Lokalsport | 14.09.2020

Fußball-Rheinlandliga, dritter Spieltag

Manuel Oster stand goldrichtig

Eintracht Mendig/Bell – FC Germania Metternich 1:0 (0:0)

Im letzten Moment kann der Mendiger Schlussmann Robin Rohr vor de, Metternicher Stürmer Tobias Lommer klären. Fotos: SK

Mendig. Das zweite Heimspiel der Saison in der Fußball-Rheinlandliga endete mit dem gleichen Ergebnis wie das erste: Nach dem Erfolg zum Auftakt über den SV Windhagen behielt die SG Eintraccht Mendig/Bell auch gegen den starken Aufsteiger FC Germania Metternich mit 1:0 (0:0) die Oberhand.

Die 200 Zuschauer auf dem Kunstrasenplatz an der Brauerstraße mussten allerdings bis zur 85. Minute warten, ehe Mittelfeldspieler Manuel Oster per Abstauber das Tor des Tages gelang.

„Wir sind in der ersten Halbzeit sehr aggressiv aufgetreten und waren lange Zeit auf Augenhöhe“, zeigte sich Germanen-Trainer Dominik Treis mit der Leistung seiner Schützlinge nicht unzufrieden. „Der Mendiger Sieg ist zwar verdient, aber auch ein Punkt für uns wäre nicht unverdient gewesen. Ich bin sicher, dass meine Mannschaft im Heimspiel gegen Montabaur wieder in die Spur finden wird.“

In der fünften Minute hätte Jonas Simek die Gäste durchaus in Führung bringen können, doch Eintracht-Schlussmann Robin Rohr verkürzte geschickt den Winkel und wehrte den Ball reflexartig mit dem rechten Unterschenkel ab.

Die beiden besten Möglichkeiten der Gastgeber im ersten Abschnitt vergab Nachwuchsspieler Leander Mombaur, der zusammen mit Youngster Julian Schäfer das Sturmduo bildete, da Marcel Berg wegen Grippe kurzfristig abgesagt hatte. Zunächst setzte Mombaur das Spielgerät nach einer herrlichen Kombination über Niklas Heinemann und Schäfer knapp neben das Tor (12.), vier Minuten später jagte er den Ball aus guter Position weit neben das Tor.

Im zweiten Abschnitt nahm die Partie richtig Fahrt auf. Wiederum Mombaur scheiterte mit einem Kopfball an der Latte (58.), 120 Sekunden darauf hatte Schäfer das 1:0 auf dem Fuß. Eine Viertelstunde vor Schluss streifte ein 16-Meter-Schuss des Metternichers Timo Hoffmeyer ebenfalls den Querbalken. Dramatisch ging es in der Schlussphase zu. Oster staubte zunächst zum 1:0 ab, nachdem FC-Torhüter Enrico Schmitt einen Kopfball von Milan Rawert nach einem Freistoß des eingewechselten John Rausch nach vorn hatte abprallen lassen (85.).

Lars Assenmacher verpasste das 2:0 (90.). Auf der Gegenseite wären die Mendiger fast noch bestraft worden, doch der eingewechselte Philipp Brittner brachte das Kunststück fertig, zwei Meter vor dem verwaisten Tor über den Ball zu treten (90. + 2).

„Ich muss den Hut ziehen vor meinen Spielern, die Mannschaft pfeift personell aus dem letzten Loch“, bilanzierte SG-Spielertrainer Kodai Stalph, der sich in Malberg eine Platzwunde über dem rechten Auge zugezogen hatte, die mit vier Stichen genäht werden musste. Wie Kapitän Florian Schlich, der über Schulterprobleme klagte, biss er gegen Metternich auf die Zähne und vermied beinahe jedes Kopfballduell. „Wir mussten nach dem Spiel am Mittwoch unsere Wunden lecken“, blickte Stalph zurück. „Wir haben aber heute wenig zugelassen und uns den Sieg mit einer Energieleistung verdient.“

SG Eintracht Mendig/Bell: Robin Rohr, Milan Rawert, Florian Schlich, Pascal Zimmer, Kodai Stalph, Manuel Oster, Philipp Franzen, Niklas Heinemann (64. Tim Montermann), André Marx, Julian Schäfer (78. Lars Assenmacher), Leander Mombaur (78. John Rausch).

FC Germania Metternich: Enrico Schmitt, Torben Kühl-Decker, Yannick Weis (70. Lars Rittgen), Jonas Simek, Tobias Lommer (46. Moritz Pies), Maximilian Fischer, Paul Foehl (62. Philipp Brittner), Kian Freisberg, Kubilay Toumpan, Timo Hoffmeyer (78. Simon Wagner), Emre Simsek.

Schiedsrichter: Hamid Rostamzada (Mayen).

Zuschauer: 200.

Tor: Manuel Oster (85.).

Nächste Aufgabe für die SG Eintracht Mendig/Bell: am Sonntag, 20. September, um 15 Uhr beim TuS Mayen.

Nächste Aufgabe für den FC Germania Metternich: am Sonntag, 20. September, um 15 Uhr gegen den TuS Montabaur.

Im letzten Moment kann der Mendiger Schlussmann Robin Rohr vor de, Metternicher Stürmer Tobias Lommer klären. Fotos: SK

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