Lokalsport | 02.12.2016

Der erste Heimsieg in der Rheinlandliga ist für die Vulkanstädter unter Dach und Fach

Kevin Wendts Treffer lässt hoffen

SG Eintracht Mendig/Bell - SV Leiwen-Köwerich 1:0 (1:0)

In der 35. Minute sorgte Kevin Wendt von der SG Eintracht Mendig/Bell für das Tor des Tages. sk

Mendig. Die SG Eintracht Mendig/Bell lebt noch: Die Vulkanstädter behielten im Nachholspiel der Fußball-Rheinlandliga gegen Aufsteiger SV Leiwen-Köwerich verdient mit 1:0 (1:0) die Oberhand und feierten damit im zehnten Heimspiel endlich den ersten Sieg vor heimischem Publikum. Vor 130 Zuschauern bei Minusgraden auf dem Kunstrasenplatz an der Brauerstraße markierte Kevin Wendt in der 35. Minute das Tor des Tages.

Der Mendiger Trainer blickte der Realität nach dem Schlusspfiff sofort ins Auge. „Wir haben schlecht gespielt, aber der Gegner war noch schwächer. Wir haben allerdings schon besser gespielt und verloren. Es war ein kleiner Schritt für uns“, analysierte Florian Stein die 96 zum Ende hin dramatischen Minuten. „Wir werden allerdings jetzt nicht in Euphorie verfallen, da müssen wir nur auf die Tabelle schauen. Positiv stimmt mich die Tatsache, dass ich eine echte Mannschaft auf dem Platz gesehen habe.“

Vor allem in den ersten 45 Minuten waren die Gastgeber klar spielbestimmend. Nach nur 22 Sekunden scheiterte Wendt am starken SV-Torhüter Sebastian Dahm, in der zehnten Minute strich ein Fernschuss von Niklas Heinemann nur knapp am Tor vorbei. Wendt war im ersten Abschnitt an fast allen gefährlichen Situationen beteiligt. In der 19. Minute traf der Neuzugang allerdings die falsche Entscheidung, als er den Ball hoch in die Mitte flankte, anstatt Niklas Heinemann im Fünf-Meter-Raum flach zu bedienen. Folgerichtig sorgte der Linksfuß in der 35. Minute auch für die bis dahin völlig verdiente Führung. Nur 120 Sekunden später hätte wiederum Wendt schon die Entscheidung herbeiführen können, doch erneut war SV-Schlussmann Dahm auf dem Posten.

Die erste nennenswerte Möglichkeit der Gäste resultierte aus der 46. Minute. Gerade 24 Sekunden waren nach Wiederanpfiff gespielt, als Daniel Alsina Fonts nicht genug Druck hinter seinen Schuss bekam und der Mendiger Torwart Jan Heinemann den Ball mühelos aufnehmen konnte. Nach einer Stunde erhöhten die Moselaner zwar den Druck, doch die (ungewöhnliche) Viererkette der SG mit Pascal Gimnig, Kapitän Damir Mrkalj, Mark Spohler und Max Sauerborn ließ fast nichts zu. Dazu trugen auch Tobias Schumacher und Matthias Strahl auf der Doppel-Sechs ihren Teil bei.

So lange ein Spiel aber 0:0 steht, bleibt es spannend. Und Glück hatten die Mendiger dann in der 77. Minute, als Nico Toppmöller mit seinem Fernschuss aus 20 Metern das Gehäuse nur um Zentimeter verfehlte. „Ein Ausgleichstreffer in dieser Szene hätte zu unserer momentanen Lage gepasst“, resümierte Stein. „Diesmal hat uns das berühmte Quäntchen Glück auch mal zur Seite gestanden. Das hatte sich die Mannschaft aber auch verdient. Wir werden in dieser Zusammenstellung wohl nie mehr auflaufen, doch zumindest die Hoffnung ist zurück.“

Dramatisch ging es in der Nachspielzeit zu. Drei Minuten hatte Schiedsrichter Michel Lehmann aus Hahnstätten angezeigt. Zunächst sah Gimnig auf Mendiger Seite die Gelb-Rote Karte, er hatte innerhalb von drei Sekunden zweimal gemeckert (90. + 3). Drei gefährliche Standardsituationen mussten die Gastgeber anschließend noch überstehen, SV-Torhüter Dahm war jeweils mit nach vorn gestürmt. Bei der dritten Aktion drosch Sauerborn den Ball einfach nach vorn. Der kurz zuvor eingewechselte A-Jugend-Spieler Max Geilen musste das Spielgerät nur noch über die Linie bringen, ließ sich aber neben drei anderen Mendiger Spielern vor dem finalen Schuss vom zurückgeeilten Schlussmann Dahm noch einholen (90. + 5). Erst nach dem anschließenden Eckball pfiff Lehmann ab, nach 96 Minuten war der erste Heimsieg unter Dach und Fach.

SG Eintracht Mendig/Bell: J. Heinemann, Gimnig, Mrkalj, Spohler, Sauerborn, Strahl, To. Schumacher, Wendt (78. Court), N. Heinemann, Franke (83. Bitter), Rawert (90. + 2 Geilen).

SV Leiwen-Köwerich: Dahm, Eckes, N. Toppmöller, H. Schmitt, Chalve, Alsina Fonts (78. Hammou), Unnerstall (43. Monzel), Bollig, Krickel (89. Engemann), C. Schmitt, Lex.

Schiedsrichter: Michel Lehmann (Hahnstätten). Zuschauer: 130. Tor: Kevin Wendt (35.). Besonderheit: Gelb-Rote Karte gegen Pascal Gimnig (90. + 3, SG Eintracht Mendig/Bell) wegen wiederholten Meckerns innerhalb von drei Sekunden.

Nächste Aufgabe für die SG Eintracht Mendig/Bell: am Samstag, 10. Dezember, um 16 Uhr bei den Sportfreunden Eisbachtal.

In der 35. Minute sorgte Kevin Wendt von der SG Eintracht Mendig/Bell für das Tor des Tages. Foto: sk

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