Lokalsport | 15.10.2015

SV Hertha Buschhoven setzte sich im Derby beim TuS Odendorf durch

Marco Weber wird spät zum Matchwinner

Schon die Ausgangssituation versprach eine hitzige Partie.privat

Buschhoven. Derbys zwischen Odendorf und Buschhoven haben traditionell stets eine besondere Brisanz, oft mit vielen Toren und fast immer mit großen Emotionen auf und neben dem Platz. Die Ausgangssituation versprach eine hitzige Partie, schließlich hatten die Odendorfer mit null Punkten aus den ersten acht Spielen einen denkbar schlechten Saisonstart hingelegt, während sich die Hertha seit Wochen in guter spielerischer Verfassung befand.

Den besseren Start erwischten die Gastgeber. Buschhoven spielte ungewohnt hektisch und ungeordnet und machte sich durch schlechtes Positionsspiel das Leben unnötig schwer. Mike Schröder riss sein Team mit einem fulminanten Lattenschuss nach zehn Minuten schließlich aus der Anfangslethargie. Nico Dreßler scheiterte nur eine Minute später am Odendorfer Schlussmann Benjamin Primke.

Die erste gefährliche Chance für die Hausherren leiteten die Buschhovener durch eine missglückte Kopfballabwehr selbst ein. Den Dropkick aus 16 Metern konnte Markus Euler durch eine starke Reaktion aber abwehren. Bis zur Pause hatte die Hertha noch zwei Torabschlüsse durch Dreßler und Michael Schallenberg, in der Nachspielzeit flog nach Flanke von Dreßler in der Mitte Roschan Monsef nur haarscharf am Ball vorbei.

Turbulenter ging es im zweiten Durchgang zur Sache. Nachdem Kapitän Marvin Schuster einen gefährlichen Ball im Zusammenspiel mit Torwart Euler clever ablaufen konnte, hatte in der 53. Minute plötzlich Odendorf die große Möglichkeit zur Führung, aber Euler war erneut zur Stelle und hielt das Unentschieden fest. Auch auf der Gegenseite war der Torhüter aufmerksam, als nach einem weit geschlagenen Freistoß von Kai-Michael Overkamp Marco Weber das Spielgerät per Kopf auf das Gehäuse verlängerte (55.).

Die Hektik, die Ungenauigkeiten und die Ballverluste im Spiel der Hertha erhöhten mit zunehmender Spieldauer die Unruhe in der Mannschaft. Die bis dato größte Chance vergab nach etwas mehr als einer Stunde Monsef nach Hereingabe von Schallenberg, als er im Fallen aus kurzer Distanz über das Tor schoss.

Vom Platz geschickt wurde in der 73. Minute der Odendorfer Irfan Uygur, der nach einem taktischen Foul seine zweite Gelbe Karte an diesem Tag sah. Sportlich war die Hertha spätestens nach dem Platzverweis gegen die Gastgeber nun drückend überlegen. In der 79. Minute verpasste Weber nach einem Freistoß das Tor per Kopf nur knapp, eine Minute darauf haute Dreßler den Ball aus halblinker Position aus sieben Metern über das Gehäuse.

Die Odendorfer kämpften unerbittlich für den ersten Punktgewinn der Saison. Die Hertha rannte sekündlich an, kam jedoch einfach nicht durch. Auch der eingewechselte Marvin Kuhn verpasste per Kopf nur knapp die Führung.

Die 90. Minute war bereits angebrochen, da setzte sich Overkamp in unnachahmlicher Art und Weise im Mittelfeld durch und war nach einem Doppelpass mit Monsef nur noch von Primke aufzuhalten, der parieren konnte, aber beim Nachschuss von Weber machtlos war.

In der zweiten Minute der Nachspielzeit holte Primke im Strafraum Weber von den Beinen. Schröder ließ sich nicht zweimal bitten und setzte den fälligen Foulelfmeter zum 2:0-Endstand in die Maschen.

Nach einem insgesamt schwachen Derby belohnte sich die Elf von Günter Weber und Heinz Prior auf der Schlussgeraden mit zwei Treffern für das klare Chancenplus und blieb das erste Mal in dieser Saison ohne Gegentor. Odendorf zeigte sich nach Schlusspfiff als fairer Verlierer und stand auch im neunten Anlauf ohne Punkte da. Mit der zweiten Mannschaft von Wachtberg (sechster Platz, 17 Punkte) erwartet Buschhoven (neunter Platz, zehn Punkte) am Sonntag, 18. Oktober, um 15 Uhr in Buschhoven einen Gegner deutlich stärkeren Kalibers.

Einziger Wermutstropfen nach dem Spiel blieb die Verletzung von Monsef, bei dem im Krankenhaus ein Nasenbeinbruch diagnostiziert wurde. Noch ist unklar, ob eine Operation erforderlich sein wird und wie lange Buschhoven auf seine Nummer zehn verzichten muss.

Hertha Buschhoven: Euler, Overkamp, Schönenstein (65. Hennes), Schuster, Arenz, Quast (61. Kleebank), Weber, Monsef, Schröder, Schallenberg (73. Kuhn), Dreßler.

Schon die Ausgangssituation versprach eine hitzige Partie.Foto: privat

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