Lokalsport | 15.07.2019

Sportfreunde Montabaur - Judoverein richtete Katameisterschaft der Judoverbände von Pfalz, Rheinlandes und Saarlandes aus

Judokas empfingen nationale und internationale Gäste

Der Wanderpokal für den erfolgreichsten Verein ging an die Judoka vom JSV Speyer - überreicht durch Bundeskampfrichter Ernst Elenz (6. dan, rot-weißer Gürtel) aus Montabaur. Foto: privat

Montabaur. Fast hätte man eine Stecknadel fallen hören können – mit so viel Ruhe, Präzision und Konzentration nahmen sowohl die aktiven Judoka als auch deren Zuschauerinnen und Zuschauer auf den Tribünen an der diesjährigen Katameisterschaft der Judoverbände der Pfalz, des Rheinlandes und des Saarlandes teil. „Wir freuen uns, mit der Ausrichtung dieser besonderen Meisterschaft betraut worden zu sein“, meint Ernst Elenz als erster Vorsitzender der Sportfreunde Montabaur aktiv, „bereits im Jahr 2003 konnten wie die Deutsche Katameisterschaft in Montabaur ausrichten.

Landrat Achim Schwickert hat die Schirmherrschaft für die Meisterschaft übernommen und begrüßte sowohl die 35 Kata-Paare, die in den unterschiedlichsten Kata starteten, als auch die zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer in der Kreissporthalle Montabaur. Seine Sportart sei das Tischtennis, Judo und Kata seien ihm bis jetzt fremd gewesen. Besonders hat ihn die konzentrierte Ruhe bei den Katavorführungen beeindruckt.

Als Bundeskampfrichter Kata oblagen Ernst Elenz (6. Dan, rot-weißer Gürtel) und dem Vizepräsidenten des JVR Eckhard Katluhn (5. Dan, schwarzer Gürtel) die sportliche Leitung. Unterstützt wurden die beiden durch je zwei Bundeskampfrichter Kata, sodass fünf Bundeskampfrichter Kata für eine kritische, aber kompetente Bewertung zur Verfügung standen. Neben den Paaren, die aus den Landesverbänden Pfalz, Rheinland und Saarland kamen, starteten noch sechs Paare aus anderen Landesverbänden. Im Besondern zu erwähnen ist der Start eines Paares aus Frankreich, die wie alle Fremdstarter außer Konkurrenz gestartet sind, sodass die Katameisterschaft nicht nur überregionales, sondern auch internationales Flair in die Wäller Kreisstadt brachte. Nach dem Begründer des Judos Professor Jigoro Kano ist Kata die stilisierte Form des Kampfes gegen einen oder mehrere imaginäre Gegner mit festgelegter Serie von Techniken, vergleichbar etwa mit der Pflichtvorführung beim Eiskunstlauf.

Und so maßen sich in der Nage no Kata (Form des Werfens) in der U18 zwei Paare, in der Erwachsenenriege dieser Kata nahmen weitere 13 Paare teil. In der Nage Waza Ura no Kata (Form der Konterwürfe nach Kyuzo Mifune) stellten sich drei Paare den Kampfrichtern, in der Katame no Kata (Form der Kontrolle, auch Boden Kata) fünf. In der Kodokan goshin jutsu (Selbstverteidigungstechniken des Kodokan) starteten zwei Paare. In der Kime no Kata (Form der Entscheidung) gab es ein Starterpaar, während in der Ju no Kata (Form des Nachgebens oder der Geschmeidigkeit) drei Paare an den Start gingen. Mit dem Antritt dreier Paare in der Koshiki no Kata (Form der antiken Techniken) ging die Meisterschaft in ihre Schlussrunde. Alle Siegerinnen und Sieger wurden entsprechend ihres Platzes mit einer Medaille geehrt, alle Aktiven erhielten eine Urkunde. Für manchen Judoka gilt die Demonstration der gewählten Kata als wichtiger Baustein einer weiteren Meisterprüfung, der sogenannten Danprüfung.

Der Wanderpokal für den erfolgreichsten Verein ging wieder in die Vitrine, aus der er kann, nämlich zum JSV Speyer.

Der Wanderpokal für den erfolgreichsten Verein ging an die Judoka vom JSV Speyer - überreicht durch Bundeskampfrichter Ernst Elenz (6. dan, rot-weißer Gürtel) aus Montabaur. Foto: privat

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