Lokalsport | 10.06.2016

Frauen der SG 99 Andernach gewinnen erstmals den Rheinlandpokal

Krönung einer tollen Saison

Verdienter 2:1-Sieg im spannenden Finale gegen den TuS Issel

Die Pokalsieger-Einheit aus Andernach mit (hinten von links) Michael Suckow (stellvertretender Abteilungsleiter), David Ackermann (Physiotherapeut), Dieter Langenfeld (Betreuer), Lena Wiersch, Lynn Bange, Sarah Krumscheid, Eva Langenfeld, Luisa Deckenbrock, Magdalena Schumacher, Kathrin Günther, Jasmin Stümper, Natascha Schneider, Kappy Stümper (Trainer), Bodo Heinemann (Abteilungsleiter) sowie (vorn von links) Karla Engels, Katharina Sternitzke, Desiree Hennig, Kimberly König, Caroline Deckenbrock, Maren Weingarz, Jana Sebastian und Isabelle Stümper. privat

Andernach. Eine wahrlich gelungene Saison für die Frauen der SG 99 Andernach: Die Saison in der Regionalliga Südwest schloss man als Zweiter ab, in der Halle wurde das Team von Trainer Karl-Peter Stümper Futsalmeister – und jetzt gewannen die Kickerinnen vom Rhein mit einem 2:1 (1:1)-Sieg gegen Titelverteidiger TuS Issel auch noch den Rheinlandpokal. Das Finale auf dem Rasenplatz des Bad Neuenahrer Apollinarisstadions war wahrlich nichts für schwache Nerven. Allein gemessen an der Vielzahl an Chancen auf beiden Seiten wäre ein 5:5 nach Abpfiff der regulären 90 Minuten nicht verwunderlich gewesen. Zu viele, um sie hier alle noch einmal im Detail zu erwähnen. Den Löwenanteil verbuchten die Bäckermädchen vom Rhein, die am Ende mit 2:1 (1:1) äußerst knapp die Oberhand behielten und somit den „Pott“ zum ersten Mal in der nun knapp zehnjährigen Geschichte der Frauen- und Mädchenabteilung nach Andernach holten.

Packendes Spiel vor großer Kulisse

Rund 300 Zuschauer bildeten die gebührende Kulisse für ein hochklassiges Spiel, wie nicht nur Verbandspräsident Walter Desch empfand. „Es waren zwei Mannschaften auf Augenhöhe, die eigentliche beide den Sieg verdient gehabt hätten. Da die Andernacherinnen einen Deut schneller, spritziger und auch routinierter waren, haben sie letztlich den Sieg verdient.“ Mit Fassung nahm TuS-Coach Markus Stein die knappe Niederlage zur Kenntnis. „Schade, aber so ist nun mal der Fußball. Da kann nur einer gewinnen, aufgrund unserer starken Leistung und mit etwas Glück in der Schlussphase hätten auch wir es sein können.“ Trainer Kappy Stümper, der übrigens vor genau fünf Jahren mit dem damaligen SC 07 Bad Neuenahr II in Andernach den Pokal holte und jetzt in der Kurstadt mit Andernach erfolgreich war, sagte: „Wir haben den Zuschauern etwas geboten. Wir waren eine Idee stärker, vor allem in den ersten 20 Minuten nach der Pause.“ Spielführerin Katharina Sternitzke ergänzte: „Es war ein spannendes Spiel bis zur allerletzten Minute, das war die Krönung einer tollen Saison. Wir sind froh, dass wir vor so vielen Zuschauern gewonnen haben und freuen uns jetzt auf die erste DFB-Pokalrunde.“

Torfrauen zeigten sich von ihrer Glanzseite

In einem waren sich alle nach dem Schlusspfiff einig: Den nachhaltigsten Eindruck hatten die beiden Torfrauen hinterlassen. Sowohl TuS-Keeperin Jana Gotthard als auch ihr Pendant Kathrin Günther auf Andernacher Seite brachten die Angreifer ein ums andere Mal schier zur Verzweiflung: Ob sie nun alleine vor ihnen auftauchten wie Jana Sebastian (Andernach) in der Anfangsphase oder es per Kopfball versuchten wie SG-Stürmerin Jasmin Stümper oder aus allen Lagen draufhielten wie die TuS-Stürmerin Karoline Kohr, die in der ersten Viertelstunde einmal die Latte traf und zweimal an Günther scheiterte. Die Tore erzielten dann andere: Natascha Schneider (38.) versuchte es mal mit einem platzierten Distanzschuss und war prompt zum 1:0 für Andernach erfolgreich. Issels Spielführerin Lara Ballmann (42.) profitierte von einem Patzer in der gegnerischen Abwehr und staubte zum 1:1 ab. Nach dem Seitenwechsel kam die stärkste Phase des Pokalsiegers. Vor allem Jasmin Stümpers Flanken von rechts hatten es in sich. Eine davon konnte Katharina Sternitzke (50.) per Kopf zur 2:1-Führung nutzen. Fast wäre wenig später Isabelle Stümper das gleiche Kunststück geglückt, und auch Sebastians Kopfball landete in den Fängen der TuS-Torhüterin. Die Schlussphase gehörte den Moselanerinnen, die noch einmal mächtig aufdrehten und dem erneuten Ausgleich und damit einer Verlängerung sehr nahe kamen, die Niederlage letztlich aber nicht verhindern konnten. So blieb es beim knappen Resultat, das Andernach nach 2014 erneut den Einzug in die erste DFB-Pokalrunde am Samstag, 20. und Sonntag, 21. August beschert. Keine Frage, dass sie dann im Lager der Bäckermädchen auf ein Heimspiel gegen einen attraktiven Zweitligisten hoffen. SG 99 Andernach: Günther - Sebastian (84. Bange), I. Stümper, Sternitzke (81. Wiersch), Schneider (55. Hennig), Langenfeld, Schumacher, J. Stümper, Weingarz, Asteroth (90.+2 Deckenbrock), Engels.

Großer Jubel herrschte, als die Spielerinnen der SG 99 den Pokal in den Himmel recken durften.

Großer Jubel herrschte, als die Spielerinnen der SG 99 den Pokal in den Himmel recken durften. Foto: Picasa

Die Pokalsieger-Einheit aus Andernach mit (hinten von links) Michael Suckow (stellvertretender Abteilungsleiter), David Ackermann (Physiotherapeut), Dieter Langenfeld (Betreuer), Lena Wiersch, Lynn Bange, Sarah Krumscheid, Eva Langenfeld, Luisa Deckenbrock, Magdalena Schumacher, Kathrin Günther, Jasmin Stümper, Natascha Schneider, Kappy Stümper (Trainer), Bodo Heinemann (Abteilungsleiter) sowie (vorn von links) Karla Engels, Katharina Sternitzke, Desiree Hennig, Kimberly König, Caroline Deckenbrock, Maren Weingarz, Jana Sebastian und Isabelle Stümper. Fotos: privat

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