SC Ließem 90 – SC Altendorf-Ersdorf 0:1 (0:1)
Kampf ohne Belohnung
Ließem. Im letzten Spiel des Jahres wollten die Gallier die Negativserie von drei Niederlagen in Folge stoppen und im Spiel gegen Aufstiegskandidat Altendorf-Ersdorf für eine Sensation sorgen. Wie schon in den vergangenen Wochen musste der SCL auf viele wichtige Spieler verzichten. Mit Kukuc (Rotsperre), Rhunau, Weber (verletzt), Häusler (Urlaub), Dembowski (Studium) sowie Schlich (beruflich verhindert) fehlten gleich sechs wichtige Spieler, zudem konnte Sascha Quast nur angeschlagen in die Partie gehen. Wieder einmal musste das Ließemer Urgestein und Alt-Trainer Falkensteiner auf der Bank Platz nehmen. Dazu stand nun auch erstmals Trainer Malacho selbst im Aufgebot, der zudem noch auf seinen Co-Trainer Thomas Schlieber verzichten musste, der ebenfalls krankheitsbedingt nicht anwesend sein konnte.
Hoch konzentriertes Spiel
Bei bestem Wetter ging es pünktlich um 13 Uhr los. Altendorf spielte wie zu erwarten hoch konzentriert und diszipliniert. Die Elf der Gallier hielt von Beginn an sehr gut dagegen, stand gut geordnet und sicher in der Verteidigung. Dies erschwerte dem Gast das Spiel aufzubauen und zu klaren Chancen zu kommen. Mit zunehmender Spieldauer entwickelte sich eine spannende Partie für die fast 100 (!) Zuschauer, die den Weg nach Pech gefunden hatten. In der 32. Spielminute gelang fast die Sensation nach sehenswertem Konter des SCL, als die Fans den Jubelschrei schon auf den Lippen hatten, doch Altendorfs Schlussmann den Ball gerade noch von der Linie kratzen konnte. Dies schien Altendorf wachzurütteln, denn sie steigerten nochmals ihre Angriffsbemühungen. Großes Glück für den SCL nach einem Eckball in der 39. Spielminute. Ein Kopfball nach Ecke Altendorf knallt an die Unterkante der Latte und kann im Anschluss in höchster Not geklärt werden. Das Glück währte jedoch nicht lange. Nur drei Minuten später erzielte der Gast schließlich nach dem einzigen Stellungsfehler der Ließemer Abwehr die Führung zum 1:0 durch Sebastian Schwab. Dies war gleichzeitig auch der Halbzeitstand.
Zweite Halbzeit
Die Anfangsphase der zweiten Hälfte gehörte eindeutig den Gästen, die auf das vorentscheidende 2:0 drängten. Ließem kam nicht mehr richtig ins Spiel. Die Unkonzentriertheiten und die leichten Ballverluste häuften sich auf Seiten des SCL. Altendorf nun mit eindeutigen Feldvorteilen. Der SCL konnte nur noch reagieren und kam so gut wie gar nicht mehr vor das Tor der Gäste. So gerieten die Gallier zusehends unter Druck, stemmten sich aber mit aller Macht gegen einen weiteren Gegentreffer. In der 70. Spielminute dann plötzlich absolute Stille auf der Anlage. Der Schlussmann des SCL rasselt bei einem Abwehrversuch nach einer Ecke in der Luft gleich mit drei Gästen zusammen und sackt benommen zu Boden. Er wurde bei dem kompromisslosen Zweikampf unabsichtlich hart an der Schläfe getroffen und musste benommen ausgewechselt werden. Um kein Risiko bei einer Kopfverletzung einzugehen wurde umgehend ein RTW gerufen. Eine richtige Entscheidung! Dieser brachte Schure ins Krankenhaus, wo eine Gehirnerschütterung und eine Überdehnung des Halswirbels diagnostiziert wurde. Ein paar Tage Bettruhe und er wird wieder auf dem Damm sein. Für Schure kam erstmals in dieser Spielzeit Patrick Müller zum Einsatz und dieser zeigte, dass auf ihn in solchen Situationen absolut Verlass ist. Der SCL kam nach dem Schock überraschenderweise wieder besser ins Spiel. Nachdem auf Seiten des SCL der dritten Wechsel (79) bereits vollzogen war, wurde Kapitän Dresen so hart gefoult, dass er zunächst vom Feld musste. Trotzdem bäumten sich die Gallier in Unterzahl noch einmal mächtig auf und machten ordentlich Dampf.
Acht Minuten Nachspielzeit
Dies konnte sich auch der Kapitän nicht von der Seitenlinie ansehen, biss auf die Zähne und unterstützte seinen SCL nach kurzer Behandlungspause wieder bei der Schlussoffensive. Bedingt durch die mehrfachen Unterbrechungen gab es acht Minuten Nachspielzeit vom äußerst souverän leitenden Schiedsrichter Jörg Stindtmann. Der SCL warf nun alles nach vorne und kam auch noch mehrfach zum Abschluss (89, 90, 91, 93, 94). Alle sich bietenden Gelegenheiten wurden jedoch vom sicheren Rückhalt des SCA in Person von Stefan Mersch entschärft. Die allerletzte Chance gehörte dann dem Gast, der bei einem Konter gegen die offene Defensive das 2:0 hätte erzielen müssen, doch der Angreifer schiebt den Ball am leeren Tor rechts vorbei. Leider wurde der aufopferungsvolle Kampf der Gallier nicht belohnt.
Leidenschaft und Moral
Trotzdem zeigte die Mannschaft Leidenschaft und Moral und kann sich erhobenen Hauptes in Richtung Winterpause von den Anhängern verabschieden. Ausreichend Zeit, die hartnäckigen Verletzungen auszukurieren, Kraft zu tanken und bei voller Besetzung in der Rückrunde nochmals richtig durchzustarten und frühzeitig das erklärte Ziel, vorzeitiger Klassenerhalt sicherzustellen! Der SCL wünschte allen seinen Fans, Mitgliedern, Sponsoren und Freunden ein besinnliches und erholsames Weihnachtsfest und einen guten Start ins Weltmeisterschaftsjahr 2014. Es spielten: Schure (ab 70 Müller), Schmickler, da Silva ( ab 62. Hinterholzer), Miftarj, Dresen, Bardtke, Quast, Kania, Emsbach, Böckmann, Horn (ab 79 Radspieler).
Mehr Informationen über die Gallier unter: www.sc-liessem-90.de
