Lokalsport | 17.04.2019

Fußball-Kreisliga D Mittelrhein - Gruppe 3

Klingeling, gestatten – Ring

VfL Mecklenheim II - SV Rot-Weiß Queckenberg 1:6

Meckenheim/Queckenberg. Das Auswärtsspiel des SV Rot-Weiß Queckenberg beim VfL Meckenheim II stand unter denkbar ungünstigen Vorzeichen: Petrus hatte quasi über Nacht die Landschaft schneeweiß gezuckert, sodass zunächst bei beiden Kontrahenten erhebliche Bedenken bezüglich der Bespielbarkeit des Geläufs bestanden. Doch dieser Argwohn wurde recht schnell von der hoch am Himmel stehenden Sonne hinweggelächelt. Nachdem also das Wetterproblem gelöst war, wartete man jedoch vergeblich auf den Unparteiischen. Philipp Kadgiehn hatte diese Partie eine Woche später in seinem Notizblock eingraviert und informierte per Fernsprecher darüber, dass er dieses Spiel auf keinen Fall pfeifen könne. Gemäß der dadurch in Kraft tretenden Regularien einigten sich beide Teams darauf, dass mit Übungsleiter Dirk Döring ein Offizieller der Gäste das Spiel leiten sollte.

Fünf Treffer in 16 Minuten

Direkt nach dem akustisch kaum zu vernehmenden Anpfiff verlagerten die Queckies das Spielgeschehen weit in die Hälfte der VfL-Oldies. Angeleitet von Chefchirurg Stefan Bures begann die Operation Auswärtssieg direkt am Abwehrherzen der Meckenheimer, jedoch anfangs mit leichtem Besteck wie Tupfer oder Skalpell. Doch nach gut zwanzig Minuten hatte vor allem Ring genug von diesem kunstvollen Eingriff und entwickelte seine ganz eigene Therapie, indem er quasi die Kettensäge auspackte. Damit kürzte er innerhalb von 16 Minuten (23., 26., 34., 35., 39.) quasi alle Hoffnungen der Einheimischen auf Punkte. Dabei profitierte er mal von Bures Spielübersicht gepaart mit raffiniertem Außenristpässchen in die Tiefe, mal von einer famosen Klemm-Bures-Kombination, von zwei absoluten Traumflanken von Savas bzw. Cipera und schließlich von Wappenschmidts nimmermüdem Laufpensum mit anschließender filigraner Maßarbeit vom rechten Flügel. Überhaupt durfte man erfreut feststellen, dass die rechte und linke Flanke eine rot-weiße Überholspur bildeten, die dem auf dem Grünstreifen in der Mitte lauernden Offensivpaket das Bällchen beinah im Minutentakt auf dem Silbertablett servierte. Doch trotz dieser Tatsache und auch der hohen Halbzeitführung resümierte man nach 45 Minuten zu Recht „Chapeau Meckenheim“ ob der tadellosen kämpferischen Einstellung, aber auch des, aus Queckenberger Sicht, allzu oft aufblitzenden Fußballverstands sowie der disziplinierten Ordnung und Fußballkultur in den eigenen Reihen.

Ehrentor per Kopfball

Auch im zweiten Durchgang blieb alles beim Alten, wobei diese Aussage mit Blick auf die Geburtsjahre der VfL-Kicker nicht allein auf das Spielgeschehen beschränkt ist. Immerhin lief in deren Reihen ein gewisser Rainer Paffrath auf, der die Kernaussage des Schlagerklassikers „Mit 66 Jahren“ eindrucksvoll bestätigte und trotz seines Alters über 90 Minuten auf dem Platz präsent war. Doch trotz der nicht zu übersehenden Qualität des Kaders der Rand-Rheinbacher gab es weiterhin Chancen zuhauf für die Döring-Bures-Buben. Aber entweder vergab man diese etwas zu leichtsinnig und überhastet oder aber, und das soll auch der einzige kleine Kritikpunkt sein, man war etwas zu egoistisch und übersah den weitaus besser postierten Mitspieler. Bezeichnenderweise bewies die VfL-Reserve ausgerechnet nach 66 Minuten nochmals eindrucksvoll, dass sie nach wie vor torgefährlich ist, und vollendete einen wunderschön getretenen Freistoß von halblinks mit dem Schädel zum hochverdienten Ehrentreffer, für Claßen unerreichbar. Der Schlusspunkt blieb dann noch einmal Torgigant Martin Ring vorbehalten, der dadurch eine Viertelstunde vor Ultimo Bures dessen vierten Vorlagenpunkt bescherte.

Der RWQ feierte im zehnten Auswärtsspiel seinen achten Sieg. Damit sind die Kerle von der Madbach nunmehr seit 167 Tagen bzw. seit zwölf Punktspielen ohne Niederlage. Mit seiner Galavorstellung schraubte Ring seine Trefferausbeute in der laufenden Spielzeit auf 28 Tore und belegt gemeinsam mit Klimaszewski den zweiten Rang der seit 2011 wieder eingeführten vereinsinternen Torjägerliste, hinter dem unvergessenen Jean Mundorf (53). Darüber hinaus stellt der SV Rot-Weiß Queckenberg mit gerade einmal 25 Gegentoren die beste Defensive aller drei Staffeln der Kreisliga D.

Nach dem spielfreien Osterwochenende erwartet man am 28. April ab 15 Uhr den 1. FC Hardtberg V auf dem Mount Queck. Im Vorspiel treffen ab 12.30 Uhr die Müllersburschen des RWQ II auf Boluspor Bonn II.

Aufstellung: Claßen - von Sturm, Uygur, Breuer - Wappenschmidt, Declair, Klemm, Cipera, S. Bures, Savas - Ring. Verstärkung: Jörger, Erol. Eiserne Reserve: A. Watty.

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