihm anzumerken, wie unerfahren er ist, was sich in einem recht unregelmäßigen Tempo zeigte. Seine Endzeit von 5:09,41 Minuten wird im Sommer sicher weit und den fünf Minuten liegen. Dennoch erreicht er die Bronzemedaille und wurde in der Extrawertung für das Rheinland Meister der U18.
Patrick Heimerl war der Dritte im Sprint. Seine 7,82 Sekunden reichten auch nicht für das Weiterkommen und spiegeln nicht seine Leistungsfähigkeit wider, hatte er doch bereits am Morgen einen 400-Meter-Lauf absolviert, der er zu beherzt in einer Zeit von unter 26 Sekunden über 200 Meter anging, jedoch am Schluss nicht stark zu Ende bringen konnte. Auch in seinem 200-Meter-Lauf (26,08 Sekunden) fehlte ihm die Kraft für eine bessere Zeit.
Sein Vereinskamerad Simon Gilles sprintete die Strecke in 25,36 Sekunden und lag damit ebenfalls wie Heimerl im Mittelfeld der Teilnehmer. Gilles knüpfte jedoch nahtlos an seine Sommerwettkämpfe im Weitsprung mit einer Weite von 6,11 Metern an, womit er sich die Silbermedaille erkämpfte. Dieser Sprung war umso bedeutender, weil er nach Ausmerzung von Technikfehlern sicher noch mehr als einen Fuß weiter springen kann.
Die abschließende Staffel am Abend mit Heimerl, Pollitt, Gilles und van der Heusen war wohl für alle Athleten zu viel des Guten. Mit recht mäßigen 1:45,02 Minuten konnte das Burgbrohler Quartett nicht in die Vergabe der Medaillen eingreifen.
Als jedoch Abteilungsleiter Rübenach noch am Abend die Meisterschaftspunkte für die Rheinlandwertung addierte, waren alle erstaunt: Allein in diesem für die Athleten nicht besonders bedeutenden Hallenwettkampf konnten die Burgbrohler Sportler etwa ein Drittel so viele Punkte sammeln wie 2016 im gesamten Jahr. Zusammen mit den oft auf Landesniveau liegenden Einzelleistungen freuen sich Athleten und Trainer somit doppelt auf den Sommer 2017.
