Lokalsport | 02.09.2015

Luftsportverein Bad Neuenahr-Ahrweiler

Kein Aufstieg in die Zweite Bundesliga

Im Gegensatz zu den in der Segelflug-Liga eingesetzten, modernen Segelflugzeuge aus Glasfaserkunststoff sehen die für das Jugendvergleichsfliegen verwendeten Übungsflugzeuge aus Holz und Spannstoff recht antiquiert aus. Kein Wunder, sind sie doch teilweise über 50 Jahre alt.

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Zweite Segelflug-Bundesliga war für den Luftsportverein (LSV) Bad Neuenahr-Ahrweiler schon fast greifbar nah: Lediglich neun Punkte trennten den LSV zwei Wochen vor der 19. und letzten Ligarunde von einem Aufstiegsplatz, doch dann spielte das Wetter nicht mehr mit. Die Ahrtalsegler mussten den Aufstieg ad acta legen. Daran änderte auch die Finalrunde nichts mehr, in der die Kreisstädter in der Landesliga eigentlich ganz gut dabei waren, in der Quali-Liga aber nur auf Rang 61 landeten und damit lediglich einen Trostpunkt erhielten. Damit kamen sie zwar bundesweit auf Platz elf, aufsteigen werden aber nur die sieben besten Vereine. Auch der Aero-Club Rhein-Nahe aus Langenlonsheim, der als bester rheinland-pfälzischer Qualifikant ebenfalls Ambitionen auf den Aufstieg hatte, verpasste den mit Platz acht denkbar knapp.

Nicht mehr zu nehmen war dem LSV Bad Neuenahr-Ahrweiler hingegen der Sieg in der Landesliga. Mit einem sechsten Platz in der letzten Runde untermauerte er seine sichere Führungsposition vor den Paradiesvögeln Ludwigshafen und dem Aero-Club Rhein-Nahe auf den Plätzen zwei und drei. An einem der besten Segelflugtage des Jahres waren sie flott unterwegs: Jürgen Koch (Flugzeug HpH 304SJ Shark, Schnitt 101 Kilometer pro Stunde) schätzte die Wetterlage genau richtig ein. Für seinen insgesamt 647 Kilometer langen Flug über die vorher festgelegten Wendepunkte bei Uslar und Coburg benötigte er rund sieben Stunden Flugzeit.

Kräftiger Punktezuschlag

Durch die erfolgreiche Umrundung der vorher benannten Flugstrecke gibt es für diesen Flug in der Deutschen Meisterschaft im Streckensegelflug (DMSt) einen kräftigen Punktezuschlag. Auch die Teamkollegen Peter Metzen (Ventus 2cT, 97 Kilometer pro Stunde) und Dietmar Spranger (DG-600S/18m, 85 Kilometer pro Stunde) trugen ihren Teil zu einer guten Geschwindigkeitswertung bei. Dass dennoch nur Rundenplatz sechs dabei rauskam, zeigt, wie gut die Thermik an diesem Tag war.

Auch der Luftsportverein Mönchsheide (LVM) Bad Breisig/Andernach war in voller Teamstärke angetreten. Bernd Dolba war mit seiner ASW-22BL sogar 115 Kilometer pro Stunde flott und damit an diesem Wochenende der schnellste Flieger aus dem Kreis Ahrweiler. Alice Toups (Ventus 2, 69 Kilometer pro Stunde) und David Canals (LS7WL, 39 Kilometer pro Štunde) vervollständigten das Trio und erflogen gemeinsam den zehnten Rundenplatz. An der Gesamtplatzierung änderte dies nichts, so dass der LVM die Landesliga auf Rang 14 abschließt.

Tränen in den Augen hatten hingegen die Eifeladler der Segelfluggruppe (SFG) Wershofen: Durch die Ausrichtung des rheinland-pfälzischen Jugendvergleichsfliegens - bei dem es ausnahmsweise mal nicht um Streckenflüge geht - wurden alle Hände am Boden benötigt. Lediglich Norbert Mülligann absolvierte einen Flug mit einer Schnittgeschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde in seinem Taurus, was aber nur für Rundenplatz 23 reichte und den finalen Gesamtplatz zehn der SFG festigte.

Damit ist die Segelflugliga 2015 beendet. Alle drei Segelflugvereine aus dem Ahrkreis können mit ihren Leistungen durchaus zufrieden sein, auch wenn sie ihre selbst gesteckten Ziele nicht erreichen konnten. Aber nach der Liga ist vor der Liga, und so freuen sich die Segelflugvereine auf einen schönen Spätsommer mit vielen Flügen außerhalb der Ligasaison. Die Flugsaison der Segelflieger endet schließlich erst Ende Oktober. Und wer selbst mit dem Gedanken spielt, den lautlosen Flug zu erlernen, für den ist hierfür jetzt genau der richtige Zeitpunkt.

Im Gegensatz zu den in der Segelflug-Liga eingesetzten, modernen Segelflugzeuge aus Glasfaserkunststoff sehen die für das Jugendvergleichsfliegen verwendeten Übungsflugzeuge aus Holz und Spannstoff recht antiquiert aus. Kein Wunder, sind sie doch teilweise über 50 Jahre alt.
31 Teilnehmer aus elf rheinland-pfälzischen Segelflugvereinen starteten beim Jugendvergleichsfliegen in Wershofen.

31 Teilnehmer aus elf rheinland-pfälzischen Segelflugvereinen starteten beim Jugendvergleichsfliegen in Wershofen.

Im Gegensatz zu den in der Segelflug-Liga eingesetzten, modernen Segelflugzeuge aus Glasfaserkunststoff sehen die für das Jugendvergleichsfliegen verwendeten Übungsflugzeuge aus Holz und Spannstoff recht antiquiert aus. Kein Wunder, sind sie doch teilweise über 50 Jahre alt.

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