SG Eintracht Mendig/Bell - Fußball Rheinlandliga
Kurz vor Schluss kalt erwischt
Rheinlandligist Mendig/Bell unterliegt Aufsteiger SV Windhagen mit 0:1 (0:0)
Mendig. Das hatte sich die SG Eintracht Mendig/Bell sicher anders vorgestellt: Zum Auftakt der Saison in der Fußball-Rheinlandliga verlor die Mannschaft des neuen Trainers Florian Stein vor 240 Zuschauern an der Brauerstraße gegen den Aufsteiger aus der Bezirksliga Ost, den SV Windhagen, unglücklich mit 0:1 (0:0). Den entscheidenden Treffer für die Gäste erzielte Matthias Metzen zwei Minuten vor dem Abpfiff. „Diese Niederlage ist extrem bitter für uns, ein Unentschieden hätte wohl eher dem Spielverlauf entsprochen“, zeigte sich SG-Trainer Florian Stein ein wenig geschockt, aber gleichzeitig auch als fairer Verlierer: „Wenn du vorn die Dinger nicht machst, bekommst du das irgendwann zurück und wirst dafür bestraft. So stehen wir nun mit leeren Händen da, aber so ist das eben im Fußball.“ Mark Spohler, Zugang vom Bremer SV und neben Jason Franke, Max Sauerborn und Kevin Kostrewa einer von vier Neuverpflichtungen in der Startelf, verpasste „nach gefühlten 30 Sekunden“ nach einer Ecke die erste große Chance, als er den Ball nur über die Linie drücken musste. Mark Spohler hätte bereits zu diesem frühen Zeitpunkt für eine andere Entwicklung des Spiels sorgen können.
Im weiteren Verlauf der ersten 45 Minuten vergab zweimal Damir Mrkalj die Möglichkeit, seine Mannschaft in Führung zu bringen. Allerdings musste SG-Torhüter Jan Heinemann auch auf der Gegenseite sein ganzes Können aufbieten, um einen Rückstand zu verhindern (22.).
Um den Druck zu vergrößern, brachte Stein nach 55 Minuten Giorgi Piranashvili für Tobias Schumacher. Piranashvili? Genau, der Georgier, mit dem Florian Stein schon bei der SpVgg Burgbrohl zusammenspielte. Zuletzt lief Giorgi Piranashvili für die TuS Koblenz auf, aber für die Regionalliga benötigt er ein Jahresvisum. Ob er definitiv bei den Vulkanstädtern bleibt, entscheidet sich in den nächsten Tagen. Falls er eine Ausbildungsstelle finden sollte, dürfte er zu einer großen Verstärkung werden. Gegen Windhagen offenbarte der Georgier allerdings noch deutliche konditionelle Defizite.
Spätes Siegtor schockt SG
Auch er konnte dem Spiel keine entscheidende Wende geben. Beide Mannschaften versuchten es bei schwüler Witterung und Temperaturen um die 30 Grad in erster Linie mit hohen Bällen, spielerische Momente waren Mangelware. Die Mendiger verzeichneten zwar ein leichtes Chancenplus, aber die Abwehr der Gäste stand zumeist sicher. Als sich schon alle Zuschauer mit einem torlosen Unentschieden abgefunden hatten, traf Metzen die Gastgeber bis ins Mark. Und das zwei Minuten vor dem Abpfiff. „Es war ein typisches 0:0-Spiel“, räumte SG-Trainer Florian Stein ein. „Ein Unentschieden war drin, aber wir wollen uns nicht beschweren. Mit der Leistung meiner Mannschaft kann ich trotzdem zufrieden sein.“
SG Eintracht Mendig/Bell: J. Heinemann, Kostrewa, Schlich, Eberhardt, Güngörmüs, Sauerborn, To. Schumacher (55. Piranashvili), Spohler (89. Rawert), Franke (64. Wendt), N. Heinemann, Mrkalj.
Vorschau
Kurioserweise muss die SG Eintracht Mendig/Bell bis Mittwoch, 17. August bis zum nächsten Spiel - wieder zu Hause - warten. Um 19.30 Uhr stellen sich dann die Sportfreunde Eisbachtal, die sich am Freitag nach Toren von David Röhrig (10.) und Masaya Omutezako (90.+3) beim TSV Emmelshausen durchsetzen konnten, an der Brauerstraße vor. Durch die Aufstockung der Rheinlandliga auf 19 Teams hat die SG am Wochenende spielfrei, bestreitet am Freitag, 12. August um 19.30 Uhr allerdings eine Freundschaftsbegegnung bei den Sportfreunden Höhr-Grenzhausen, um im Rhythmus zu bleiben.
In der zweiten Runde um den Fußball-Rheinlandpokal müssen die Vulkanstädter am Mittwoch, 31. August um 19.30 Uhr beim ambitionierten Bezirksligisten FC Alemannia Plaidt auf dem Kunstrasenplatz am Pommerhof antreten. Ein brisantes Duell aus zweierlei Hinsicht: Zum einen rettete FC-Trainer Thomas Esch in der vergangenen Saison als Feuerwehrmann die Eintracht vor dem Abstieg. Zum anderen hat sich der Ex-Mendiger John Rausch, der die SG nach Ende der Saison verließ, um seine Futsal-Karriere zu intensivieren, mittlerweile den Grün-Weißen angeschlossen.
Jason Franke, vom VfR Bachem gekommen, stand ebenfalls in der Startformation.
