Turngesellschaft 1888 Polch e.V.
Mittendrin statt nur dabei
Internationales Deutsches Turnfest in Berlin
Berlin. Wie bunt ist das denn? Unter diesem Motto standen für mehr als 40 Mitglieder aus vier Abteilungen der TG sechs Tage Internationales Deutsches Turnfest in Berlin.
Circa 80.000 Teilnehmer aus ganz Deutschland und dem Ausland, bis hin nach Japan, feierten eine Woche „Turnfamilie“ in Berlin. Das Fest begann mit der Unterbringung im Schulquartier in Berlin Weissensee. Für eine Woche diente ein Klassenraum als Schlafstätte und Wohnort. Die feierliche Eröffnung mit einem Festzug, an dem 15.000 Teilnehmer durchs Brandenburger Tor marschierten, stellte zugleich den ersten Höhepunkt der Veranstaltung dar.
Die Vereinsfahne durch das altehrwürdige Wahrzeichen von Berlin zu tragen war schon etwas Besonderes.
Am zweiten Tag begannen die Wahlwettkämpfe für die Turnerinnen und Turner der TG. Auch hier galten besondere Rahmenbedingungen, an die sich der eine oder andere erst gewöhnen musste. In einer mehr als vollen Messehalle galt es seine besten Übungen zu zeigen.
Es standen immer vier Geräte zur Auswahl: bei den Turnerinnen der Sprung, Barren, Balken und Boden, für die Turner Boden, Sprung, Barren, Reck und für die Älteren noch das Pauschenpferd. Das Ergebnis für die TG fiel bei diesem Turnfest ausgesprochen gut aus. Gerd Diensberg belegte im Wettkampf (WK) 50/54 den 68. Platz. Ralf Schlich wurde im gleichen WK 7. von 100 Teilnehmern. Lukas Müller belegte bei den 16/17-Jährigen den 170. Platz von 272 Teilnehmern. Anne Diensberg erreichte im WK 16/17 von 895 Teilnehmern den 624. Platz.
Im gleichen WK wurde Birte Müller hervorragende 41. Christine Diensberg im WK 18/19 belegte Rang 240 und Hanna Hartenfels wurde 52. von immerhin 420 Starterinnen. Benedikt Juchem im WK 18/19 belegte einen hervorragenden 73. Platz von 186 Teilnehmern.
Abteilung Rhönrad aktiv
Auch die Sportler der Abteilung Rhönrad nahmen am Turnfestwettkampf teil. Yannika Erbele belegte in der AK L 12 den achten Platz. Gleiches gelang Jessica Juchem in der AK L13. Jessica Theiler in der AK L 14 wurde hervorragende Vierte. Nils Sippman wurde in der AK L 12-14 vierter und seine Schwester Ida belegte in der AK L15 den 69. Platz. In der AK L 17 wurde Joy-Celina Boeffgen 33.
Neben dem sportlichen Teil stand natürlich auch Sport zum Ansehen auf dem Programm. Die Deutschen Meisterschaften der Frauen und Männer gehören sozusagen zum Pflichtprogramm. Und auch die Sportler der Abteilung Rhönradturnen ließen es sich nicht nehmen die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften anzusehen. Hier wurden bis zur letzten Übung spannende Wettkämpfe in imposanter Kulisse geboten.
Mehr als beeindruckend war die Stadiongala im Olympiastadion, das mit fast 60.000 Besuchern gefüllt war. An der Gestaltung nahmen mehr als 6000 aktive Sportler teil und zeigten die Vielfalt in der Turnfamilie. Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel war anwesend und hob die Bedeutung der Turnbewegung hervor. In einer Woche Berlin durfte natürlich auch das kulturelle Programm nicht zu kurz kommen und so waren die Besuche im Spionagemuseum, dem Stasimuseum, dem Holocaust-Denkmal und der Berliner Mauer in der Eastside-Galary für viele junge Sportler sehr interessant. Für einige war dieser Teil der Deutschen Geschichte fast unvorstellbar. Umso nachhaltiger waren die Eindrücke. Ebenfalls nicht zu kurz kamen die Gelegenheiten zum Feiern. Ob bei der Revivalparty im Sommergarten des Messegelände, der TuJu-Party oder der Abschlussfeier, überall wurde ausgelassen, friedlich und bunt gefeiert. Berlin war einmal mehr eine Reise wert und hinterließ bei allen Mitgliedern einen bleibenden Eindruck.
