Spielertrainer des Fußball-Rheinlandligisten SG Eintracht Mendig/Bell hat seinen Vertrag verlängert
Kodai Stalph bleibt ein weiteres Jahr
Der Sportliche Leiter Bernd Brück treibt die Kaderplanung voran – Philipp Franzen muss aus beruflichen Gründen sechs Monate ins Ausland
Mendig. Es ging wenig spektakulär zu, eine große Überraschung war es nicht: Kodai Stalph, Spielertrainer des Fußball-Rheinlandligisten SG Eintracht Mendig/Bell, und der Verein haben sich darauf verständigt, ihre Zusammenarbeit auch in der Saison 2020/2021 fortzusetzen und die Entwicklung der jungen Mannschaft weiter vo-ranzutreiben. Wie üblich ist der Kontrakt um ein Jahr verlängert worden, ebenso wie der des Co-Trainers Bernd Pauly. „Kodai wollte, wir wollten, da musste niemand lange um den heißen Brei herumreden“, verdeutlichte Bernd Brück, neben Frank Schmitz einer der beiden Sportlichen Leiter.
„Kodai hat im ersten halben Jahr einen überragenden Job gemacht und aus dem kleinen Kader das Optimale herausgeholt. Vor allem aber hat er die Nachwuchsspieler wie Mats Weiler, Moritz Waldecker, Jakob Breil oder Alexander Court deutlich nach vorn gebracht.“ In der Winterpause hat es, Stand jetzt, keine großartigen Veränderungen gegeben. Philipp Franzen, der sich nach Anlaufschwierigkeiten unter Stalph einen Stammplatz erkämpft hat, wird in den restlichen 14 Begegnungen fehlen, berufsbedingt geht es ein halbes Jahr ins Ausland.
„Trotzdem wird es definitiv keine Neuzugänge geben. Wir haben nach 20 Spielen 33 Punkte auf dem Konto, da ist das Gute und das Böse für uns erledigt“, erklärte Brück. „Wir wollen lieber unseren Nachwuchsleuten mehr Einsatzzeiten geben und an das Niveau der Rheinlandliga heranführen. Auch Paul Neumann, der wegen einer schweren Knieverletzung fast ein Jahr pausiert hat, steigt nach dem Trainingslager auf Fuerteventura wieder ein.“ Dennoch sei er froh, wenn der 31. Januar vorbei ist: „Wir müssen schon noch bis Freitag zittern. Einige Spieler waren von wirtschaftlich stärkeren und höherklassigen Vereinen umworben. Das ist der Preis des Erfolgs.“
Kader muss zusammengestellt werden
An Brück liegt es nun, für die kommende Spielzeit einen vernünftigen Kader zusammenzustellen. Kapitän Florian Schlich hat bereits verlängert, das könnte Signalwirkung haben. Ihm folgten Torhüter Robin Rohr, Mats Weiler und Moritz Waldecker. Milan Rawert, Björn Gilles, Manuel Oster, Mustafa Madanoglu, Takahiro Hidaka, John Rausch und Jakob Breil bittet er auf Fuerteventura an den Verhandlungstisch. Mit Marcel Berg, Florian Wirths, Niklas Heinemann, Magomed Ibragimov und Anh Tuan Pham werden nach der Rückkehr aus dem Trainingslager weitere Gespräche geführt. „Klar ist“, gibt Brück eine deutliche Richtung vor, „dass wir die Mannschaft zusammenhalten wollen.“ Dass nach den ersten vier Einheiten in der vergangenen Woche (verständlicherweise) noch etwas Sand im Getriebe ist, zeigte sich beim 3:2 (3:1)-Testspielsieg gegen die SG St. Katharinen (Kreisliga A Westerwald/Wied). Alexander Court per Kopfball nach einer Flanke von Lars Bohm (7.), Bohm selbst (18.) und Magomed Ibragimov (27.) hatten nach einer knappen halben Stunde für einen komfortablen 3:0-Vorsprung gesorgt, der agile Matthias Metzen bestrafte zweimal (44., 85.) die Unzulänglichkeiten in der Mendiger Defensive.
