Lokalsport | 31.08.2016

Starker Auftritt der ersten Mannschaft der SG OASF/Barweiler

Meisterleistung machten Traumstart perfekt

SC Niederzissen – SG OASF/Barweiler 1:2 (0:1)

Justin Fries und sein Teamkollege Fabian Hideg verrichteten im defensiven Mittelfeld läuferische Schwerstarbeit und verriegelten somit das Zentrum. privat

Barweiler. Bei zu Beginn tropischen Temperaturen trat die erste Mannschaft der SG OASF/Barweiler die Reise auf den Kunstrasen in Niederzissen an, wo mit dem letztjährigen Zweitplatzierten einer der höchst gehandelten Ligakonkurrenten beheimatet ist, was den Aufstiegskampf betrifft. Mit einem sehr gut besetzten Kader rechneten sich die Oberahrtaler jedoch ihrerseits durchaus Chancen auf ein Erfolgserlebnis aus. Bereits in den ersten Minuten wurde den 65 Zuschauern ein Vorgeschmack auf das geboten, was sie über das komplette Spiel zu sehen bekommen sollten. Während die wie erwartet spielstarken und ballsicheren Niederzissener mit langen Passstafetten und einer starken Verlagerung auf den rechten Flügel versuchten, eine Lücke in der OASF-Defensive zu finden, zogen sich die Gäste in die eigene Hälfte zurück, wo sie mit ausgezeichneter Raumaufteilung und hohem läuferischen Engagement dafür sorgten, dass im Zentrum spätestens 25 Meter vor dem Tor kein Durchkommen gewährt wurde und die Platzherren lediglich mit einigen wenigen Flanken in den Strafraum vordrangen, welche jedoch allesamt leichte Beute der Viererkette oder von Marcel Ley wurden. Bei Ballgewinn suchte man dann seinerseits den direkten Weg in die Offensive und stellte mit dieser Kontertaktik die Hintermannschaft des Gegners vor einige Probleme. So kam man durch Sebastian Sesterheim zu den ersten beiden Abschlüssen des Spiels, die SCN-Torhüter Tim Schüller jeweils parieren konnte. Nach einer halben Stunde war es dann einer der zahlreichen Ballgewinne auf der linken Seite, der es Christian Lückenbach ermöglichte, aus der eigenen Hälfte heraus einen langen Ball auf Sebastian Sesterheim zu schlagen, der erneut den Verteidigern davonlief und, nachdem er im ersten Versuch noch an Schüller gescheitert war, im Nachschuss zum nicht unverdienten 0:1 traf. Niederzissen antwortete zunächst mit einigen Distanzschüssen, die aber nicht sonderlich gefährlich waren. Wirklich brenzlig wurde es nur einmal, als nach einem Missverständnis im Abwehrzentrum zwei Spieler alleine auf Marcel Ley zu liefen, Mittelstürmer David Schmitz dann jedoch einen völlig missglückten Querpass spielte, sodass der Ball weit am Tor vorbei ging. Abgesehen von dieser Schrecksekunde waren es aber weiterhin die Gäste, die trotz deutlich weniger Ballbesitz die klar besseren Chancen besaßen. So kamen Sebastian Sesterheim, der nach einem Konter das Tor verfehlte und Fabian Hansen, dessen Linksschuss nach einem starken Solo vom Torwart pariert werden konnte, zu weiteren guten Gelegenheiten, die Führung auszubauen.

Spannende Endphase

Auch in der zweiten Halbzeit sah man sich immer wieder den Angriffen der Gastgeber ausgesetzt, mit dem Unterschied, dass diese nun vermehrt über die linke Seite spielten. Doch auch dies änderte nichts daran, dass das engmaschige Netz, welches Oberahrtal in der eigenen Hälfte aufbaute, nahezu undurchdringlich war, da sowohl im Zentrum als auch auf den Außenbahnen nahezu jeder Zweikampf gewonnen und jeder Steilpass abgeräumt werden konnte. Da auch vereinzelte Standardsituationen nicht für Gefahr sorgten, musste sich der Gegner auf Fernschüsse beschränken, die aber nicht vom Erfolg gekrönt waren. Leider versäumte man es seinerseits dadurch, dass mehrere Kontersituationen nicht sauber zu Ende gespielt wurden, mehrmals, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Dies sollte sich dann in der 78. Minute rächen, als Tim aus der Wieschen nach einem kurz ausgeführten Freistoß aus 20 Metern in zentraler Position zum Schuss kam, der Ball sich nach außen wegdrehte und somit hinter Marcel Ley zum aus SCN-Sicht schmeichelhaften Ausgleich einschlug. Beinahe im direkten Gegenzug wurde ein leicht abgefälschter Freistoß von Christian Kaster aus ähnlicher Entfernung vom Torwart entschärft. Wenig später kamen die Hausherren zu einer großen Chance, das Spiel komplett zu drehen, als Marcel Ley zuerst einen Abschluss aus 16 Metern und dann den Nachschuss aus wesentlich kürzerer Distanz stark parieren konnte. Doch auch die Gäste zeigten, dass sie mit dem Unentschieden nicht zufrieden waren, und suchten weiterhin den Weg in die Offensive. Diese Bemühungen sollten belohnt werden, als Sebastian Sesterheim einen zu kurz geratenen Rückpass erlief und anschließend von Torhüter Schüller umgegrätscht wurde, sodass Schiedsrichter Horst Setzepfandt in der 83. Minute auf den Elfmeterpunkt zeigte. Markus Müller ließ sich diese Chance nicht entgehen und drosch den Ball unhaltbar unter die Latte. In der verbliebenen Spielzeit wehrte man sich mit Mann und Maus gegen die letzten Angriffswellen des Gegners, der bis auf einen Kopfball nach einem Eckstoß, der allerdings knapp über das Tor ging, zu keinen nennenswerten Abschlüssen mehr kam und sich kurz vor Schluss durch eine Gelb-rote Karte wegen wiederholten Foulspiels selbst schwächte. Somit war der viel umjubelte Sieg perfekt, der im Vorfeld sicher nicht einkalkuliert worden war, aber aufgrund des Chancenverhältnisses als hochverdient anzusehen ist.

Fazit fällt positiv aus

Der entscheidende Faktor war in diesem Spiel sicherlich, dass sämtliche taktische Vorgaben von der gesamten Mannschaft perfekt umgesetzt werden konnten. Während man der Niederzissener Passmaschine durch eine perfekt organisierte und enorm lauffreudige Defensive beinahe komplett die Wirkung nahm, fand man mit schnellen Kontern den richtigen Schlüssel, um den Gegner zu knacken. Jeder Spieler wusste zu jeder Zeit, was er zu tun hatte und ging an seine absolute Leistungsgrenze. In der Endphase war dann der Knackpunkt, dass man sich vom Ausgleichstreffer nicht beirren ließ und weiter an die Siegchance glaubte, was dann mit dem Elfmeter belohnt wurde. Auch wenn man es aufgrund der zahlreichen Chancen etwas spannender machte als nötig, war diese Leistung im Gesamtpaket gewiss die beste seit längerer Zeit, wodurch man zum ersten Mal seit 2009, damals noch in der Kreisliga C, mal wieder mit zwei Siegen in die Saison starten und einen echten Traumstart hinlegen konnte. Vorschau: SG OASF/Barweiler – ABK Ahrbrück, Sonntag, 4. September, 14.30 Uhr in Antweiler.

Fabian Hideg.

Fabian Hideg.

Justin Fries und sein Teamkollege Fabian Hideg verrichteten im defensiven Mittelfeld läuferische Schwerstarbeit und verriegelten somit das Zentrum. Fotos: privat

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