Lokalsport | 06.06.2018

Segelflugliga: AW-Flieger mit mittelmäßigem Ergebnis

Lausige Thermik in der Eifel

Die Sonne reflektiert sich auf dem Laacher See wie in einem Spiegel.Thomas Hoffmann

Kreis Ahrweiler. Die teilweise extremen Regenfälle des Fronleichnam-Wochenendes in der Eifel hatten einen merklichen Einfluss auf die Thermik, deren Entwicklung durch die hohe Feuchtigkeit im Boden behindert wurde. Dies bekamen auch die Segelflugvereine im Kreis Ahrweiler zu spüren, die in der siebten Runde lediglich im Mittelfeld landeten.

Auf den Punkt brachte es Jürgen Koch vom Luftsportverein (LSV) Bad Neuenahr-Ahrweiler, der seinen gut 400 Kilometer langen Flug im Streckensegelflug-Portal www.onlinecontest.org mit „In der Eifel lausig“ kommentierte. Nach einem zähen Start im heimischen Ahrgebirge setzte er seinen Flug über Westerwald, Taunus und Husrück fort. Dort war die thermische Entwicklung deutlich besser und Koch konnte seine HpH 304SJ Shark auf einen Liga-Schnitt von 68,73 km/h jagen. Dass die Eifel nicht so gut funktionierte, bekam auch sein Teamkollege Michael Kehr (Ventus 16,6 m) zu spüren.

Bei einer großen Runde um das Neuwieder Becken mit Abstecher entlang der Eifelkante lag seine Schnittgeschwindigkeit lediglich bei 48,68 km/h. Daniel Rothmann (LS3) als dritter Starter des LSV war kreuz und quer durch die Eifel unterwegs und mit 46,26 km/h ähnlich langsam. Die im südlichen und östlichen Rheinland-Pfalz gelegenen Flugplätze hatten es da deutlich besser und konnten teils erheblich bessere Schnittgeschwindigkeiten vorweisen. Als Resultat kamen die Kreisstädter in dieser Runde lediglich auf Platz 11 der Landeswertung Rheinland-Pfalz.

Nicht viel besser erging es den Piloten der Segelfluggruppe (SFG) Wershofen. Auf dem Eifelflugplatz hatten samstags aufgrund der Regenfälle am Vortag noch große Pfützen gestanden. Gerhard Krautwig (DG-808C/18m) beklagte nach seinem 573 Kilometer großen Flug, dass die Überquerungen von Mosel und Rhein problematisch gewesen seien.

Dies ermöglichte ihm jedoch einen Flug über den Hunsrück südlich am Flughafen Hahn vorbei und weiter in den Westerwald, wo er in seinem schnellsten 150 Minuten-Fenster - auf das es bei der Segelflugliga ankommt - die Schnittgeschwindigkeit auf 74,52 km/h hochtreiben konnte. Einen beachtenswerten Flug absolvierte Thomas Hoffman mit dem 43 Jahre alten Vereins-Übungssegler vom Typ ASK 18.

Er startete von Wershofen aus zu einem 323 Kilometer langen Dreieck zu den Flugplätzen Dahlemer Binz in der Nordeifel, Utscheid in der Südeifel, Dierdorf im Westerwald und zurück in die Eifel. Dabei erreichte er einen Liga-Schnitt von immerhin 67,05 Stundenkilometern. Dass es dennoch kein einfacher Flug war, zeigt die Flugdauer von mehr als 6,5 Stunden. Allerdings mangelte es den Eifeladlern an einem dritten Wertungsflug. Der Flug von Jungpilot Mika Zeyen mit dem Vereins-Discus konnte hierzu leider nichts beitragen. Ihm fehlte am Abend die Thermik zur Rückkehr nach Wershofen und er musste auf dem Dierdorfer Flugplatz landen. Leider lag er damit außerhalb eines Radius von 15 Kilometern um den Startplatz, der für einen gültigen Wertungsflug erreicht werden muss. Ähnlich erging es dem Wershofener Langstreckenspezialisten Robin Ermen, der zwar einen knapp 700 Kilometer langen Flug bewältigte, aber kurz vor Erreichen des Zielflugplatzes den Motor zur Hilfe nehmen musste. In der Folge landeten die Wershofener Segelflieger lediglich auf Rundenplatz 13.

Dieses Abschneiden hat die AW-Flieger Punkte gekostet. In der Tabelle büßen LSV und SFG im Vergleich zur erfolgreichen Vorrunde jeweils einen Platz ein, sodass sie sich nun auf den Rängen 3 beziehungsweise 8 wiederfinden. Der Luftsportverein Mönchsheide fällt um zwei Plätze ab und belegt nun Platz 6.

Gleich wird Tom Hoffmann mit der ASK 18 zu einem Streckenflug abheben.

Gleich wird Tom Hoffmann mit der ASK 18 zu einem Streckenflug abheben.

Blick aus der Luft auf eines der „Augen der Eifel“, das Meerfelder Maar.

Blick aus der Luft auf eines der „Augen der Eifel“, das Meerfelder Maar.

Die Sonne reflektiert sich auf dem Laacher See wie in einem Spiegel.Fotos: Thomas Hoffmann

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