TV Welling geht bei der HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch regelrecht unter
Mehr als Ergebnis- kosmetik war nicht drin
Welling. Der TV Welling hat im Auswärtsspiel bei der HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch nicht an die guten Auftritte der vergangenen Jahre in der Hirtenfeldhalle anknüpfen können und mit 31:36 (14:17) verloren. „Im Grunde genommen sind wir mit diesem Ergebnis sogar noch gut bedient“, so TV-Spielertrainer Kai Schäfer mit Blick auf einen zwischenzeitlichen 23:32-Rückstand, „denn die HSG hat am Ende etwas Dampf rausgenommen.
Wir waren diesmal richtig schwach, haben in der Defensive null Zugriff auf die Gastgeber bekommen und sind der Musik hinterhergelaufen.“
So sahen sich die Wellinger nach gerade einmal fünf Minuten schon mit 1:5 in Rückstand. Auch im Angriff lief bei den Maifeldern wenig zusammen. Immer wieder unterliefen ihnen technische Fehler oder es kam zu unkontrollierten Torwürfen, die von den pfeilschnellen HSG-Außen Peter Hölzenbein und Matthias Faust genutzt wurden, um den HSG-Vorsprung bis auf 12:6 auszubauen. Einzig positiv: Die Maifelder konnten sich bis zum Pausenpfiff dann zumindest nochmals auf drei Tore Rückstand herankämpfen.
Die Leistung der Gäste verbesserte sich dann aber nicht. Einziger Lichtblick war laut Schäfer das gut verlaufene Comeback der verletzten „Linkshänder-Fraktion“ auf Rechtsaußen: „Philip Schnor und Niklas Mannheim haben gut gespielt, ansonsten aber waren wir nicht drin in der Partie.
36 Gegentore zeigen auf, woran es gehapert hat. Wir haben uns meines Erachtens heute auch in der Abwehr zu wenig gewehrt“, bemängelte Schäfer und nahm dabei diesmal auch die Torhüter in seiner Kritik nicht aus. Immer wieder konnten die Akteure der Hunsrück-HSG Wellings Defensive erfolgreich auseinanderziehen und erfolgreich über Außen und den Kreis abschließen.
Selbst in der Defensive, verstanden sie es zudem, Kai Schäfer und Kai Orth gut zu doppeln und sich nun wieder deutlicher abzusetzen. Als der TV-Rückstand dann beim 23:32 auf neun Treffer angewachsen war, versuchten es die Gäste mit einer doppelten Manndeckung gegen Timo Stoffel und Manuel Berg und hatten damit kurzfristig Erfolg.
„Eigentlich hätte uns die Sonderbewachung entgegenkommen müssen, weil wir dadurch mehr Raum bekamen. Aber wir haben uns zu wenig bewegt und dadurch Welling nochmals kurz in die Karten gespielt“, ärgerte sich HSG-Trainer Matthias Kornes darüber, dass die Maifelder nochmals bis auf 29:34 herankamen.
„Das war nur Ergebniskosmetik. Zu mehr waren wir diesmal nicht in der Lage“, gab Schäfer hingegen offen zu.
TV Welling: S. Monschauer, Esch, Orth (7/2), Schäfer (5), Schnor (5), Hürter (4/2), Lichtl (3), F. Monschauer (3), Welsch (3), Mannheim (1), Bolz, Gilles-Schulden und Schwarz.
