Lokalsport | 12.09.2016

DJK Kruft/Kretz

Mit großem Herz, aber ohne Chance.

Kruft. Als nach 90 Minuten der Schlusspfiff ertönte, brandete sowohl von Koblenzer als auch von Krufter Zuschauern warmherziger Applaus für die DJK-Akteure auf. 0:7 (0:2) hieß es am Ende in der Begegnung der zweiten Rheinlandpokalrunde. Realistisch gesehen entsprach das Ergebnis dem Kräfteverhältnis auf dem Rasen.

Die Spieler von Marco Stadel hatten mit großem Herz und einer hohen Laufbereitschaft der TuS das Leben so schwer wie möglich gemacht. Aber auch die TuS betrachtete die Aufgabe im Vulkanstadion nicht als Betriebsausflug und zeigte über 90 Minuten eine konzentrierte und seriöse Leistung. Und dann sind vier Klassen Unterschied doch eine ganze Menge auf der Ebene.

Vor allem in der zweiten Halbzeit zeigte die TuS, wieso sie aktuell sehr erfolgreich in der Regionalliga agiert. Tempo, Technik und Athletik - für den geneigten Kreisligazuschauer wurde spätestens in der zweiten Halbzeit deutlich, auf welcher Ebene sich der heutige Gegner der DJK bewegt. Mit großem Einsatz und einer bemerkenswerten Laufbereitschaft hielt die DJK lange Zeit dagegen und ging weit „über die Schmerzgrenze“ hinaus. Vor allem in der ersten Halbzeit machte die Mannschaft das hervorragend. Sehr geordnet, sehr engagiert und vor allem mannschaftlich geschlossen zeigte sich das Team. Die beiden Treffer der Koblenzer in der 26. Minute und in der 35. Minute entstanden eher aus Unaufmerksamkeiten einzelner Akteure. Das 0:2 zur Pause muss schon als Riesenerfolg gewertet werden.

Dass es in der zweiten Halbzeit „rappeln“ würde, war im Grunde vor dem Spiel klar. Mit nachlassenden Kräften war es für den starken DJK-Defensiv-Verbund schwer, alle Löcher „zuzulaufen“, die der Gegner aufgrund der individuellen Klasse und dem schnellen Spiel immer wieder riss.

Die Akteure aus Koblenz spielten das sehr seriös und konzentriert. Schlussendlich hieß es dann 0:7. Ein Ergebnis, mit dem man auf Krufter Seite gut leben kann. Trainer Stadel war letztlich sehr zufrieden mit dem Auftritt seiner Jungs.

Ebenso wie die Jungs auf dem Spielfeld präsentierte sich die DJK Kruft/Kretz aber auch außerhalb. Eine perfekte Organisation sorgte dafür, dass der Abend im Vulkanstadion auch für die Zuschauer „rund“ war. Christian Kohns, der die Einsatzplanung der Helfer koordinierte, musste feststellen, dass mehr Helfer da waren als eingeplant. Auch eine Seltenheit in den heutigen Tagen.

Abteilungsleiter Markus Hillesheim war ebenfalls mehr als zufrieden: „Es hat alles reibungslos geklappt, neben den vielen Helfern am Abend selbst gilt der besondere Dank der freiwilligen Feuerwehr Kruft und der Ortsgemeinde Kruft beziehungsweise den Männern vom Bauhof, die uns toll unterstützt haben.“

Im Kreispokal hat die DJK ein Freilos und steht schon in der dritten Runde. Sollte man dort ins Finale kommen, winkt eine weitere Teilnahme im Rheinlandpokal. Die zweite Mannschaft spielt ebenfalls im Kreispokal. Am kommenden Mittwoch in Unkelbach. Bei der aktuellen Erfolgsserie ist man dort sicher nicht chancenlos.

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